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Anime

Animationsfilme aus Japan

Anime (jap. アニメ, [anime], im Deutschen häufig [ˈaniːmeː]), (Plural: Animes)[1] ist eine Verkürzung des japanischen Lehnwortes animēshon (アニメーション, von englisch animation)[2] und bezeichnet in Japan produzierte Zeichentrickfilme.[3] In Japan selbst steht Anime für alle Arten von Animationsfilmen/serien, für die im eigenen Land produzierten ebenso wie für importierte. Er bildet das Pendant zum Manga, dem japanischen Comic. Japan besitzt die umfangreichste Trickfilmkultur weltweit.[4]

Inhaltsverzeichnis

Stile und Genres

 
Exemplarische moderne Animefigur
 
Vergleich zwischen Animestil und Foto

Animes decken ein breitgefächertes Themenspektrum für alle Altersstufen ab. Von Literaturverfilmungen (z. B. Das Tagebuch der Anne Frank oder Heidi) über Horror bis hin zu Science Fiction werden nahezu alle Bereiche und Altersklassen abgedeckt. Auch gibt es Genres bei Anime, die ausschließlich in diesen und Mangas vorkommen (z. B. Mecha-Serien über überdimensional große Roboter). In Japan können für Kinder und Jugendliche geeignete Produktionen ernsthafte Themen haben oder realistischere Gewaltdarstellungen enthalten, als das in westlichen Produktionen der Fall ist. Aber auch sexuelle Anspielungen, bei denen sich die Charaktere zuweilen sehr freizügig geben, werden geduldet. Dies führt dazu, dass sie in anderen Ländern vor der Ausstrahlung bearbeitet werden.

Pornographische Animes, sogenannte Hentai, machen nur einen kleinen Teil des japanischen Kaufvideo-Marktes aus; im Fernsehen und im Kino werden diese in Japan überhaupt nicht gezeigt. Viele Animes beinhalten jedoch erotische Ansätze, ohne dem Hentai-Genre zugeordnet werden zu können, insbesondere die des Genres Etchi.

Anime- und Manga-spezifische Genre:

  • Etchi: Abgeleitet von der Aussprache des englischen Buchstabens H für „Hentai“. Japanisch für unanständige Sexualität. Diese Anime enthalten nach der westlichen und insbesondere der deutschen Definition nur leicht sexuelle Andeutungen. In Japan sind Etchi und Hentai dasselbe, was sich vor allem durch die Wortbildung selbst erklären lässt.
  • Gourmet: Geschichten über Kochen und Essen, in denen vor allem Gourmets, Restaurantkritiker oder Köche im Mittelpunkt stehen.
  • Harem: Lose definiertes Genre, in dem der Protagonist der Handlung von mehreren oder gar einer Vielzahl weiterer Charaktere anderen Geschlechts umgeben ist, die sich zu ihm hingezogen fühlen.
  • Hentai: japanisch für abnormal oder pervers. Dieser Begriff wird hauptsächlich von westlichen Zusehern für Anime mit pornographischen oder erotischen Inhalten genutzt. In Japan jedoch sind die Begriffe Poruno oder Ero gebräuchlich, um auf solches Material hinzuweisen.
  • Josei: ist das weibliche Gegenstück zu Seinen. Behandelt oft den Alltag oder auch das Berufs- und Liebesleben von jungen Frauen.
  • Kodomo (jap. für „Kind“): Produktionen für jüngere Kinder.
  • Magical Girl/Mahō Shōjo (jap. für „magisches Mädchen“): Bezeichnung für Geschichten von Mädchen mit magischen Kräften.
  • Mah-Jongg: Geschichten um das Spiel Mah-Jongg.
  • Mecha: Anime und Manga, in denen riesige Roboter vorkommen.
  • Seinen (jap. für „junger Mann“): Primäre Zielgruppe sind Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren. Es werden meist anspruchsvollere, erotischere oder gewalthaltigere Inhalte thematisiert.
  • Sentai/Super Sentai (jap. für „Kampfteam“): Bezieht sich auf jede Sendung mit einem Team aus Superhelden.
  • Shōjo (jap. für „Mädchen“): Sendungen für weibliche Jugendliche, oft auch Liebesgeschichten.
  • Shōnen (jap. für „Junge“): Produktionen für männliche Jugendliche, oft auch den Genres Action, Science-Fiction und Fantasy zuzuordnen.
  • Shōnen Ai (jap. für „Jungen-Liebe“): Bezeichnung für Manga und Anime, deren Thema die Liebe und Romantik zwischen männlichen Charakteren ist. Diese Bezeichnung ist in Japan wegen der Andeutungen auf Pädophilie nicht gebräuchlich und wurde daher durch den Begriff Boys Love oder Ähnliche ersetzt.
  • Sport: Geschichten, in denen eine Sportart im Mittelpunkt steht. Üblicherweise wird die Entwicklung eines Sportlers von den Anfängen bis zur professionellen Karriere verfolgt.
  • Yaoi: wie Shōnen Ai, hat aber meist auch eine sexuelle Beziehung zum Thema. Zielgruppe sind Frauen.
  • Yuri: bezieht sich auf Anime und Manga, die Liebe und Romantik zwischen weiblichen Charakteren zum Inhalt haben.

Historische Entwicklung

Anime in Japan

Anime – dort auch unter den veraltenden Bezeichnungen dōga (動画, „bewegte Bilder“) und manga eiga (漫画映画, „Manga-Film“) bekannt –[5] sind ein fester Bestandteil des japanischen Kulturgutes. Zu den erfolgreichsten Kinofilmen in Japan zählen viele Animes, so Prinzessin Mononoke, Pokémon: Der Film und Chihiros Reise ins Zauberland. Nach einer Umfrage sind die 100 beliebtesten Zeichentrickserien in Japan alle Anime, mit Ausnahme von Tom und Jerry.[6] Zudem ist die Unterhaltungsindustrie in Japan, die Animes wie Mangas produziert, mit 80 Milliarden Euro Umsatz im Jahr wirtschaftlich bedeutend. Pro Jahr kommen bis zu 200 neue Serien auf den Markt.[7]

Veröffentlichungsarten

Neben Fernsehserien und Kinofilmen werden Animes seit den frühen 1980er Jahren als Original Video Animation, kurz OVA, für den Kaufvideo- und DVD-Markt produziert. Die Zielgruppe sind meist junge Erwachsene, daher sind die Inhalte in der Regel mit viel Fanservice versehen. Diese wurden aber weitestgehend durch Mitternachtsanime ersetzt. Seit 2000 gibt es auch Serien direkt für das Internet, Original Net Animation (ONA) genannt.

Fernsehen

Anime-Fernsehserien haben für gewöhnlich 12–13, 24–26, sowie seltener 52 oder mehr Folgen, so dass bei wöchentlicher Ausstrahlung eine Laufzeit von einem viertel, halben oder ganzen Jahr erreicht wird. Ein solches Vierteljahresintervall wird als cours (クール, kūru) bezeichnet. Die cours sind dabei saisonal, d. h., es gibt Winter-, Frühlings-, Sommer- und Herbst-Cours, die im Januar, April, Juli bzw. Oktober beginnen. Die meisten Anime-Serien sind nicht als Endlosserien ausgelegt, obwohl insbesondere Verfilmungen langer Manga-Serien auf weit mehr als 100 Folgen kommen können.

Im Jahr 1963 wurden sieben Serien gesendet, dies wird generell als der Beginn von Anime-TV-Serien angesehen. 1978 wurde die 50er-Grenze mit 52 Serien gebrochen. 1998 wurde die 100er-Grenze mit 132 Serien erreicht. Mit 233 Serien wurde die 200er-Grenze im Jahr 2004 erreicht. Seitdem hat sich die Anzahl der Serien mehr oder weniger etabliert, jedoch gab es Jahre wie 2006 und 2014, in denen die 300er Grenze erreicht wurde.

Der Anstieg der Anime-Anzahl in den 90ern ist darauf zurückzuführen, dass seit 1996 die Mitternachtsprogrammplätze für Anime verwendet werden; aber auch darauf, dass durch den großen Erfolg (und die Kontroverse) von Neon Genesis Evangelion immer mehr Studios, Videounternehmen und Verlage Werke produzieren ließen.[8] Diese schließen sich dann oft mit Merchandising-Partnern zu Produktionskomitees (製作委員会, seisaku iinkai) zusammen und kaufen einen Mitternachtsprogrammplatz – daher auch als Mitternachtsanimes (深夜アニメ, shin’ya anime) bezeichnet – bei mehreren Sendern, üblicherweise für ein bis zwei cours. Der größte Teil dieser Programmierungen geschieht auf Regionalsendern, die keinem der großen Networks angeschlossen sind. Da diese auf UHF-Band ausstrahlen, werden derartige Anime auch UHF-Anime (UHFアニメ) genannt. Mitternachtsanimes erreichen durchschnittliche Einschaltquoten von etwa 2 %,[9] während 4 bis 5 % schon außergewöhnlich hoch sind.[10][11][12] Einschaltquoten spielen bei Mitternachtsanimes und damit den meisten Animes seit den späten 90ern kaum eine Rolle, sondern die Ausstrahlung dient der Werbung für die DVD- oder Blu-Ray-Veröffentlichungen, mit denen und den Merchandise-Artikeln der Gewinn gemacht wird. Abhängig von deren Verkaufszahlen entscheidet sich dann, ob weitere Staffeln produziert werden. Viele der Anime, die ein bestehendes Werk adaptieren, dienen letztendlich aber auch der Bewerbung der Vorlage, so dass für das auftraggebende Produktionsunternehmen auch die Animeverkäufe zweitrangig sein können, sofern die Vorlagenverkäufe anziehen, was sich daran äußert, dass teilweise auch nur wenig erfolgreiche Anime Fortsetzungen bekommen können.

Anders sieht dies bei am Tage ausgestrahlten Animes aus, die meist langläufig sind (über zwei cours) und sich zudem auch entweder an ein junges oder ein Familienpublikum richten. Seit der Einführung der Mitternachtsanime hat sich die Anzahl der Serien mit hohen Einschaltquoten verringert, und auch die Art der Serien im Tagesprogramm hat sich verändert.[4]

Anime mit den höchsten Einschaltquoten:[13]

Titel Quoten Jahr
Astro Boy ca. 40 % 1963
Chibi Maruko Chan ca. 40 % 1990
Sazae-san ca. 40 % 1979
Dr. Slump ca. 40 % 1981
Obake no Q Taro ca. 40 % 1966
Star of the Giants ca. 40 % 1967
Parman ca. 40 % 1967
Dokonjo Gaeru ca. 35 % 1979
Manga Nihon Mukashi Banashi ca. 30 % 1981
Lupin III ca. 30 % 1978
Doraemon ca. 30 % 1983

Anime mit den höchsten Heimvideoverkäufen:[14]

Titel Verkaufszahlen (per Volume) Jahr
Neon Genesis Evangelion 171.000 1995
Mobile Suit Gundam 115.000 1979
Bakemonogatari 112.000 2009
Mobile Suit Gundam SEED Destiny 93.200 2004
Mobile Suit Gundam Destiny 87.200 2002
Die Melancholie der Haruhi Suzumiya 77.700 2006
Code Geass 76.000 2006
Love Live!, 2. Staffel 67.000 2014
Nisemonogatari 65.000 2012
Code Geass R2 65.000 2008

Durch die sich erholende Wirtschaft während der 1990er Jahre, die starke Berichterstattung über die steigende Beliebtheit von Animes im Ausland und den „Moe-Boom“ investierten aber auch branchenfremde Unternehmen wie Finanz- und neue IT-Unternehmen in diesen früheren Nischenmarkt. Der Rückgang seit 2006 wird auf die sinkenden Geburtenraten und die wirtschaftliche Rezession zurückgeführt.[8]

Japanische Fernsehsender gehen aber auch dazu über, den ausländischen Markt direkt zu beliefern. In den USA wird der Rückgang der Marktgröße für Animes von 4,8 Mrd. Dollar im Jahr 2003 auf 2,8 Mrd. Dollar für 2007 hauptsächlich mit der Fansubbing-Szene in Zusammenhang gesetzt, die Serien bereits kurz nach deren Erstausstrahlung im japanischen Fernsehen untertitelt über Filesharing verbreitet. Im Januar 2009 begann TV Tokyo als erster größerer Fernsehsender, seine Animes nur Stunden nach deren Ausstrahlung im japanischen Fernsehen englisch untertitelt auf einer abopflichtigen Website zu veröffentlichen.[8] Heute wird ein großer Teil der Neuerscheinungen gleichzeitig zur japanischen Ausstrahlung (Simulcast) auf Websites mit englischen (Funimation und Crunchyroll), aber auch deutschen (siehe Abschnitt Anime auf Videoportalen) Untertiteln gestreamt.

Zusammenarbeit mit anderen Medien

Viele Animes beruhen auf erfolgreichen Mangas, sowie, vor allem in jüngerer Zeit, auf Light Novels. Es wird aber auch aufgrund eines erfolgreichen Animes ein entsprechender Manga gezeichnet. Vergleichsweise selten sind „Anime-Comics“ bei denen der Manga nicht neu gezeichnet, sondern aus Einzelbildern des Animes und eingefügten Sprechblasen zusammengesetzt wird.

Oft ist auch die Computerspiel-Industrie an der Anime-Produktion beteiligt, die auf Grundlage der Animes Computer- und Konsolenspiele produziert. Da den Produktionskomitees Unternehmen unterschiedlicher Branchen angehören können (neben Buch-, Spieleverlagen, Studios, auch Lebensmittelfirmen, die Kapital einbringen und sich die Rechte am Werk aufteilen), können zum Anime zeitgleich auch Manga, Romane und weitere Artikel erscheinen. Teilweise werden diese Franchises dann gezielt zur Werbung für ein Produkt oder eine Produktgruppe eingesetzt.[7]

Musik

Wie in Kinofilmen wird im Anime die Musik als wichtiges künstlerisches Mittel benutzt. Mit Anime-Soundtracks wird in Japan sehr viel Geld gemacht, da diese sich häufig ebenso gut verkaufen wie Chartstürmer-Alben. Aus diesem Grund wird Animemusik häufig von erstklassigen Musikern komponiert und aufgeführt. Fähige Komponisten für die Hintergrundmusik sind bei den Fans hochangesehen. Zu den bekannteren Komponisten zählen z. B. Joe Hisaishi, Yuki Kajiura, Yōko Kanno und Kenji Kawai.

Am häufigsten wird Musik in Animes als Thema für einen Charakter genutzt, oder um als Hintergrundmusik die Stimmung einer Szene wiederzugeben. Serien haben ein Vorspannlied als Einleitung. Dieses Thema passt für gewöhnlich zum Gesamtton der Sendung und dient dazu, den Zuschauer für das anschließende Programm zu begeistern. Zwischen- und Abspannlieder kommentieren oft die Handlung oder die Sendung als Ganzes und dienen häufig dazu, eine besonders wichtige Szene hervorzuheben. Diese Lieder werden häufig von bekannten Musikern oder japanischen Idolen gesungen, aber auch von den Synchronsprechern (Seiyū), die dadurch wiederum zu Idolen werden. Somit sind sie ein sehr wichtiger Bestandteil des Programms.

Zusätzlich zu diesen Musikthemen veröffentlichen die Sprecher eines bestimmten Animes auch CDs für ihren Charakter, Image Album genannt. Trotz dem Wort image beinhalten sie nur Musik und/oder Textpassagen, in denen der Sprecher zum Hörer spricht oder über sich singt, wodurch der Zuhörer glaubt, dass der Charakter selber singt oder redet. Eine weitere Variante von Anime-CD-Veröffentlichungen sind Drama-CDs: Hörspiele, in denen die Sprecher eine Geschichte erzählen, die häufig im Anime nicht vorkommt.

Bekannte Anime-Studios

Eines der bekanntesten japanischen Anime-Studios ist Studio Ghibli, das seit 1985 unter der Leitung von Hayao Miyazaki Filme produziert, z. B. Prinzessin Mononoke 1997, Chihiros Reise ins Zauberland 2001 oder Das wandelnde Schloss 2004. Seinen bisher größten weltweiten Erfolg hatte Studio Ghibli mit Chihiros Reise ins Zauberland. Der Film erhielt neben zahlreichen internationalen Zuschauer- und Kritikerpreisen im Jahr 2002 den Goldenen Bären auf der Berlinale und im Jahr 2003 den Oscar als bester Animationsfilm, was ihn zum meistausgezeichneten Zeichentrickfilm aller Zeiten macht.

Im Serienbereich sind Toei Animation bedeutend, da sie mit Fernsehserien von frühen Science-Fiction Klassikern wie Uchū Senkan Yamato (alias Space Battleship Yamato) und Captain Future, und etwas später Sailor Moon und Dragon Ball, für die internationale Verbreitung von Anime verantwortlich waren.

Weitere bekannte Anime-Studios:

Arbeitsbedingungen japanischer Anime-Zeichner

Laut einer im Jahr 2013 durchgeführten Studie arbeiten japanische Anime-Zeichner im Durchschnitt 10 bis 11 Stunden pro Arbeitstag bzw. 263 Stunden pro Monat bzw. 4,6 freie Tage/Monat. Animatoren verdienen pro Jahr durchschnittlich (Mittelwert) 3,3 Millionen Yen (ca. 23.000 €) bzw. am häufigsten (Modalwert) 4,0 Mio. Yen (28.000 €), angefangen bei Einstiegspositionen wie Zwischenzeichnern mit 1,1 Mio. Yen (8000 €) über Schlüsselzeichner mit 2,8 Mio. Yen (20.000 €) und Storyboarder/3D-Animatoren mit 3,8 Mio. Yen (26.000 €) bis zu Regisseuren mit 6,5 Mio. Yen (45.000 €).[15][16] Zeichner werden häufig nach einem Schema bezahlt, bei dem sie zusätzlich zu einem festen Lohn noch nach fertiggestellten Einzelbildern bzw. -szenen bezahlt werden.[17]

Anime in Deutschland

Als erster Anime in Deutschland wurde ab dem 16. März 1961 der Film Der Zauberer und die Banditen von Toei Animation aus dem Jahr 1959 in den Kinos gezeigt. Die erste Anime-Serie im deutschen Fernsehen war Speed Racer, von der 1971 aber nur einige Folgen gezeigt wurden ehe sie wegen Protesten abgesetzt wurde. Ähnliches geschah zu Erstausstrahlung von Captain Future in den 1980er Jahren. Entsprechend wurden in den 1970er und 80er Jahren nur kinderfreundliche Serien, zum Beispiel des Masterpiece Theater gezeigt, bei denen keine Proteste zu befürchten waren. Einige davon waren deutsche Koproduktionen wie Wickie und die starken Männer, Die Biene Maja und Nils Holgerson.[18] Die ersten deutschen Kauf-Animes gab es im Jahr 1975 auf sogenannten TED-Bildplatten. In den 1980er-Jahren erschienen zahlreiche Animes auf VHS-Kassetten. Dieser Markt war neben der Zweitverwertung von Kinderserien aus dem Fernsehen geprägt von erotischen Werken, die von Trimax herausgebracht wurden.[19] Diese Importe führten dazu, dass „Anime“ noch bis nach 2000 von vielen eng mit pornografischen oder stark gewalthaltigen Werken verknüpft wurden.[20]

Mit Beginn der 1990er Jahre sind im deutschen Kino häufiger Anime-Filme gezeigt worden, darunter Akira (1991), Ghost in the Shell (1997) sowie einige Produktionen von Studio Ghibli wie Prinzessin Mononoke (2001) und Chihiros Reise ins Zauberland (2003). Mit dem Aufkommen des Privatfernsehens kam auch eine Vielzahl von Anime-Serien ins Fernsehen, zunächst über Einkäufe von europäischen Programmpaketem, in denen neben westlichen Zeichentrickserien auch vereinzelt Anime enthalten waren. Mit der Zeit wurden auch Serien für Jugendliche ins Programm genommen und im August 1999 erhielten Animes den Programmblock Moon Toon Zone bei RTL2. Dieser Block bestand aus Sailor Moon, Dragon Ball und Pokémon und wurde mit Anime@RTL2 ab 2001 und PokitoTV im Jahr 2004 ausgebaut.[21] Durch den Erfolg der RTL-2-Ausstrahlungen begann das bewusste Lizenzieren von Anime durch RTL2 und andere TV-Sender. K-Toon, MTV, VIVA und VOX sendeten Animes für ein älteres Publikum. Ab 2007 ging dieses Angebot von Animes im Fernsehen wieder deutlich zurück. 2013 wurde das Programm bei RTL2 vollständig abgesetzt.[22] Von 2007 bis Juni 2016 gab es mit Animax Deutschland ein eigener PayTV-Sender für den deutschsprachigen Raum. Heute senden nur noch ProSieben MAXX (seit 2013) und Nickelodeon regelmäßig Animes. Die Nachbearbeitung von Animes geschah im deutschen Fernsehen und Kino lange Zeit in großem Maße und war oft Gegenstand großer Kritik von Fans. Dabei wurden zahlreiche Schnitte und inhaltliche Änderungen meist mit dem Jugendschutz begründet, da Trickserien als Kinderprogramm gelten und für dieses Publikum eingekauft und gezeigt werden.[23]

Das erste deutsche Anime-Label war OVA Films, gegründet 1995. Um 2000 kamen immer mehr Label auf den Markt, von denen sich jedoch viele nicht halten konnten. Erst ab 2010 traten neue Unternehmen dazu, von denen einige seit 2015 auch regelmäßige Anime-Festivals veranstalten. Als erste deutsche Videoplattform startete im September 2007 Kazé Deutschland das Video-on-Demand-Portal Anime on Demand.[24] Mit der Zeit folgten weitere deutsche wie internationale Angebote, die jedoch nicht alle von Dauer waren. So stellte das zu ProSieben Sat1 gehörende MyVideo sein 2011 gestartete Angebot 2016 wieder ein.[25] Seit 2013 bedient das amerikanische Portal Crunchyroll auch den deutschen Markt.

Eine Fanszene entwickelte sich ab den 1980er Jahren in kleinerem Maße. Mit zunehmender Verbreitung und Popularität von Animes wie auch Mangas nach der Veröffentlichung von Akira im Westen und umso mehr nach dem Erfolg von Fernsehserien, darunter Sailor Moon und Dragon Ball, entwickelte sich eine größere Fangemeinde. Diese stützte sich stark auf kommunikation über Chats und Foren, es entstanden Fanzines und Veranstaltungen der Szene sowie Treffen auf Buchmessen. Darüber hinaus gehört Cosplay, das Verkleiden als Figur aus einem Manga oder Anime, gerade auch auf Messen und das nach- und neuzeichnen von beliebten Charakteren oder eigenen Geschichten zu wichtigen Hobbys in der Szene. Außerdem findet nicht selten eine Auseinandersetzung mit japanischer Kultur und Gesellschaft jenseits von Populärkultur statt.[26] So kann die Anime- und Manga-Fanszene als in eine breitere Kultur moderner Japan-Mode eingebettet gesehen werden, bestehend aus J-Pop und Visual Kei, japanischem Essen, Mode, Karaoke und Computerspielen.[27] Bedeutende Veranstaltungen, auf denen sich Fans vorrangig treffen, sind Anime- und Manga-Conventions sowie der Japantag, die Buchmessen oder Veranstaltungen zum japanischen Film. Das einzige derzeitige professionelle deutschsprachige Anime-Fachmagazin ist die AnimaniA, die seit September 1994 erscheint. Dazu kommen Jugendmagazine mit eigenen Anime-Bereichen, wie Mega Hiro, Koneko und Kids Zone. Mittlerweile eingestellt sind die vom Verein Anime no Tomodachi herausgegebene Funime sowie die MangasZene.

Anime international

Außerhalb Asiens sind hauptsächlich die USA, Frankreich und Italien für die Verbreitung von Anime in Nachbarländern wie Spanien, Portugal, Arabien, Lateinamerika und auch Deutschland verantwortlich.[28]

USA

Anime-Serien sind in den Westen in den Vereinigten Staaten erstmals im Fernsehen aufgetaucht. Dort sind in den 60er-Jahren unter anderem Astro Boy, Kimba, der weiße Löwe, Gigantor und Speed Racer gelaufen. Danach waren Anime-Serien weniger präsent, als es in Europa der Fall war. Die populärsten Serien waren Serien im Science-Fiction-Bereich wie Star Blazer, Voltron und Robotech. In den späten 90ern ist wie in Deutschland die internationale Vermarktung der Serien Sailor Moon, Pokémon und Dragon Ball Z für die Wahrnehmung von Anime im Speziellen verantwortlich gewesen. Auch gab es Koproduktionen zwischen den USA und Japan, dazu zählen Das Letzte Einhorn und Transformers. Erfolgreiche Ausstrahlungen von Anime-Serien hatten Einfluss auf die Cartoon-Industrie in den USA selbst. Serien wie Galaxy Rangers in den 80ern sowie Avatar – Der Herr der Elemente, Monsuno und Teen Titans in den 2000ern waren von der Anime-Ästhetik beeinflusst.

Im US-Fernsehen werden für Anime, die im Kinderprogramm laufen, die umfangreichsten Bearbeitungsmaßnahmen unternommen. Diese Fassungen werden dann oft international vermarktet. Der amerikanische Jugendschutz ist im Vergleich zum europäischen Standard in Deutschland, Frankreich etc. weitaus strenger.[29] In den USA stehen den Unternehmen umfangreiche Mittel zur Verfügung, um Bilder zu retuschieren, Namen zu ändern, Folgen auszulassen, zusammenzuschneiden und somit die Handlung zu verändern. Auch die Musik wurde teilweise verändert. Freizügige, gewalttätige, religiöse oder japanisch-kulturelle Inhalte und auch Bezüge zu Alkohol, Waffen und Drogen werden entfernt. Ernsthafte Themen wie der Tod werden umschrieben oder ausgelassen. Diese Maßnahmen unterscheiden sich von Serie zu Serie und auch von Firma zu Firma. Die konsequentesten und umfangreichsten Bearbeitungen finden bei 4Kids (One Piece, Yu-Gi-Oh), Harmony Gold (Robotech), Saban Brands (Digimon, Glitter Force) und DiC (Sailor Moon) statt.

Weitgehend unbearbeitete Serien haben Popularität durch Videokassetten oder durch Nachtprogramme von Sendern wie Cartoon Network oder SyFy gewonnen.[30][31] Speziell im Nachtprogrammblock von Cartoon Network sind Cowboy Bebop und Big O sehr populär geworden. Space Dandy (vom Regisseur von Cowboy Bebop) Ghost in the Shell: Stand Alone Complex und eine zweite Staffel von Big O wurde von amerikanischen Geldern mitfinanziert.[32] Netflix plant, mehrere Serien mitzufinanzieren, die dann als Netflix Original beworben werden.[33]

Frankreich

In Frankreich sind Anime zum ersten Mal mit den Serien Choppy und die Prinzessin (Erstausstrahlung folgte in Deutschland in 1996) und Kimba, der weiße Löwe (vier Jahre vor der Deutschen Ausstrahlung) im Jahr 1974 aufgetaucht. Ähnlich wie bei Wickie und die starken Männer und Die Biene Maja gab es französisch-japanische Koproduktionen (Barbapapa, Odysseus 31 und Die geheimnisvollen Städte des Goldes). Mit der Toei-Produktion Grendizer (auch genannt Goldorak) wurde 1978 eine Serie ausgestrahlt, die maßgeblich dafür verantwortlich war, dass im Kinderprogramm vermehrt auf Anime gesetzt wurde. Die Serie erreichte hohe Einschaltquoten, löste aber auch große Anfeindungen und Proteste gegenüber gewalthaltigen japanischen Produktionen aus. TF1 ist der größte Privatsender Frankreichs und setzte im Kinderprogramm stark auf Anime, viele verschiedene Serien waren verantwortlich für die große Fanszene in Frankreich.[34] Hat RTL2 insgesamt etwa 60 Serien gezeigt, waren es auf TF1 weit über 100 Serien. AB Productions hat die Serien jedoch als billiges Kinderprogramm angesehen und diese Massen an Serien dann so im Schnitt und Dialog zusammengestutzt.[35] 1997 wurde das Programm auf TF1 nach Protesten und einen Konflikt über Anime, der über 15 Jahre anhielt, vollständig abgesetzt. Danach haben sich verschiedene Spartensender gefunden, die ein Animeprogramm sendeten, während im Kinderprogramm der großen Sender ausschließlich auf sehr kindgerechte Anime gesetzt wurde.[36]

Space Adventure Cobra gilt als der Anime mit dem höchsten Kultstatus in Frankreich, Realverfilmungen und Fortsetzungen als Koproduktion sind geplant. 2004 wurde Ghost in the Shell 2: Innocence bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2004 nominiert. Wie in den USA hatten Anime Einfluss auf die heimische Zeichentrickindustrie in Frankreich. Totally Spies! und Wakfu sind ästhetisch an Anime angelehnt.

Italien

In Italien war die Resonanz auf Anime durchwegs positiv. Seit Goldorak wurde beinahe jedes Genre und Format von Japan übernommen.[35] In Italien wurden die meisten Anime außerhalb Japans im Fernsehen und Kino gezeigt.[37] Während in Deutschland in den 70ern und 80ern nur knapp 20 Serien gezeigt wurden, waren es in Italien bereits über 200. Der Grund für diese Massenimporte war, dass Italien bereits 1976 das Fernsehen privatisierte und daraus eine Vielfalt an Sendern hervorging. Auch waren Anime die preiswertesten Zeichentrickproduktionen.[28] Koproduktionen mit Japan wie Calimero, Z wie Zorro und Die Abenteuer des Sherlock Holmes sind entstanden. Eine Vielzahl der Sendungen, die in Kinderprogrammen der großen Sender liefen (Rai und Mediaset), wurden konsequent bearbeitet. So hat man Gewalt und freizügige Szenen geschnitten – aber auch Zensur und Veränderungen im Dialog wurden vorgenommen. Thematiken wie der Tod, sexuelle Anspielungen, japanische kulturelle Inhalte, sowie drastische Bilder und Zustände wurden sehr kindgerecht und abgeflacht aufbereitet. Durch die Thematik der Serie Detektiv Conan haben sich aber solche Dialogumschreibungen wieder gelegt, und diese werden inzwischen auch in anderen Serien nicht mehr verwendet. In den 70ern, 80ern und 90ern sind verschiedene Serien unverändert auf verschiedenen Lokalsendern gelaufen, jedoch geriet Fist of the North Star in starke Kritik, weshalb fortan auf diesen kleineren Sendern auf Anime verzichtet wurde. 1999 begann mit MTV Italy die erste Ausstrahlung von Anime explizit für ein älteres Publikum zu einer passenden Sendezeit.[38][39]

In Italien sind speziell Anime für jüngere Mädchen beliebter als in vielen anderen Ländern, speziell Rock ’n’ Roll Kids ist für vier Staffeln als Realserie umgesetzt worden. Der mitunter populärste Anime ist Lupin III. Italien war Mitfinanzierer einer neuen Serie des Franchises, Lupin Sansei.[40]

Spanien

Verschiedene Animeserien sind in Spanien zunächst auf dem öffentlich-rechtlichen Sender Televisión Español gelaufen, jedoch geriet Saint Seiya in die Kritik und wurde abgesetzt. Auch Koproduktionen wie Um die Welt mit Willy Fog, D’Artagnan und die drei MuskeTiere und Roy, the Little Cid sind entstanden. Mit dem Aufkommen des Privatfernsehens im Jahre 1990 startete der Sender Telecinco. Er setzte Saint Seiya fort und importierte fast 100 weitere Animeserien. Genau wie in Frankreich und Italien hat sich die Wahrnehmung für Anime weit vor Deutschland und den USA entwickelt.[35] Jedoch kamen viele dieser Serien in die Kritik aufgrund von Gewaltdarstellungen oder auch wegen freizügigeren Szenen (kurze Röcke bei Sailor Moon oder Nacktheit bei Ranma 1/2) und wurden 1999 zeitweilig mit Disneycartoons ersetzt.[41]

Die zwei kulturell bedeutendsten Anime in Spanien sind Mazinger Z und Shin Chan. Zu Mazinger Z gibt es eine Statue in der Stadt Tarragona und Shin Chan hatte mitunter eine größere Beliebtheit im Fernsehen als manche Hauptnachrichtensendungen.[42]

Fankultur

Japanische Animationsfilme haben weltweit eine Fangemeinde, die sich in großen Teilen mit der von Mangas überschneidet. Viele Veranstaltungen widmen sich daher beiden Medien. Eine Fanszene entwickelte sich zunächst in Japan und ab den 1980er Jahren in kleinerem Maße in den USA und Frankreich. Mit zunehmender Verbreitung und Popularität von Animes wie auch Mangas nach der Veröffentlichung von Akira im Westen und umso mehr nach dem Erfolg von Fernsehserien, darunter Sailor Moon und Dragon Ball, entwickelte sich in Nordamerika und Europa eine größere Fangemeinde. Als die deutsche Fanszene um das Jahr 2000 herum wuchs, war sie noch sehr jung. Einer Umfrage von Sozioland aus dem Jahr 2005 sowie einer Untersuchung des französischen Centre d'Études et de Recherches Internationales zufolge waren die meisten zwischen 14 und 25 Jahren alt. Nur wenige waren über 25, spielten jedoch in der Fanszene eine wichtige Rolle, gründeten die ersten Magazine und Veranstaltungen. 70 bis 85 Prozent der Befragten waren weiblich.[43]

Bedeutende Veranstaltungen, auf denen sich Fans vorrangig treffen, sind Anime- und Manga-Conventions. Diese Conventions bieten Verkaufsstände, Workshops, Autogrammstunden, Konzerte oder Videoabende, Fans verkleiden sich oft als Figur aus einem Anime (Cosplay). Eine der weltweit größten Conventions ist die Japan Expo in Frankreich mit über 230.000 Besuchern. Darüber hinaus finden viele weitere Veranstaltungen in Europa und Nordamerika statt. Die größte Veranstaltung in Deutschland ist seit 2016 die DoKomi in Düsseldorf mit 40.000 Besuchern über zwei Tage. Zuvor waren lange Zeit die AnimagiC und die Connichi die von der Besucherzahl größten Anime-Conventions mit bis zu 25.000 Besuchern. Daneben ist Anime auch bei Veranstaltungen zu Japan, Animationsfilm, Comic oder Literatur ein Thema, so finden sich in Deutschland beim Japantag oder der Frankfurter Buchmesse Veranstaltungen zum japanischen Animationsfilm.

Siehe auch

  Portal: Animation – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Animation

Literatur

  • Gilles Poitras: The Anime Companion: What’s Japanese in Japanese Animation? Stone Bridge Press, ISBN 1-880656-32-9, (englisch)., 1998
  • Jonathan Clements, Helen McCarthy: The Anime Encyclopedia: A Guide to Japanese Animation Since 1917. Stone Bridge Press, 2001, ISBN 1-880656-64-7, (englisch).
  • Patrick Drazen: Anime Explosion! – The What? Why? & Wow! of Japanese Animation. Stone Bridge Press, ISBN 1-880656-72-8, (englisch)., 2002
  • Deutsches Filminstitut – DIF / Deutsches Filmmuseum & Museum für angewandte Kunst (Hrsg.) (2008): ga-netchû! Das Manga Anime Syndrom. Henschel Verlag, ISBN 978-3-89487-607-4.

Weblinks

  Commons: Anime – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wiktionary: Anime – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Datenbanken:
    • Aniki – Größtes Wiki zum Thema Anime und Manga
    • AIDB – Anime-Informationsdatenbank mit Releaselisten, Episodenlisten und Fernsehplaner
    • aniSearch – Größte deutsche Anime-Informationsdatenbank mit umfangreichen Informationen
    • Anime News Network (englisch)
  • Teil 1 einer 3-teiligen Reihe über ihren Einfluss auf den Westen, Themen, Bildsprache von Rüdiger Suchsland auf Telepolis

Einzelnachweise

  1. https://www.duden.de/rechtschreibung/Anime
  2. アニメ. In: Daijisen und Daijirin bei kotobank.jp. Abgerufen am 18. Januar 2013 (japanisch).
  3. Duden. Abgerufen am 18. März 2016.
  4. a b Freddy Litten: Der Animationsmarkt in Japan. In: Japan aktuell. Abgerufen am 21. September 2017 (pdf).
  5. Frederik L. Schodt: The Astro Boy Essays: Osamu Tezuka, Mighty Atom, Manga/Anime Revolution. Stone Bridge Press, 2007, ISBN 978-1-933330-54-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. TV Asahi Top 100 Anime Part 2. In: Anime News Network. Abgerufen am 3. März 2016.
  7. a b Vortrag von Tow Ubukata über die Anime- und Mangaindustrie in Japan in der Leipziger Messe am 28. September 2007.
  8. a b c アニメバブル崩壊 DVD不振、新番組も減. In: Asahi.com. Asahi Shimbun, 4. Mai 2009, abgerufen am 5. Mai 2009 (japanisch).
  9. 特集 : 「けいおん!」 京の楽器店が“聖地”に? テーマ曲は記録的ヒット. In: MANTANWEB. 26. Juni 2009, archiviert vom Original am 24. März 2012; abgerufen am 4. Februar 2013 (japanisch).
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