Hauptmenü öffnen

Angst – Der Feind in meinem Haus

Film von Thomas Berger

Angst – Der Feind in meinem Haus ist ein deutscher Thriller aus dem Jahr 2017. Regie führte Thomas Berger. Das Drehbuch schrieb Dirk Kurbjuweit nach seinem Roman Angst, der eine wahre Geschichte zum Hintergrund hat. Die Premiere dieser ZDF-Eigenproduktion am 16. Oktober 2017 verfolgten 5,62 Millionen Zuschauer. Der Film erreichte einen Zuschaueranteil von 18,2 %.[1]

Filmdaten
OriginaltitelAngst – Der Feind in meinem Haus
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2017
Länge90 Minuten
Stab
RegieThomas Berger
DrehbuchDirk Kurbjuweit
ProduktionDietrich Kluge
MusikChristoph Zirngibl
KameraFrank Küpper
SchnittLucas Seeberger
Besetzung

HandlungBearbeiten

Die Familie Tiefenthaler ist gerade in eine schöne Wohnung mit großem Garten gezogen. Alles scheint perfekt, bis sich der Nachbar Tiberius aus der Souterrain-Wohnung mehr und mehr in ihr Leben einmischt. Was mit selbst gebackenem Kuchen und kleinen Briefen beginnt, weitet sich mehr und mehr zum Stalking aus. Das Ehepaar findet keine Ruhe mehr und lebt ständig in Angst, auch um ihre Kinder. Als sie von Herrn Tiberius beschuldigt und angezeigt werden, ihre Kinder sexuell zu missbrauchen, suchen sie Hilfe bei den Behörden. Enttäuscht müssen sie zur Kenntnis nehmen, dass der Rechtsstaat hier keine Handhabe hat, solange der Nachbar nicht handgreiflich wird. Beide Seiten rufen mehrfach die Polizei.

Tiefenthalers versuchen, ihre Wohnung wieder zu verkaufen. Auch das scheitert am Verhalten des Nachbarn. Sie bieten ihm viel Geld an, um ihn zum Auszug zu bewegen, da sich die Situation mehr und mehr zuspitzt. Hermann, der Vater von Randolph, bietet in dieser Ausweglosigkeit seine Hilfe an. Mittels einer Waffe, die Hermann rechtmäßig besitzt, soll an Tiberius Selbstjustiz verübt werden. Er wird an der Wohnungstür erschossen und die Polizei sofort gerufen. Hermann gesteht die Tat und wird zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. In Wirklichkeit war es aber Randolph, der den tödlichen Schuss auf den Nachbarn abgegeben hat. Dies gibt er jedoch nur gegenüber seiner Frau zu.

KritikBearbeiten

Die FAZ urteilt, Heino Ferch spiele den Familienvater „mit einer überzeugenden Arroganz“, während sich Udo Samel als Tiberius „mitunter nah an der Grenze zur Karikatur“ bewege, diese aber nicht überschreite. Weiter heißt es jedoch, die „ständige Spannung […], die Angst, von der die Stalking-Opfer zermürbt werden“, fehle dem Film.[2]

Die Programmzeitschrift Prisma schrieb, Angst – Der Feind in meinem Haus sei „vordergründig“ und „in den ersten 45 Minuten ebenfalls ein kriminalistischer Thriller, ehe er sich in Hälfte zwei zu einer Parabel über Recht und Gerechtigkeit sowie die – immer wieder verstörende – Natur des Menschen“ verwandle.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. ZDF-Thriller setzt sich gegen RTL-Bauern durch. In: Münstersche Zeitung. 17. Oktober 2017, abgerufen am 12. Januar 2018.
  2. Claudia Reinhard: TV-Film „Angst“: Sie können sich niemals sicher sein. In: FAZ.NET. 16. Oktober 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net).
  3. Angst – Der Feind in meinem Haus. In: prisma.de. Abgerufen am 12. Januar 2018.