Andrex

französischer Schauspieler und Sänger

André Jaubert, bekannt als Andrex (* 23. Januar 1907 in Marseille; † 10. Juli 1989 in Paris), war ein französischer Schauspieler und Sänger.

LebenBearbeiten

André Jaubert wurde 1907 in Marseille in der Rue Saint-Pierre 105 geboren. In der Copelloschule lernte er Fernandel kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Fernandel half ihm auch Filmrollen zu bekommen. Alle Regisseure, die mit Andrex zusammenarbeiteten, kannten Fernandel.

Seinen ersten Auftritt als Sänger, nach Vorbereitung durch Maurice Chevalier, hatte er als Sänger am Alcazar in Marseille. Später trat er auch in Paris auf. Dann wendete er sich dem Theater und der Operette zu. 1931 stand er in dem Kurzfilm Une idée von génie von Louis Mercanton erstmals vor der Kamera. 1933 spielte er zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Jugendfreund Fernandel. Gemeinsam drehten sie 29 Filme, in denen Fernandel, der relativ schnell berühmt wurde, ihm häufig eine Rolle organisierte.

Andrex verfolgte neben seiner Karriere als Schauspieler auch die als Sänger. Er sang Lieder wie Comme de bien entendu, La Samba brésilienne und Chez Bébert (le monte-en-l’air), das sein größter Erfolg war. Auf dieses Lied spielt auch der Titel seiner Memoiren an: On ne danse plus la java chez Bébert.

Brigitte Fontaine würdigte ihn in ihrem Album kékéland. In den frühen 1970er Jahren spielte er in Fernsehserien und in dem Film Le Petit Théâtre von Jean Renoir (1970) mit.

1971 starben seine Frau, die Schauspielerin Ginette Baudin (1921–1971), und sein Freund Fernandel, der ihm immer wieder geholfen hatte, kleinere Rollen zu ergattern.

1973 beteiligte er sich an der Aufnahme französischer Chansons aus den 1930er, 1940er und 1950er Jahren; diese wurden auf zwei Platten von Musidisc-Europe herausgegeben.

1979 spielte er in dem Film Charles et Lucie von Nelly Kaplan mit. Sein letzter Film war 1983 Cap Canaille von Juliet Berto und Jean-Henri Roger.

Er starb am 10. Juli 1989 in Paris nach einem Herzinfarkt. Er ruht auf dem Friedhof von Saint-Ouen neben seiner Frau.[1]

FilmographieBearbeiten

FernsehenBearbeiten

  • 1965: Frédéric le gardian (Fernsehserie)
  • 1970: Les Enquêtes du commissaire Maigret von Claude Barma, 1 Episode
  • 1970: Le Petit Théâtre von Jean Renoir (Fernsehfilm)
  • 1972: Au théâtre ce soir (Fernsehserie)
  • 1972: Le Voleur von riens (Fernsehfilm)
  • 1973: Pour une poignée d’herbes sauvages (Fernsehfilm)
  • 1975: Cigalon, Fernsehfilm von Georges Folgoas

TheaterBearbeiten

  • 1956: Virginie von Michel André, mise en scène Christian-Gérard, théâtre Daunou

PublikationenBearbeiten

  • Andrex, On ne danse plus la java chez Bébert (mémoires), Presses von la Renaissance, Paris, 1989.

LiteraturBearbeiten

  • Yvan Foucart, Dictionnaire des comédiens français disparus, Mormoiron: Éditions cinéma, 2008, 1185 Seiten, ISBN 978-2-9531-1390-7
  • Olivier Barrot et Raymond Chirat, Noir et Blanc – 250 acteurs français du cinéma français 1930–1960, Paris, Flammarion, 2000, S. 17–18

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Collectif Sarka-SPIP: SAINT-OUEN (93): cimetière parisien (partie récente) - Cimetières de France et d'ailleurs (fr) Abgerufen am 23. Juni 2018.