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Andreas Meck

deutscher Architekt und Hochschullehrer
Andreas Meck (2017)
Kirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing, 2018
Innenraum der Kirche Seliger Pater Rupert Mayer in Poing, 2018

Andreas Meck (* 10. Dezember 1959 in München; † 20. August 2019[1]) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.[2]

LebenBearbeiten

Andreas Meck, Sohn des früheren Ingolstädter Stadtwerkechefs Hans Meck, graduierte 1985 in Architektur an der Technischen Universität München. Anschließend war er Stipendiat an der Architectural Association School of Architecture (AA) in London und Assistent am Lehrstuhl für Raumgestaltung und Entwerfen an der Akademie der Bildenden Künste München. 1989 eröffnete er sein eigenes Büro in München und war seit 1998 Professor für Entwerfen und Baukonstruktion an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, seit 2013 Dekan der Fakultät für Architektur.[3]

Meck engagierte sich in der Stadtplanung bei Städten und Gemeinden und war in Fach- und Gestaltungsbeiräten aktiv. Er war in vielen Wettbewerbs-Jurys als Preisrichter vertreten und engagierte sich für das Architekturmuseum der TU München. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 2006 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und 2007 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Im August 2019 starb Meck mit 59 Jahren nach kurzer Krankheit an einer Krebserkrankung.[4][5]

WirkenBearbeiten

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er 2007 bekannt, als sein Entwurf für das zentrale Ehrenmal der Bundeswehr den Wettbewerb gewann.[6]

Meck erhielt über 80 Architekturpreise, darunter Deutscher Architekturpreis, Best Architects Award, BDA-Preis Bayern und der Bayerische Holzbaupreis. 2015 wurde er mit dem Architekturpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet; die Jury erwähnte dabei unter anderem sein Gespür für das Material, die räumlichen Wirkungen und die Einbeziehung des Lichts.[7] 2019 erhielt er für das Kirchenzentrum in Poing den Architekturpreis „Große Nike“ des Bund Deutscher Architekten.

Bauten (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 08 – Aussegnungshalle Riem. Aussegnungshalle, Riem. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2005, ISBN 978-3936721577.
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 20 – Bibliotheks- und Hörsaalgebäude, Weimar. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2005, ISBN 978-3936721706.
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 25 – Jugend und – Pfarrzentrum, Thalmässing. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2006, ISBN 978-3936721751.
  • Nicolette Baumeister: Baukulturführer 105 – Rathaus, Maitenbeth. Koch, Schmidt u. Wilhelm 2006, ISBN 978-3943242621.
  • Norbert Jocher, Hans-Jürgen Dennemark: Es liegt da, als ob es schliefe: das Dominikuszentrum in München. Deutscher Kunstverlag 2009, ISBN 978-3422069541.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Schönheit und Konsequenz. Zum Tod von Andreas Meck.“, Baunetz vom 22. August 2019
  2. Stadt Regensburg Gestaltungsbeirat
  3. meck-architekten.de: Profil: Prof. Andreas Meck (Memento vom 2. September 2017 im Internet Archive)
  4. Zum Tod des Münchner Architekten Andreas Meck. 22. August 2019, abgerufen am 23. August 2019.
  5. Autor Daniel Bartetzko: Andreas Meck ist gestorben. In: moderneREGIONAL. 23. August 2019, abgerufen am 23. August 2019 (deutsch).
  6. bundesregierung.de: Das Ehrenmal der Bundeswehr
  7. Alfred Dürr: Zeichen setzen. sz.de, 9. Juni 2015, abgerufen am 3. Januar 2016.
  8. Süddeutsche Zeitung: TU München: Eine Mensa mit Exzellenzstatus, 12. September 2019, abgerufen am 12. September 2019