Andreas Brockmann

deutscher Eishockeyspieler

Andreas Brockmann (* 11. Juni 1967 in Bad Tölz) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler und heutiger -trainer, der während seiner Karriere unter anderem für die Eisbären Berlin und die Düsseldorfer EG, mit denen er fünfmal Deutscher Meister wurde, aktiv war. Darüber hinaus stand er mehrmals im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Im Jahr 1992 nahm er neben der Weltmeisterschaft in der Tschechoslowakei auch an den Olympischen Spielen in Frankreich teil.

DeutschlandDeutschland  Andreas Brockmann Eishockeyspieler
Geburtsdatum 11. Juni 1967
Geburtsort Bad Tölz, Deutschland
Größe 177 cm
Position Rechter Flügel
Schusshand Links
Karrierestationen
1984–1985 EC Bad Tölz
1985–1988 BSC Preussen
1988–1997 Düsseldorfer EG
1997–1998 Heilbronner EC
1998–1999 Eisbären Berlin
1999–2000 Düsseldorfer EG
2000–2001 SC Riessersee

Seit Dezember 2020 ist Andreas Brockmann Cheftrainer bei den Dresdner Eislöwen aus der DEL2.

KarriereBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

Brockmann stammt aus dem Nachwuchs des SC Reichersbeuern[1] und wechselte von dort zum EC Bad Tölz. Dort begann er seine Karriere 1984 in der 2. Liga Süd. Nach nur einer Spielzeit verließ er den EC Bad Tölz und wechselte zur Saison 1985/86 innerhalb der Liga zum BSC Preussen. Dort entwickelte sich der Linksschütze zu einem der Leistungsträger. In den drei Jahren, die er beim BSC unter Vertrag stand, absolvierte er 140 Ligaspiele, in denen er 148 Scorerpunkte erzielen konnte. Im Sommer 1988 schloss er sich der Düsseldorfer EG an, mit der er in den folgenden Jahren fünf Mal die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte, 1990, 1991, 1992, 1993 und 1996.

Nach neun Jahren verließ er die DEG zum Ende der Saison 1996/97 und unterschrieb einen Vertrag beim Heilbronner EC. Nachdem er dort gute Leistungen zeigte, konnte er sich noch einmal für die höchste deutsche Spielklasse, die Deutsche Eishockey Liga, empfehlen. Folglich wurden die Verantwortlichen der Eisbären Berlin auf den gelernten Stürmer aufmerksam und verpflichteten Brockmann 1998. Mit den Eisbären nahm er an der European Hockey League teil, wo er mit seinem neuen Arbeitgeber den dritten Platz erreichte. Brockmann konnte sich in Berlin allerdings nicht durchsetzen und wurde während der Saison nur 21 Mal eingesetzt. Anschließend kehrte er zu Beginn der Spielzeit 1999/2000 zur Düsseldorfer EG zurück. Dort sollte er helfen, die Rückkehr in die DEL zu realisieren. Dieses Ziel wurde letzten Endes auch erreicht. Brockmann hatte an diesem Erfolg einen großen Anteil, so konnte er 59 Partien 52 Punkte erzielen. Schließlich verließ er den Verein wieder. Es folgte ein weiterer Wechsel zum SC Riessersee, der damals ebenfalls in der 2. Bundesliga aktiv war. Dort beendete er seine Karriere 2001 im Alter von 34 Jahren.

Als TrainerBearbeiten

Nach seiner aktiven Spielerkarriere bemühte er sich um einen Trainerposten, den er zur Saison 2003/04 bei seinem Ex-Klub, den Berlin Capitals, bekam. In der Folge führte er die Capitals aus der Regionalliga in die Oberliga. In der Spielzeit 2007/08 trainierte er erfolgreich die Landshut Cannibals und führte diese ins Finale der Playoffs der Zweiten Liga, die erst im letzten Spiel von den Kassel Huskies gewonnen wurden. Von 2008 bis 2011 stand er für die Nürnberg Ice Tigers aus der Deutschen Eishockey Liga hinter der Bande. Dort war er der Nachfolger des Kanadiers Benoît Laporte. Von Januar 2014 an trainierte Brockmann den EV Landshut, bis er im Dezember 2014 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

Ab Juli 2016 war er Trainer des ESV Kaufbeuren[2], den er dreimal in Folge in das Play-off Halbfinale der DEL2 führen konnte. Im April 2018 verlängerte er seinen Vertrag um zwei weitere Jahre.[3] Am 2. April 2020 gab der Verein bekannt, dass man sich von Brockmann trennen würde.[4]

Im Dezember 2020 wurde Brockmann Nachfolger von Rico Rossi als Cheftrainer bei den Dresdner Eislöwen aus der DEL2.[5]

DEL-StatistikBearbeiten

Saisons Spiele Tore Assists Punkte Strafminuten
Reguläre Saison 4 141 30 41 71 167
Playoffs 2 23 7 14 21 20

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chronik des SC Reichersbeuern
  2. Del2: Andreas Brockmann wird Trainer des ESV Kaufbeuren. In: hockeyweb.de. 26. Juli 2016, abgerufen am 7. Oktober 2016.
  3. Andreas Brockmann bleibt Trainer des ESVK - Buron Joker. Abgerufen am 20. August 2018.
  4. Philippe Bader: Wege von Trainer Andreas Brockmann und dem ESV Kaufbeuren trennen sich. In: all-in.de. 2. April 2020, abgerufen am 2. April 2020.
  5. Dresdner Eislöwen präsentieren mit Andreas Brockmann ihren neuen Chefcoach. In: hockeyweb.de. 28. Dezember 2020, abgerufen am 28. Dezember 2020.