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Andreas Altmann (Autor)

deutscher Reporter und Autor
Andreas Altmann im Dezember 2014

Andreas Altmann (* 3. Oktober 1949 in Altötting) ist ein deutscher Reporter und Autor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Altmann wuchs im Wallfahrtsort Altötting als Sohn eines  Rosenkranzhändlers auf. Seine Kindheit und Jugend verarbeitete er in dem 2011 erschienenen Buch Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend,[1][2] das auch als Theaterstück u. a. am Deutschen Theater in Berlin aufgeführt wurde. Nach dem Abitur trampte er durch Europa, arbeitete u. a. als Spüler, Privatchauffeur, Anlageberater, Straßenbauarbeiter, Buchklubvertreter, Nachtportier, Dressman, Postsortierer, Parkwächter und Fabrikarbeiter. Er begann ein Jurastudium, brach es aber ab. Er begann ein Psychologiestudium, das er ebenso abbrach. Er studierte dann von 1971 bis 1974 Schauspiel[3] am Mozarteum in Salzburg. Anschließend arbeitete er am Bayerischen Staatsschauspiel in München, dann bis 1979 am Schauspielhaus in Wien.

 
Andreas Altmann 2013 mit einem jungen Mann in Palästina

Nach einem längeren Aufenthalt in einem indischen Ashram und einem achtmonatigen Aufenthalt in einem japanischen Zen-Kloster in Kyoto kehrte er nach Deutschland zurück. Er studierte an der New York University und zog anschließend nach Mexiko-Stadt. Ende der 1980er Jahre begann er mit dem Schreiben. Zunächst schrieb er Reisereportagen für Zeitschriften wie Geo, Stern, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Playboy, Focus, Hustler und für weitere internationale Zeitschriften.

Seit 1996 schreibt Altmann vorwiegend Bücher, inzwischen neunzehn Titel, davon sechs Bestseller. Altmanns Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.

Altmann lebt seit 1992 als Autor in Paris.

WerkBearbeiten

  • Der lange Weg zum Herzen, Mada, 1982.
  • Weit weg vom Rest der Welt – In 90 Tagen von Tanger nach Johannesburg. Rowohlt, 1996.
  • Im Land der Freien – Mit dem Greyhound durch Amerika, Rowohlt, 1999.
  • Im Herz das Feuer – Unterwegs von Kairo in den Süden Afrikas. Picus, 2001.
  • Einmal rundherum – Geschichte einer Weltreise. Rowohlt, 2002.
  • Unterwegs in Afrika, Text von Andreas Altmann, Fotos von Michael Martin.  Frederking & Thaler, 2002.
  • Notbremse nicht zu früh ziehen! – Mit dem Zug durch Indien. Rowohlt, 2003.
  • Getrieben – Stories aus der weiten wilden Welt. Solibro, 2005.
  • 34 Tage, 33 Nächte – Von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld. Frederking & Thaler, 2005.
  • Der Preis der Leichtigkeit – Eine Reise durch Thailand, Kambodscha und Vietnam. Frederking & Thaler, 2006.
  • Reise durch einen einsamen Kontinent – Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile. Dumont, 2007.
  • Im Land der Regenbogenschlange – Unterwegs in Australien. Dumont, 2008.
  • Sucht nach Leben – Geschichten von unterwegs. Dumont, 2009.
  • Triffst du Buddha, töte ihn! – Ein Selbstversuch. Dumont, 2010.
  • Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend. Piper, 2011.
  • Indien (Autoren Andreas Altmann und Pier Paolo Pasolini, Fotos von Isabela Pacini). Corso, 2014.
  • Gebrauchsanweisung für die Welt. Piper, München/Berlin/Zürich 2012. 8. Auflage 2016. ISBN 978-3-492-27608-5.
  • Dies beschissen schöne Leben. Geschichten eines Davongekommenen. Piper, 2013.
  • Verdammtes Land – Eine Reise durch Palästina. Piper, 2014.
  • Frauen.Geschichten. Piper, München/Berlin/Zürich 2015. ISBN 978-3-492-05588-8.
  • Gebrauchsanweisung für das Leben. Piper, 2017. ISBN 978-3-95998-016-6.
  • In Mexiko: Reise durch ein hitziges Land. Piper, 2018. ISBN 978-3-49205-766-0.
  • Leben in allen Himmelsrichtungen: Reportagen. Piper, 2019. ISBN 978-3-49205-846-9.

PreiseBearbeiten

  • 1991: Egon-Erwin-Kisch-Preis
  • 2003: Auszeichnung durch die Deutsche Aids-Stiftung für die Reportage Prabat Nampu
  • 2005: Weltentdecker-Preis
  • 2005: Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis für 34 Tage, 33 Nächte: von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld
  • 2008: Globetrotter-Reisebuchpreis für sein Buch Reise durch einen einsamen Kontinent

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hermann Unterstöger: Altötting, der Vorhof zur Hölle. In: sueddeutsche.de. 5. August 2011, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 6. Februar 2018]).
  2. Evelyn Finger: Andreas Altmann: Gott ist an mir nicht interessiert. In: Die Zeit. 8. September 2011, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 6. Februar 2018]).
  3. Altmann, Andreas. (giordano-bruno-stiftung.de [abgerufen am 6. Februar 2018]).