Andreas-Peter Weber

deutscher Journalist, Programmchef des Deutschlandradios

Andreas-Peter Weber (* 1961 in Kassel) ist ein deutscher Journalist. Im September 2011 wurde er Programmdirektor des Deutschlandradios. Im November 2020 wurde dort sein Ausscheiden für das Jahr 2021 angekündigt.[1]

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur leistete Weber den zivilen Ersatzdienst ab. Danach arbeitete er als Deutschlehrer in Japan, bevor er an den Universitäten Bonn und Freiburg Politik, Staatsrecht und Germanistik studierte. Der Abschluss folgte im Jahr 1990 (Magister artium).

Bereits während seines Studiums in Bonn war Weber als Journalist für verschiedene Radioagenturen und Hörfunksender als freier Mitarbeiter tätig.

Von 1992 bis 1997 war er persönlicher Referent der Intendanten des Saarländischen Rundfunks, Manfred Buchwald und Fritz Raff. Außerdem leitete er das ARD-Referat beim SR. Im Jahr 1992 wurde er außerdem Geschäftsführer des Deutsch-Französischen Journalistenpreises. Weber, der mit der französischen Journalistin Jaële Vanuls verheiratet ist, hatte diese Funktion bis 2006 inne.

Seit 1997 war Andreas-Peter Weber Programmchef von SR 1 Europawelle, seit dem Jahr 1999 leitete er zusätzlich die durch ihn gegründete SR-Jugendwelle „103.7 UnserDing“ (bis 2003: „UnserDing“).

Zum 1. Juni 2006 wechselte Weber zum Hessischen Rundfunk, wo er Christian Gramsch als Wellenleiter von hr1 ablöste. Seit 2009 war Andreas-Peter Weber zudem Mitglied der Strategiegruppe „HR 2020“ bei der Geschäftsleitung des Hessischen Rundfunks.

Am 1. September 2011 löste er Günter Müchler als Programmdirektor des Deutschlandradio ab, der in den Ruhestand ging.[2] In seiner Amtszeit wurde der Umbau der Programmdirektion in Richtung Digitalität vorangebracht: Deutschlandfunk Nova (zunächst „Dradio Wissen“) wurde als anspruchsvolle junge Welle mit einem überdurchschnittlich hohen Wortanteil neu konzipiert, und Deutschlandfunk Kultur (bis 2017 DeutschlandRadio Berlin) umfassend reformiert[3]. Die drei Hörfunkprogramme von Deutschlandradio erreichten unter der Führung von Andreas-Peter Weber laut Media-Analyse neue Rekordwerte.[4]

Auf Initiative von Programmdirektor Andreas-Peter Weber verbreitet Deutschlandradio seit 2017 seine Inhalte auch über die Apps "Dlf Audiothek" und "Dlf – Die Nachrichten", sowie über zahlreiche Drittplattformen.

Webers Nachfolgerin beim Deutschlandradio soll im April 2021 Jona Teichmann werden, er selbst erklärte, er wolle sich neuen beruflichen Aufgaben widmen.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jona Teichmann wird Programmdirektorin bei Deutschlandradio. Abgerufen am 20. November 2020 (deutsch).
  2. JB: Andreas Weber wird neuer Programmdirektor beim Deutschlandradio. In: Radioszene. 23. Juni 2011, abgerufen am 2. September 2011.
  3. Stefan Fischer: So einfach ist das nicht. In: Sueddeutsche Zeitung. 14. Juni 2014, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  4. DRadio: Neue Rekordwerte für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Nova. In: Pressemitteilung Deutschlandradio. 15. Juli 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  5. Jona Teichmann wird Programmdirektorin bei Deutschlandradio. Abgerufen am 20. November 2020 (deutsch).