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André Bastian

deutscher Theaterregisseur, Übersetzer, Dramaturg und Autor

LebenBearbeiten

Nach Abitur (1988) und Zivildienst nahm Bastian 1991 in seiner Geburtsstadt Hamburg das Studium der Geschichte, Philosophie und Romanistik auf und wechselte 1992 an die Universität Granada (Spanien), an der er 1998 seinen Magister Artium in Spanischer Sprache und Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte absolvierte.

Während seines Studiums in Spanien begann er mit ersten Inszenierungen beim Centro Dramático Elvira. Zurück in Deutschland führten ihn Regieassistenzen an die Westfälischen Kammerspiele Paderborn und an die Landesbühne Hannover (Gerhard Weber, Rolf Heiermann, Hartmut H. Forche u. a.). Dort inszenierte er sechs Produktionen, u. a. Yasmina Rezas Kunst (2002) in Zusammenarbeit mit dem Sprengel-Museum (Hannover) und die Rap-Bearbeitung eines modernen Wedekindklassikers als Frühlings Erwachen 2003 (2003) mit Freestyle-Rapper Spax.

Von 2003 bis 2006 war Bastian als Spielleiter und Dramaturg am Theater Reutlingen Die Tonne beschäftigt. In dieser Zeit lieferte er Inszenierungen zahlreicher Stücke von Beckett bis Shakespeare ab und weckte im Jahr des Nobelpreises für die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek mit einer Inszenierung des Dreiteilers Prinzessinnendramen I–III bei Kritik wie Publikum besondere Aufmerksamkeit.

Während seiner Zeit in Reutlingen übersetzte und inszenierte André Bastian ebenfalls das spanische Barockdrama Mit Frauen ist nicht zu scherzen von Antonio Mira de Amescua und initiierte ein interdisziplinäres Theaterprojekt zum Thema Judendkultur und Authentizität. Als Ergebnis dieser Kooperation aus einem Autorenteam (André Bastian, Jörg Schade und Spax), dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen, dem Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen und dem Theater Reutlingen entstand die Produktion faker! (Memento vom 12. Februar 2008 im Internet Archive) – Ein Jugendstück mit Rap (2006).

Seit Herbst 2006 lebt André Bastian als freier Regisseur, Übersetzer und Autor in Melbourne (Australien). Zudem unterrichtet er seit 2007 an der University of Melbourne und an der Monash University in den Bereichen Spanisch, Deutsch, Pädagogik und Dramaturgie. 2014 wurde er an der Monash University mit einer Arbeit zum Thema "Recovering Jelinek for the English-Speaking Stage -- Problems of Intercultural Transfer in Elfriede Jelinek's Plays and Theatrical Strategies to Fill the 'Gap of Translation'" promoviert. Im Rahmen dieses Projekts inszenierte Bastian 2011 Princess Dramas: Snow White (I). Sleeping Beauty(II). Jackie (IV) von Elfriede Jelinek als erstes Werk der österreichischen Autorin in Australien.

InszenierungenBearbeiten

La Mama Theatre, Melbourne (Australien)Bearbeiten

  • Samuel Beckett: Beckett’s Shorts - Five Short Plays by S. Beckett. Ausstattung: Peter Mumford. Prem.: 14. April. 2009
  • Werner Schwab: Holy Mothers (Die Präsidentinnen) (AUE). Ausstattung: Peter Mumford. Prem.: 20. Februar 2019

Schlosstheater CelleBearbeiten

Red Stitch Actors Theatre, Melbourne (Australien)Bearbeiten

  • Elfriede Jelinek: Princess Dramas: Snow White (I), Sleeping Beauty (II), Jackie (IV) (AUE). Ausstattung: Peter Mumford. Prem.: 10. Juni 2011
  • Christian Lollike: The Work of Wonder or The Re-Mohammed-Ty Show (AUE). Ausstattung: Peter Mumford. Prem.: 21. Nov. 2008

Theater Reutlingen Die TonneBearbeiten

Landesbühne HannoverBearbeiten

Centro Dramático ElviraBearbeiten

ÜbersetzungenBearbeiten

StückeBearbeiten

Veröffentlichungen (Bücher)Bearbeiten

  • André Bastian (Hg.): Elfriede Jelinek Goes Australia – Indigenising an Austrian Nobel Prize Winner. North Melbourne: Australian Scholarly Publishing, 2017.
  • André Bastian: Staging Elfriede Jelinek in Australia – Poetics, Ethics, Politics. St. Ingbert: Rombach Verlag, 2016.

WeblinksBearbeiten