Andirrio

Gemeindebezirk in Griechenland
Gemeindebezirk Andirrio
Δημοτική Ενότητα Αντιρρίου
(Αντίρριο)
Andirrio (Griechenland)
(38° 20′ 0″ N, 21° 46′ 0″O)
Basisdaten
Staat: GriechenlandGriechenland Griechenland
Region: Westgriechenland

f6

Regionalbezirk: Ätolien-Akarnanien
Gemeinde: Nafpaktia
Geographische Koordinaten: 38° 20′ N, 21° 46′ OKoordinaten: 38° 20′ N, 21° 46′ O
Höhe ü. d. M.: 1 m
(Durchschnitt)
Fläche: 50,869 km²
Einwohner: 2.598 (20112011[1])
Bevölkerungsdichte: 51,1 Ew./km²
Code-Nr.: 380602
Gliederung: f12f123 Ortsgemeinschaften
Lage in der Gemeinde Nafpaktia und im Regionalbezirk Ätolien-Akarnanien
Datei:DE Andirriou.svg

Andirrio (griechisch Αντίρριο (n. sg.), veraltet Ἀντίρριον Antirrhion) ist eine westgriechische Hafenstadt am Golf von Korinth. Der Name bezieht sich auf das gleichnamige Kap und bedeutet „gegenüber von Rio“. Seit der Verwaltungsreform 2010 gehört sie als Gemeindebezirk (Δημοτική Ενότητα Αντιρρίου Dimotiki Enotita Andirriou) zur Gemeinde Nafpaktia.[2] Das Dorf liegt auf einer Landzunge, die die Grenze zwischen dem Golf von Patras im Westen und dem Golf von Korinth im Osten markiert. Seit 2004 verbindet die Rio-Andirrio-Brücke das westgriechische Festland mit der Peloponnes. Andirrio liegt nun an der Autobahn 5/E55 mit einer Verbindung zur GR-48/E65 (Amfissa – Andirrio). Andirrio liegt ca. 10 km ostnordöstlich von Patras, ca. 209 km westlich von Athen und nordwestlich von Egio, westsüdwestlich von Amfissa, südwestlich von Nafpaktos, östlich von Mesolongi und südöstlich von Agrinio.

GeographieBearbeiten

 
Hafen von Andirrio (1981)

Vor Ort gibt es eine Grundschule, ein Gymnasium, Kirche, Postfiliale und einen Strand. Die Bebauung zieht sich entlang der Küste und der Hauptstraße entlang. Die Umgebung besteht vorwiegend aus landwirtschaftlichen Flächen sowie Wald im Nordwesten. Seit 1960 gab es eine Fährverbindung zwischen der Peloponnes und dem Festland. Seit der Eröffnung der Rio-Andirrio-Brücke wird dieser Service nur noch selten beansprucht, vor allem von Fahrzeugen, die auf der Brücke nicht zugelassen sind. Nordwestlich der Stadt erstreckt sich der pyramidenförmige Paliovouna. Sein Gipfel steigt bis auf 1038 m an.

GliederungBearbeiten

2011 zählte der Gemeindebezirk 2.598 Einwohner. Er besteht aus folgenden Teilorten (Einwohnerzahlen in Klammern aus dem Ergebnis der Volkszählung 2011[1]):

  • Ortsgemeinschaft Andirrio – Τοπική Κοινότητα Αντιρρίου (1.076)
    • Andirrio – το Αντίρριο (1.018)
    • Karaoulia – τα Καραούλια (17)
    • Myrtia – η Μυρτιά (11)
    • Spartorachi – η Σπαρτοράχη (30)
  • Ortsgemeinschaft Makynia – Τοπική Κοινότητα Μακυνείας (563)
    • Makynia – η Μακύνεια (377)
    • Agios Polykarpos – ο Άγιος Πολύκαρπος (19)
    • Agrapidokambos – ο Αγραπιδόκαμπος (7)
    • Riza – η Ρίζα (160)
  • Ortsgemeinschaft Molykrio – Τοπική Κοινότητα Μολυκρείου (959)
    • Molykrio – το Μολύκρειον (186)
    • Ano Platanitis – ο Άνω Πλατανίτης (73)
    • Platanitis – ο Πλατανίτης (606)
    • Frangeika – τα Φραγκαίικα (94)

GeschichteBearbeiten

Die antike Bezeichnung (Ῥίον τὸ Μολυκρικόν) belegt, dass das Kap zum Territorium der etwa vier Kilometer landeinwärts gelegenen Stadt Molykreion (Μολύκρειον) auch Molykria (Μολύκρεια/Μολυκρία) gehörte. Unter türkischer Herrschaft wurde die Stelle aufgrund der Meerenge als „Kleine Dardanellen“ (Μικρά Δαρδανέλια Mikrá Dardanélia) bezeichnet.

Die Stadt besaß aufgrund ihrer Lage strategische Wichtigkeit. Daher gibt es heute noch einen Leuchtturm[3] (von 1880) mit 9,5 m Höhe und die Festung. Diese wurde nach der Zerstörung von Nafpaktos (29. August 1499) von Bayezid II. erbaut. 1532 wurde sie von Andrea Doria, dem Anführer der vereinten christlichen Truppen geschleift. 1669 wurde sie von Francesco Morosini erneuert, aber nach dem Friede von Karlowitz wieder zerstört und von den Türken noch einmal aufgebaut.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Kallikartis-Gesetz auf der Homepage des griechischen Innenministeriums (PDF; 568 kB)
  3. http://www.faroi.com/gr/antirio_gr.htm