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Groß-Andamanerfrauen

Die Andamaner sind die in mehrere Ethnien geteilte Urbevölkerung der Andamanen, die sprachlich, kulturell und auch physisch miteinander verwandt sind.

Inhaltsverzeichnis

GruppenBearbeiten

Diese Völker werden von einigen Wissenschaftlern in die größere, jedoch umstrittene Gruppe der „Negritos“ gestellt. Die vier noch existierenden Ethnien sind die Groß-Andamaner, die Jarawa, die Onge sowie die völlig isoliert auf North Sentinel Island lebenden Sentinelesen. Indien verpflichtete sich, diese Menschen zu schützen, und Fremden ist laut einem Gesetz die Kontaktaufnahme verboten.[1] Alle Gruppen leben äußerst zurückgezogen. Gezählt wurden laut der Gesellschaft für bedrohte Völker im Jahr 2006:

  • 51 Groß-Andamaner,
  • 322 Jarawa,
  • 99 Onge und
  • 100 Sentinelesen.

1974 schrieb der Völkerkundler Heinrich Harrer nach einem Besuch der Inseln unter anderem[2]

  • die Sentinelesen haben, auf ihrem Eiland isoliert, ihre Ursprünglichkeit bewahren können....Niemand kennt ihre Lebensgewohnheiten oder gar ihre Sprache.
  • Die Jarawa führen...ein halbnomadisches Leben in den Wäldern der Westküste von Mittel- und Süd-Andaman.
  • Die Onge ... arbeiten...in Kokos-Plantagen.....den Männern schwatzten die Inder Penis-Stoffhüllen (und damit ein Hygiene-Problem) und als weitere Fortschritts-Utensilien Plastikeimer und Regenschirme auf.
  • Die Groß-Andamaner..., 4000 vor einem Jahrhundert, sind nur mehr ein Grüppchen von 23 lethargischen Menschen, unfähig geworden, Kinder zu zeugen, und von den Indern notdürftig in einem Reservat versorgt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archivlink (Memento vom 19. April 2015 im Internet Archive)
  2. VÖLKERKUNDE: Menschen im Zoo. In: Der Spiegel. Nr. 32, 1977 (online1. August 1977).