Amt Ortrand

Amt in Brandenburg

Das Amt Ortrand ist ein 1992 gebildetes Amt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz des Landes Brandenburg, in dem sich ursprünglich fünf Gemeinden im damaligen Kreis Senftenberg zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen hatten. Sitz der Amtsverwaltung ist die Stadt Ortrand. Durch die Ausgliederung eines Ortsteils und Wiederherstellung der Eigenständigkeit hat das Amt heute sechs Gemeinden.

Wappen Deutschlandkarte
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Amt Ortrand
Deutschlandkarte, Position des Amtes Ortrand hervorgehoben

Koordinaten: 51° 23′ N, 13° 45′ O

Basisdaten
Bestandszeitraum: 1992–
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberspreewald-Lausitz
Fläche: 77,33 km2
Einwohner: 5993 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: OSL, CA, SFB
Amtsschlüssel: 12 0 66 5606
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Altmarkt 1
01990 Ortrand
Website: www.amt-ortrand.de
Amtsdirektor: Kersten Sickert
Lage des Amtes Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz
SachsenCottbusLandkreis Dahme-SpreewaldLandkreis Elbe-ElsterLandkreis Spree-NeißeLandkreis Teltow-FlämingAltdöbernBronkowCalauFrauendorf (Amt Ortrand)GroßkmehlenGroßräschenGrünewaldGutebornHermsdorf (bei Ruhland)HohenbockaKroppenLauchhammerLindenau (Oberlausitz)Lübbenau/SpreewaldLuckaitztalNeupetershainNeu-SeelandOrtrandRuhlandSchipkauSchwarzbach (Lausitz)SchwarzheideSenftenbergTettau (Brandenburg)Vetschau/SpreewaldKarte
Über dieses Bild

Geographische LageBearbeiten

Das Amt liegt im südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Es grenzt im Norden an die Stadt Lauchhammer, im Osten an das Amt Ruhland, im Süden an den Freistaat Sachsen und im Westen an das Amt Plessa (Landkreis Elbe-Elster).

Gemeinden und OrtsteileBearbeiten

Das Amt Ortrand wird derzeit von sechs Gemeinden gebildet[2]:

GeschichteBearbeiten

Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 27. Juli 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Ortrand[3]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 31. Juli 1992 festgelegt. Das Amt hat seinen Sitz in der Stadt Ortrand und bestand zunächst aus fünf Gemeinden im damaligen Kreis Senftenberg:

  1. Großkmehlen
  2. Kroppen
  3. Lindenau
  4. Stadt Ortrand
  5. Tettau

Frauendorf war am 19. Mai 1974 in die Gemeinde Tettau eingemeindet worden. Als Ortsteil von Tettau kam der Ort zum Amt Ortrand. Am 5./6. Dezember 1993 wurde Frauendorf aus Tettau ausgegliedert und wurde wieder eine eigenständige Gemeinde innerhalb des Amtes[4]. Seither hat das Amt Ortrand sechs amtsangehörige Gemeinden.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1992 7 761
1993 7 760
1994 7 634
1995 7 605
1996 7 582
1997 7 498
1998 7 489
1999 7 434
Jahr Einwohner
2000 7 352
2001 7 267
2002 7 183
2003 7 121
2004 7 082
2005 7 004
2006 6 868
2007 6 765
2008 6 664
2009 6 538
Jahr Einwohner
2010 6 481
2011 6 323
2012 6 271
2013 6 227
2014 6 189
2015 6 142
2016 6 136
2017 6 102
2018 6 030
2019 6 031
Jahr Einwohner
2020 5 993

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

AmtsdirektorBearbeiten

  • 1992–1998: Otto Bahlinger[8]
  • 1998–2006: Horst Stopperka
  • seit 2006: Kersten Sickert[9]

Sickert wurde am 10. April 2014 durch den Amtsausschuss für eine weitere Amtsdauer von acht Jahren gewählt.[10]

WappenBearbeiten

Das Amt Ortrand führt kein eigenes Wappen, sondern das brandenburgische Landeswappen[2].

WeblinksBearbeiten

Commons: Amt Ortrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2020 (PDF-Datei; 950 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Hauptsatzung § 2 Abs. 1
  3. Bildung des Amtes Ortrand. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 27. Juli 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 62, 25. August 1992, S. 1054.
  4. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.8 Landkreis Oberspreewald-Lausitz PDF
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 12–13
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Otto Bahlinger. Website der FDP Freital-Wilsdruff
  9. Alter Amtsdirektor geht, neuer kommt. In: Lausitzer Rundschau, 1. September 2006
  10. Kersten Sickert als Ortrander Amtsdirektor wiedergewählt. In: Lausitzer Rundschau, 12. April 2014