Amt Eiserfeld im Kreis Siegen
Amtsgliederung

Das Amt Eiserfeld war ein Amt im Kreis Siegen in Nordrhein-Westfalen. Es verwaltete bis zum 30. Juni 1966 ein Gebiet mit drei eigenständigen Gemeinden.

GeschichteBearbeiten

Das Amt entstand 1878 durch die Abtrennung der drei Gemeinden aus dem Amt Weidenau.[1] Sitz der Verwaltung war in Niederschelden. Am 1. Juli 1966 wurde aus dem Amt mit dem bis dato zum Amt Wilnsdorf gehörenden Eisern und dem zum Amt Freudenberg gehörenden Oberschelden die neue Stadt Eiserfeld gebildet.[2] Seit dem 1. Januar 1975 gehören alle Orte zur Stadt Siegen. 1930 lehnte der Kreistag Siegen die Zusammenlegung der Ämter Wilnsdorf und Eiserfeld zu einem Amt ab.[3] Damit blieb das Amt Eiserfeld das kleinste im Kreis.

Zum 1. Dezember 1885 hatte das Amt Eiserfeld eine Fläche von 19,5 km², auf der 5989 Einwohner lebten.[4]

WappenBearbeiten

 
Amtswappen (1939–1966)

Das Wappen wurde am 18. August 1937 durch den Oberpräsidenten der preußischen Provinz Westfalen verliehen. Es zeigt den geminderten nassauischen Löwen und den Eingang des in Eiserfeld liegenden Reinhold-Forster-Erbstollens sowie das Bergmannsgezäh, als Zeichen für den Eisenabbau.

Blasonierung:„Erhöht geteilt von Blau und Gold (Gelb), oben ein von sieben goldenen (gelben) Schindeln umgebener wachsender rot bewehrter goldener (gelber) doppelschwänziger Löwe, unten ein portalartiges blaues Stollenmundloch, darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen.“[5]

GemeindenBearbeiten

  1. Eiserfeld
  2. Gosenbach
  3. Niederschelden

EinwohnerzahlenBearbeiten

Die Einwohnerzahlen des Amtes Eiserfeld:[6]

Gemeinde 1885[7] 1895[8] 1905 1939 1950
Eiserfeld 3.214 3.602 5.292 6.578 8.635
Gosenbach 1.027 1.078 1.430 1.585 2.050
Niederschelden 1.751 2.080 2.909 3.644 5.028
Gesamt 5.992 6.760 9.631 11.807 15.713

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 12: Kreis Siegen. (PDF) Schöningh, Münster i.W. 1903.
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  3. Elmar Schneider: 800 Jahre Wilnsdorf 1185–1985. Selbstverlag, Wilnsdorf 1985
  4. T. Hundt, G. Gerlach, F. Roth, W. Schmidt: Beschreibung der Bergreviere Siegen I, Siegen II, Burbach & Müsen; Bonn 1887
  5. Stadler, Klemens: Deutsche Wappen, Band 7. Angelsachsen Verlag, Bremen 1972, S. 36.
  6. Otto Schäfer: Der Kreis Siegen – eine Sachkunde für Grundschulen. Siegen 1968
  7. Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 106–113
  8. Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 110–115