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Amaliendorf-Aalfang

Gemeinde in Österreich
Marktgemeinde
Amaliendorf-Aalfang
Wappen Österreichkarte
Wappen von Amaliendorf-Aalfang
Amaliendorf-Aalfang (Österreich)
Amaliendorf-Aalfang
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gmünd
Kfz-Kennzeichen: GD
Hauptort: Amaliendorf
Fläche: 8,04 km²
Koordinaten: 48° 50′ N, 15° 5′ OKoordinaten: 48° 50′ 0″ N, 15° 5′ 0″ O
Höhe: 568 m ü. A.
Einwohner: 1.102 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 3872
Vorwahl: 02862
Gemeindekennziffer: 3 09 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 190
3872 Amaliendorf-Aalfang
Website: www.amaliendorf.at
Politik
Bürgermeister: Gerald Schindl (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
12
4
3
12 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Amaliendorf-Aalfang im Bezirk Gmünd
Amaliendorf-AalfangBad GroßpertholzBrand-NagelbergEggernEisgarnGmündGroßdietmannsGroßschönauHaugschlagHeidenreichsteinHirschbachHoheneichKirchberg am WaldeLitschauMoorbad HarbachReingersSchremsSt. MartinUnserfrau-AltweitraWaldensteinWeitraNiederösterreichLage der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang im Bezirk Gmünd (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Amaliendorf-Aalfang ist eine Marktgemeinde mit 1102 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Amaliendorf-Aalfang ist eine Mitgliedsgemeinde der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Amaliendorf-Aalfang liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 8,04 km², 41,38 % der Fläche sind bewaldet.

Amaliendorf-Aalfang ist eine Streusiedlung mit einem ausgedehnten Wegenetz. Die Siedlung liegt inmitten großer Wälder im nordwestlichen Waldviertel. Entscheidend für den Lebensraum ist die Einbettung in die Granitzone der „Böhmischen Masse“. Es handelt sich um ein ehemaliges Gebirge, das während der Variskischen Gebirgsbildung vor rund 350 Mio. Jahren entstand und später zu einer Rumpflandschaft abgetragen wurde.

Granit prägt in vielfacher Weise die Natur- und Kulturlandschaft von Amaliendorf-Aalfang. Wirtschaftlich wird der Aalfanger Granit in zwei Steinbrüchen abgebaut. Durch Wollsackverwitterung kommen an vielen Stellen riesige Granitblöcke zutage und bilden bizarre Felsformen, wie den berühmten Wackelstein von Amaliendorf oder die sog. Bichl, d. h. Felshügel, die inmitten der Feldflur kleinräumig auftreten und meist mit Birken und Föhren bestandene, trockene edaphische Standorte bilden. Granit zerfällt grusig und neigt bei hohen Niederschlägen zur Bildung von Sauren Braunerden bis hin zu den landwirtschaftlich nicht nutzbaren Podsolböden. Die späte Besiedlung dieses Raumes hängt damit entscheidend zusammen.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aalfang, Amaliendorf und Falkendorf.

NachbargemeindenBearbeiten

Heidenreichstein
 
Schrems

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus drei Ortsteilen mit unterschiedlichem Alter:

  • dem im Tal der Braunau und des Romaubachs gelegenen Aalfang, das nach den Quellen spätestens um 1600 gegründet wurde
  • dem am Hang des Machoberges gelegenen Ortsteil Falkendorf, der um 1730 von der Herrschaft Falkenhayn in Schrems angelegt wurde und
  • dem 1799 von Graf Strassoldo, dem Besitzer der Herrschaft Schwarzenau, gegründeten Amaliendorf.

1627 wurden die „Wehre von Alennfang“ erstmals erwähnt. Sie wurden nach dem Zusammenfluss von Braunau und Romau als Aufstau errichtet und dienten damals dem Fang der Aale, welche die Elbe aufwärts bis hierher vorstießen. Noch bis ins 19. Jahrhundert waren für Aalfang auch die Schreibweisen Eilfang und Ailfang üblich.

Erzherzogin Maria Amalia von Österreich war die Namenspatronin des 1799 von Graf Vinzenz von Strassoldo, ihrem Obrist-Hofmeister, gegründeten Orts Amaliendorf.

Am 6. September 1967 wurde der Beschluss zur Gemeindezusammenlegung zwischen Amaliendorf und Aalfang gefasst. Am 28. Jänner 1999 wurde die Gemeinde zur Marktgemeinde erhoben.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach einem Rückgang der Einwohnerzahl hat sich diese seit 1981 stabilisiert. Der Grund dafür ist, dass die Abwanderung gestoppt werden konnte, seit 1991 gibt es sogar eine positive Wanderungsbilanz. Die Geburtenbilanz ist jedoch negativ.[2]

 

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Ortskapelle zur Himmelfahrt Unserer Lieben Frau in Amaliendorf
  • An der Durchfahrtsstraße in Amaliendorf steht die 1818 erbaute Ortskapelle zur Himmelfahrt Unserer Lieben Frau.
  • Im Ortsteil Wielandsberg befindet sich eine Wegkapelle aus dem Jahr 1857.
  • Der bereits zur Gemeinde Schrems gehörende Wackelstein im Schremser Wald liegt nur 650 m von Amaliendorf entfernt.

SportBearbeiten

  • Der 1932 gegründete Fußballverein SC Amaliendorf spielte nach dem Abstieg in der Saison 2006/07 aus der Landesliga Niederösterreich wieder in der 2. Landesliga West.
  • Der Tennisklub Amaliendorf-Aalfang wurde im Herbst 1998 gegründet. Seit 1999 nimmt er erfolgreich an der Meisterschaft des Niederösterreichischen Tennisverbands (Kreis Nordwest) teil.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Jahr 2001 gab es 40 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 15 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Es gab 481 Erwerbstätigen am Wohnort gemäß der Volkszählung 2001. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,88 %.

VerkehrBearbeiten

In Aalfang befindet sich eine Station der Waldviertler Schmalspurbahnen.

GesundheitBearbeiten

In der Gemeinde ordiniert ein praktischer Arzt.[3]

BildungBearbeiten

In Amaliendorf-Aalfang gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, und 6 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 3 ÖVP, 3 FPÖ, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 4 ÖVP, 1 FPÖ, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ, und 5 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, und 7 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 4 ÖVP, und 3 FPÖ.[5]

BürgermeisterBearbeiten

  • bis 2015 Karl Prohaska (SPÖ)
  • seit 2015 Gerald Schindl (SPÖ)

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Petra Eschelmüller: Die Entstehung des Ortes Amaliendorf und seine Entwicklung bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Eine statistische Auswertung anhand der Analyse der Pfarrmatriken Langegg. Diplomarbeit, Universität Wien 1999.
  • Othmar Zaubek: Ortsgeschichte von Amaliendorf, Niederösterreich. Gemeinde Amaliendorf, Amaliendorf 1967.
  • Klaus Arnold: Geographie und Geschichte von Amaliendorf-Aalfang. Amaliendorf 2011. Als CD und im Download unter: Arnold-Research.eu.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Amaliendorf-Aalfang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Amaliendorf-Aalfang, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 17. August 2019.
  3. Gemeinde Amaliendorf-Aalfang, Bürgerservice, Gesundheit&Soziales, Gemeindeärztin. Abgerufen am 17. August 2019.
  4. Gemeinde Amaliendorf-Aalfang, Bürgerservice, Bildung. Abgerufen am 17. August 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Amaliendorf-Aalfang. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 26. April 2019.