Alwin Elling

deutscher Filmregisseur und Filmproduzent

Karl Alwin Elling (* 20. April 1897 in Hannover; † 7. November 1973 ebenda) war ein deutscher Filmregisseur.

Leben und WirkenBearbeiten

Elling absolvierte bis zur Promotion von 1920 bis 1924 in Göttingen ein Musikstudium. Anschließend knüpfte er Kontakte zur Filmbranche und arbeitete als Schnittmeister. Nebenbei gab er 1932 sein Regiedebüt bei einem Kurzfilm, ab 1935 konzentrierte sich Elling ausschließlich auf die Filmregie. Er drehte leichtgewichtige Unterhaltung ohne größeren Anspruch, Komödien und Lustspiele harmloser Machart, gelegentlich produziert von seinem jüngeren Bruder Adolf Elling.

Der mit einer zwölf Jahre älteren Jüdin verheiratete Alwin Elling geriet im Laufe der Jahre bei den nationalsozialistischen Machthabern unter Druck, erhielt kaum mehr Spielfilm-Aufträge und konnte seinen Lebenserwerb nach 1938 fast nur noch mit der Herstellung von Lehrfilmen für die Wehrmacht verdienen. Kurz nach 1945 gingen er und seine jüdische Gattin Anna für einige Zeit in die USA, wo Elling in den ausgehenden 1940er Jahren als Schauspieler an Walter Wicclairs "Freier Bühne" wirkte. Wieder zurück in (der Bundesrepublik) Deutschland, konnte er nur schwer Anschluss an das Kinofilmschaffen der Bundesrepublik finden. Schließlich kehrte Alwin Elling in seine Heimatstadt Hannover heim.

Filme (als Ton- und Filmeditor)Bearbeiten

Filme (als Regisseur)Bearbeiten

  • 1932: Nur ein Viertelstündchen (Kurzfilm, auch Drehbuchmitarbeit)
  • 1932: Herr Direktor engagiert (Kurzfilm, auch Drehbuch)
  • 1935: Achte mir aufs Gakeki (Kurzfilm)
  • 1935: Eine Seefahrt, die ist lustig
  • 1936: Trau, schau, wem (Kurzfilm)
  • 1936: Befehl ist Befehl
  • 1936: Ein kleiner goldener Ring
  • 1936: Ballmutter (Kurzfilm)
  • 1936: Der lustige Witwenball (auch Drehbuchmitarbeit)
  • 1936: Meine Frau, die Perle
  • 1937: Karussell (auch Drehbuchmitarbeit)
  • 1937: Kein Wort von Liebe
  • 1938: Kleines Bezirksgericht
  • 1941: Ehe man Ehemann wird
  • 1943: Überwinden von Minensperren (Dokumentar- und Lehrfilm)
  • 1953: Sanatorium total verrückt (auch Drehbuchmitarbeit)
  • 1958: Er ging an meiner Seite (nur Produktion)

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten