Hauptmenü öffnen

Almuth Berger

deutsche Pfarrerin, DDR-Bürgerrechtlerin, Ausländerbeauftragte der DDR und des Landes Brandenburg
Almuth Berger 2013

Almuth Berger, geb. Brennecke (* 29. April 1943 in Tangermünde, Landkreis Stendal, Provinz Sachsen) ist eine deutsche Pfarrerin. Unter Hans Modrow und Lothar de Maizière war sie Ausländerbeauftragte der Deutschen Demokratischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Almuth Berger wuchs als Tochter von Theologen in Jerichow (Kreis Genthin) und später in Berlin auf. Sie studierte von 1961 bis 1966 Evangelische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1976 bis 1985 war sie Pastorin der St.-Michaelis-Gemeinde Magdeburg und danach bis 1990 der St.-Bartholomäus-Gemeinde in Berlin.

Seit 1976 war sie in der Friedensarbeit des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR tätig. Sie beteiligte sich an den Magdeburger Friedenssonntagen und war Mitbegründerin des Magdeburger Kreises „Frauen für den Frieden“. Seit 1986 war sie aktiv in der Ausländerarbeit und beteiligt an der ersten Begegnungsstätte für In- und Ausländer „Cabana“ in der St.-Bartholomäus-Gemeinde Berlin. Seit 2001 ist sie Mitglied des Beirats von INKOTA-netzwerk.

Ab 1987 arbeitete sie im Arbeitskreis „Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung“, aus dem im Herbst 1989 die Bürgerbewegung Demokratie Jetzt entstand. Berger war 1989/90 Delegierte von Demokratie Jetzt in der Arbeitsgruppe Ausländerfragen beim Zentralen Runden Tisch. Seit März 1990 war sie Staatssekretärin und Ausländerbeauftragte der Regierungen Modrow und de Maizière. Sie wurde im Jahr 1991 zur Ausländerbeauftragte des Landes Brandenburg berufen. Dieses Amt übte sie bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Oktober 2006 aus.

Almut Berger war verheiratet mit dem 2003 verstorbenen Theologen Christfried Berger. Sie hat drei Töchter und lebt in Berlin-Schmöckwitz.

EhrungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Auskunft des Bundespräsidialamtes