Aljona Sergejewna Kostornaja

russische Eiskunstläuferin
Aljona Kostornaja
Kostornaja beim Internationaux de France 2019
Voller Name Aljona Sergejewna Kostornaja
Nation Russland Russland
Geburtstag 24. August 2003 (19 Jahre)
Geburtsort Moskau, Russland
Größe 151 cm
Karriere
Disziplin Einzellauf
Verein Sambo-70
Trainer Eteri Tutberidse
Sergei Dudakow
Daniil Gleichenhaus
Ehemalige Trainer Jewgeni Pljuschtschenko
Sergei Rozanov
Choreograf Shae-Lynn Bourne
Sergei Rozanov
Status aktiv
Medaillenspiegel
EM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Europameisterschaften
Gold Graz 2020 Damen
Persönliche Bestleistungen
 Gesamtpunkte 247,59 Grand Prix Finale 2019/20
 Kür 162,14 Grand Prix Finale 2019/20
 Kurzprogramm 85,45 Grand Prix Finale 2019/20
Platzierungen im Eiskunstlauf Grand Prix
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Grand-Prix-Finale 1 0 0
 Grand-Prix-Wettbewerbe 2 2 1
letzte Änderung: 20. November 2021

Aljona Sergejewna Kostornaja (russisch Алёна Сергеевна Косторная; * 24. August 2003 in Moskau) ist eine russische Eiskunstläuferin. Sie ist die Europameisterin von 2020.

Sportlicher WerdegangBearbeiten

Kostornaja war laut eigener Aussage als Kind sehr aktiv und begann deshalb 2007 mit dem Eiskunstlaufen.[1][2] Zunächst wurde sie von Marina Tscherkassowa trainiert,[3][4] zur Saison 2011/2012[5] kam sie in das Moskauer Trainingszentrum Sambo-70 zu Jelena Schgun.[3] 2017 wechselte Kostornaja innerhalb von Sambo-70 in die Gruppe von Eteri Tutberidse und Sergei Dudakow,[3] der unter anderem auch Olympiasiegerin Alina Sagitowa, die zweifache Weltmeisterin Jewgenija Medwedewa und Juniorenweltrekordhalterin Alexandra Trussowa angehören.[1]

Im Februar 2017 nahm Kostornaja als Ersatzläuferin[6] erstmals an russischen Juniorenmeisterschaften teil und wurde 16. Nach dem Trainerwechsel konnte sie über den Sommer ihre Leistungsfähigkeit deutlich steigern, sodass sie im Oktober desselben Jahres erstmals an einem internationalen Wettkampf, dem ISU Junior Grand Prix (JGP) in Danzig, teilnehmen durfte. Dort gewann sie knapp vor ihrer Landsfrau Darja Panenkowa,[7] beim JGP im italienischen Neumarkt folgte wenige Tage später ein zweiter Platz.[8]

Damit war Kostornaja auch für das Grand-Prix-Finale der Junioren qualifiziert, welches Anfang Dezember im japanischen Nagoya stattfand. Dort verbesserte sie zunächst mit 71,65 Punkten den von Alina Sagitowa gehaltenen Juniorenweltrekord im Kurzprogramm, bevor ihre Landsfrau und Trainingspartnerin Alexandra Trussowa wenige Minuten später diese Marke wiederum überbot (73,25 Punkte).[9] In der Kür erzielte Kostornaja eine um etwa 0,5 Punkte bessere Wertung als Trussowa, addiert lag diese aber um etwa einen Punkt vorne, sodass Kostornaja Silber gewann. Zwei Wochen später wurde sie bei den russischen Meisterschaften der Erwachsenen in Sankt Petersburg Dritte.

Im neuen Jahr verlor Kostornaja bei den russischen Juniorenmeisterschaften Ende Januar erneut nur knapp gegen Trussowa. Im März trat sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Sofia an. Trotz einer persönlichen Bestleistung von insgesamt 207,39 Punkten lag sie als Zweite in der Endabrechnung diesmal recht deutlich hinter der Juniorenweltrekord laufenden Trussowa, die als erste weibliche Eiskunstläuferin überhaupt in ihrer Kür zwei Vierfachsprünge zeigte und so einen deutlich höheren technischen Wert erzielte.[10]

In der Saison 2019/20 qualifizierte sich Kostornaja durch Siege bei der NHK Trophy und beim Internationaux de France für das Grand-Prix-Finale, in dem sie ebenfalls die Goldmedaille gewann. Bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2020 holte sich die 16-Jährige im Januar 2020 im österreichischen Graz den Titel.[11] Im Juli 2020 vollzog Kostornaja einen Trainerwechsel zu Jewgeni Pljuschtschenko.[12] Im März 2021 wechselte Kostornaja jedoch zurück zu Eteri Tutberidse.[13]

 
Kostornaja bei der Siegerehrung der EM 2020

ErgebnisseBearbeiten

Meisterschaft / Saison 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22
Europameisterschaften 1.
Russische Meisterschaften 3. 3. 2.
Grand-Prix-Wettbewerb 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22
Grand-Prix-Finale 1.
NHK Trophy 1.
Internationaux de France 1. 2.
Rostelecom Cup 2.
Skate Canada 3.

Bei den Junioren (JGP: ISU Junior Grand Prix):

Wettbewerb/Saison 2016/17 2017/18 2018/19
Juniorenweltmeisterschaften 2.
Russische Meisterschaften 16. 2. 2.
Grand-Prix-Wettbewerb 2017/18 2018/19 2019/20
JGP Finale 2. 1.
JGP Polen 1.
JGP Italien 2.
JGP Cup of Austria 1.
JGP Czech Skate 1.

WeblinksBearbeiten

Commons: Aljona Kostornaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Алена Косторная: «Люблю прыжки, мне нравится ощущение полета». In: fsrussia.ru. 12. März 2018, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  2. Фигуристка Алена Косторная: Тутберидзе похвалила один раз за весь год. In: rsport.ria.ru. 29. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  3. a b c Алена Косторная: «Мне очень хочется стать нейрохирургом». In: fsrussia.ru. 7. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  4. Интервью с Алёной Косторной. In: tulup.ru. 28. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  5. Косторная Алёна Сергеевна. In: fskate.ru. Abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  6. СПИСОК УЧАСТНИКОВ ПЕРВЕНСТВА РОССИИ 2017 г. (Memento vom 17. Januar 2017 im Internet Archive)
  7. Junior Ladies Results. (Ergebnisse JGP Polen). In: isuresults.com. Abgerufen am 13. April 2018.
  8. Junior Ladies Results. (Ergebnisse JGP Italien). In: isuresults.com. Abgerufen am 13. April 2018.
  9. Александра Трусова из Рязани побила рекорд юниорского Гран-при по фигурному катанию. In: 7info.ru. 7. Dezember 2017, abgerufen am 13. April 2018 (russisch).
  10. Trusova rides pair of quads to world junior crown. In: web.icenetwork.com. 10. März 2018, abgerufen am 13. April 2018 (englisch).
  11. Eiskunstlauf EM in Graz: Schweizerin Alexia Paganini wird Vierte (26. Januar 2020)
  12. Russian figure skater Kostornaia leaves Tutberidze to join Plushenko camp. Abgerufen am 25. September 2020.
  13. Фигуристка Алена Косторная намерена вернуться в группу к Этери Тутберидзе. Abgerufen am 3. September 2021.