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Ali Salih as-Sa’di
Am 15. März 1963 war Ali Salih as-Sa’di Mitglied einer irakischen Delegierten zu Einheitsgesprächen in Kairo unter den Machthabern von Ägypten, Syrien und dem Irak. Von links nach rechts: Kamal el-Din Hussein von Ägypten, Unbekannter, Anwar as-Sadat von Ägypten, Abd al-Hakim Amer von Ägypten, ein irakischer Offizier, Ziad al-Hariri von Syrien, Nahid al-Qasim von Syrien, Gamal Abdel Nasser von Ägypten und Ali Salih al-Saadi vom Irak.
Ali Salih as-Sa’di

Ali Salih as-Sa’di(arabisch علي صالح السعدي; * 1928 in Bagdad; † 1977) war ein irakischer Politiker. Er war von Ende der 1950er Jahre bis zum Militärputsch vom 18. November 1963 Generalsekretär des irakischen Zweiges der Baath-Partei. Vom 8. Februar 1963 (Ramadan-Revolution) bis zum Militärputsch vom 18. November 1963 war er Vize-Ministerpräsident unter Ahmad Hasan al-Bakr, Innenminister und als Befehlshaber über die Nationalgarde (Al-Hars al-Qawmi) verantwortlich für ein Massaker. Mit parteipolitischen Manövern wollte er Ahmad Hasan al-Bakr als Ministerpräsident ablösen, was den Militärputsch vom 18. November 1963 provozierte und die Baath-Partei von der Macht im Irak entfernte.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Ali Salih as-Sa’di wurde in eine arabisch-kurdische Familie geboren. 1955 schloss er ein Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bagdad ab und trat in die Baath-Partei ein. Am 14. Juli 1958 stürzten Militärs um Abd al-Karim Qasim und die Irakische Kommunistische Partei Faisal II. Prominente Mitglieder der Baath-Partei übten handgreifliche Opposition zu Abd al-Karim Qasim, wodurch sie ins Exil gezwungen wurden. Im Oktober 1959 verletzte sich Saddam Hussein bei einem Attentat auf Abd al-Karim Qasim am Bein und ging über Syrien nach Kairo ins Exil. Ali Salih as-Sa’di blieb als Generalsekretär des irakischen Zweiges der Baath-Partei in Bagdad und gilt als Architekt des Sturzes von Abd al-Karim Qasim, eine Machtübernahme, zu der er später einräumte:

„We came to power on a CIA train.“

Ali Saleh Al Sa'adi.[1]

CIA-KomplizenschaftBearbeiten

Die National Security Agency stellte eine Liste angeblicher Kommunisten zusammen, die der Central Intelligence Agency, Nachrichtendienst von John F. Kennedy, vertreten von John McCone, vertreten von der Abteilung Naher Osten, James Hardesty Crichtfield dem irakischen Regime als Hitliste übergab.[2]

Bei Straßenkämpfen kamen in Bagdad zwischen 300 und 5.000 Sympathisanten der Kommunisten ums Leben.[3]

Parteipolitische ManöverBearbeiten

Im Oktober 1963 betrieb as-Sa'di auf dem gesamtarabischen Sechsten Parteitag (Nationalkongress) der Baath-Partei in Damaskus die Abwahl der Gründerväter Michel Aflaq und Salah ad-Din al-Bitar. Am 11. November beriefen as-Sa'di und seine Anhänger eine „außerordentliche Parteikonferenz“ ein, um Premier Ahmad Hasan al-Bakr und andere Rivalen aus der Partei auszuschließen. Bakr-treue Baath-Offiziere verhafteten sie, woraufhin am 13. November der as-Sa'di-Vertraute Wandawi, abgesetzter (aber nicht zurückgetretener) Chef der Nationalgarde, Ziele in Bagdad bombardierte und fünf Tage lang in der Hauptstadt wütete. Hassan al-Bakr rief den an sich rein repräsentativen Präsidenten Abd as-Sallam Arif zu Hilfe, der als Oberbefehlshaber der Armee mit dem Militärputsch vom 18. November 1963 wieder Ruhe und Ordnung herstellte.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sa'id K. Aburish, A Brutal Friendship: The West and the Arab Elite, New York: St. Martin's Press, 1998
  2. Karen M Paget, Patriotic Betrayal: The Inside Story, S. 287 in der Google-Buchsuche
  3. Ariel Ira Ahram, Proxy Warriors: The Rise and Fall of State-Sponsored Militias, S. 76 in der Google-Buchsuche
  4. Beth K. Dougherty, Edmund A. Ghareeb, Historical Dictionary of Iraq, S. 516 in der Google-Buchsuche