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Alexandra Marisa Wilcke

Alexandra Marisa Wilcke (* 18. Oktober 1968[1] andere Quellen 1972[2] in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Alexandra Marisa Wilcke wurde in Berlin als Tochter der Pan-Am-Stewardess Marianne Wilcke und des Schauspielers Claus Wilcke geboren. Sie hat zwei Geschwister: Nicolas Alexander Böll und Jessica. Als Kind hatte sie ihre ersten Auftritt bei den Karl-May-Festspielen (mit Gesang) in Bad Segeberg und in der ZDF-Serie Wagen 106. Daneben sprach sie viele Rollen in Jugendhörspielen für das Schallplatten-Label Europa, so beispielsweise die Rolle der Jo in der Hörspiel-Serie Fünf Freunde. Nach dem Abitur besuchte sie die Schauspielschule von Maria Körber und Joachim Kerzel in Berlin. Gesangsunterricht nahm sie bei Loren Driscoll, Susanne Fuhrmann und Kara Johnstad. In Oberhausen spielte sie die Hauptrolle in Peter Maffays Musical Tabaluga & Lilli. Weitere Theaterstationen waren die Staatstheater in Mainz, Wiesbaden, Kassel, das Theater des Westens, sowie die Ku'damm Bühnen in Berlin, das Grenzlandtheater Aachen, (wo sie 1998 auch mit dem Karl-Heinz-Walther-Preis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet wurde), die Komödien in Dresden, Frankfurt am Main sowie das Alte Schauspielhaus in Stuttgart.

Sie stand vor allem für Fernsehfilme und -serien vor der Kamera, so für die ZDF-Reihe Rotlicht – In der Höhle des Löwen (Hauptrolle), Ein Fall für zwei oder Kommt Mausi raus?! oder als singender Gypsy in der australischen Kinofilmproduktion Human Touch von Paul Cox.

Die Disney-Studios besetzten Alexandra Wilcke für den Gesangspart der Hauptrolle in der Neusynchronisation (die dritte Version von 1994) von Schneewittchen und die sieben Zwerge. Daneben sprach und sang sie Hauptrollen in den Trickfilmen Der König der Löwen und Pocahontas, wie auch in den jeweiligen Fortsetzungen. Außerdem synchronisierte Wilcke in verschiedenen Filmen Sarah Michelle Gellar, Kate Winslet, Sarah Shahi, Julia Stiles, Charlize Theron, Sherilyn Fenn, Juliette Lewis, Miranda Otto (in Herr der Ringe, Der Flug des Phoenix, Krieg der Welten), Bridget Moynahan in I, Robot, Lord of War Mira Sorvino und Eva Green in James Bond 007: Casino Royale, sowie Kelly Reilly in den Neuverfilmungen von Sherlock Holmes und in Flight. Sie erweckte durch ihre Stimme auch die Königin Tara im Animationsfilm der 20th Century Fox Epic – Verborgenes Königreich zum Leben und synchronisierte Evangeline Lilly in Antman.

2008 wurde sie für ihre Synchronisation von Julie Delpy für den deutschen Synchronpreis nominiert in Zwei Tage Paris. Ebenfalls 2008 begleitete sie eine Gruppe von freiwilligen Ärzten in das Dschungelgebiet der Maya in Mexiko (Yucatan) und produzierte ihren ersten Dokumentarfilm über deren Arbeit: Nächstenliebe im Gepäck. Nach den Hörbüchern … und flüstere mir vom Leben, … und tanze durch die Tränen, sowie diversen Hörspielproduktionen für den WDR, liest sie seit 2009 die Hörbücher der Hörbuch-Editionen von Bibi Blocksberg. 2009 gründete sie ihr eigenes Label Marisa-Music und produzierte in Indien und Deutschland Musik-CDs mit meditativer Musik. Zu feierlichen Anlässen interpretierte sie Lieder der Hildegard von Bingen aus ihrer CD Produktion "O aeterne Deus" unter anderem im Kölner Dom, im Bamberger Dom und im Alten Mainzer Dom; daraus entstand ein gleichnamiger Konzertabend, mit dem sie zusammen mit ihrem Bruder Nicolas und wechselnden Musikern durch Deutschland tourt.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Synchronisation (Auswahl)Bearbeiten

Miranda Otto

FilmeBearbeiten

SerienBearbeiten

DiskografieBearbeiten

  • Alexandra Marisa Wilcke – The Land Beyond My Dreams (2015)
  • Alexandra Marisa Wilcke – Die Seele der Steine (2015)
  • Marisa – O Life is sweet – Songs of Paramahansa Yogananda (2011)
  • Marisa – O Æterne Deus – Lieder der Hildegard von Bingen (2009)

Hörbücher (Auswahl)Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. gemäß Internet Movie Database
  2. Deutsche Synchronkartei: Deutsche Synchronkartei | Synchronsprecher | Alexandra Wilcke. Abgerufen am 12. Oktober 2017.

WeblinksBearbeiten