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Alexander Martschewski

bulgarisch-deutscher Schauspieler

Alexander Christo Martschewski (* November 1990[1][2]) ist ein bulgarisch-deutscher Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Martschewski ist bulgarischer Herkunft; er wuchs mit Deutsch und Bulgarisch als Muttersprachen auf. Sein Vater, der Regisseur Marin Martschewski, war Dozent für Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin.[3] Er besuchte das Schiller-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg.[4] Für seine Tätigkeit als Schauspieler nahm er an einem Filmworkshop bei der Filmakademie Ludwigsburg teil.[2] Er arbeitet für Film und Fernsehen.

Eine seiner ersten Filmarbeiten war die Rolle des Schülers Niklas Kromberg in der ZDF-Krimiserie Der letzte Zeuge. In der Folge Der Alptraum, die im November 2004 erstausgestrahlt wurde, spielte er den Sohn des V-Mannes Karl Kromberg (Herbert Knaup). Im Tatort: Todesbrücke (Erstausstrahlung: März 2005) übernahm er die Rolle des Schülers Jacob. 2007 war er in der ARD-Serie In aller Freundschaft in einer Episodenhauptrolle zu sehen. Er spielte den jugendlichen Patienten Paul Hegemann, der behauptet, von seinem Vater eine Treppe heruntergestoßen worden zu sein, und möglicherweise ein Opfer häuslicher Gewalt wurde. In dem Sat1-Film Der Amokläufer – Aus Spiel wird Ernst (2008) spielte er den „aufmüpfigen“ Schüler Maximilian Oppermann, den Sohn eines Millionärs, der seine Mitschüler „grausam“ mobbt und schikaniert.[5][6]

In dem Kurzfilm Heimkommen (2012) spielte er den jungen Robert, dessen Freundin bei einem Verkehrsunfall stirbt und der seiner jüngeren Schwester die Schuld daran gibt.[7] Beim Deutschen Kurzfilmpreis 2012 erhielt Heimkommen den Preis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit von sieben bis 30 Minuten.[7] Die Jury lobte insbesondere die beiden Hauptdarsteller Mia Plappert und Alexander Martschewski.[7]

In dem Spielfilm Quellen des Lebens von Oskar Roehler aus dem Jahr 2013, der am 14. Februar 2013 in die deutschen Kinos kam, hatte Martschewski eine Nebenrolle.

Weitere Episodenrollen hatte Martschewski in den Fernsehserien Deadline – Jede Sekunde zählt (2008; als Schüler Tim Trägert), SOKO Wismar (2011) und Krimi.de (2012; als Bruder des sexuell missbrauchten 15-jährigen Mädchens Selina, der sich schließlich als ihr Peiniger herausstellt). Im Dezember 2015 war Martschewski erneut in einer Episodenrolle in SOKO Wismar zu sehen; er spielte einen Informatikstudenten und Hobby-Bastler im Wismarer Reparatur-Café, der sich um die Gesundheit seines Großvaters (Michael Tregor) sorgt. Eine weitere Episodenrolle hatte er in der ZDF-Serie SOKO Köln; in der Folge Verbrannt (Erstausstrahlung: Januar 2017) spielte er den jungen Martin Borger, dessen Freundin bei einem Brand ums Leben kommt. In der 6. Staffel der ZDF-Serie Letzte Spur Berlin (2017) übernahm er eine Episodenrolle als junger russischer Piroggen-Verkäufer Andrej und Freund der Polizeiermittlerin Lucy Elbe (Josephin Busch).

In der ZDF-Krimireihe Ein starkes Team (Erstausstrahlung: Dezember 2017) war er in einer Nebenrolle als Daniel zu sehen, ein junger Mann, der in die geplante Entführung einer Unternehmertochter verwickelt ist. Mitte Januar 2018 wurde eine Folge der ZDF-Serie Notruf Hafenkante ausgestrahlt, in der Martschewski eine Episodennebenrolle als Amateur-Pornodarsteller Joe hatte. Im September 2018 war er in der 21. Staffel der TV-Serie In aller Freundschaft in einer Episodenhauptrolle zu sehen; er spielte den frischverheirateten Jens Rücker, der nach einem schweren Motorradunfall um sein Leben kämpft.

Martschewski lebt in Berlin und Dresden.[2]

FilmografieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alexander Martschewski Eintrag bei vollfilm.com. Abgerufen am 20. Dezember 2015
  2. a b c Alexander Martschewski Profil bei e-TALENTA. Abgerufen 20. Dezember 2015
  3. MEIN PLATZ: ALEXANDER MARTSCHEWSKI UND DAS ARBEITSZIMMER SEINES VATERS in: Berliner Zeitung vom 20. April 2013.
  4. 7. Klassenstufe Schiller-Gymnasium Charlottenburg. QuerKlang 2003/2004. Abgerufen 20. Dezember 2015
  5. Der Amokläufer - Aus Spiel wird Ernst Handlungsbeschreibung bei prisma.de. Abgerufen am 20. Dezember 2015
  6. Durchwachsen: Sat 1 Film: Der Amokläufer. Filmkritik bei moviepilot.de. Abgerufen am 20. Dezember 2015
  7. a b c Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für das rbb movie „Heimkommen“. Offizielle Internetpräsenz rbb vom 30. Oktober 2012. Abgerufen 20. Dezember 2015