Alexander Genrichowitsch Borodjuk

russischer Fußballspieler

Alexander Genrichowitsch Borodjuk (russisch Александр Генрихович Бородюк; * 30. November 1962 in Woronesch) ist ein ehemaliger russischer Fußballspieler und nunmehriger -trainer. Er spielte für die Auswahlmannschaften der Sowjetunion und Russlands, mit denen er zwei Weltmeisterschaften teilnahm. Zudem wurde er 1988 Olympiasieger mit der Auswahl der Sowjetunion.

Alexander Borodjuk
Aleksandr Borodyuk 2011.jpg
Alexander Borodjuk (2011)
Personalia
Name Alexander Genrichowitsch Borodjuk
Geburtstag 30. November 1962
Geburtsort WoroneschRussische SFSR, Sowjetunion
Größe 184 cm
Position Angriff, Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1979 Fakel Woronesch 0 0(0)
1980–1981 Dynamo Wologda 58 (12)
1982–1989 FK Dynamo Moskau 187 (57)
1989–1993 FC Schalke 04 124 (41)
1994–1995 SC Freiburg 20 0(2)
1996 Hannover 96 16 0(3)
1997–1999 Lokomotive Moskau 32 (13)
1999 Torpedo SIL 12 0(1)
2000 Krylja Sowetow Samara 20 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1987–1991 Sowjetunion 13 0(2)
1992–1994 Russland 8 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2001–2002 Krylja Sowetow Samara
2002–2005 Russland (interim)
2005–2006 Russland (Co-Trainer)
2005–2007 Russland U-21
2007–2012 Russland (Co-Trainer)
2012 FK Dynamo Moskau
2013–2014 Torpedo Moskau
2016 FK Qairat Almaty
2017–2018 Kasachstan
2020 SV Horn
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

KarriereBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

VereinBearbeiten

Borodjuk begann seine Laufbahn 17-jährig beim Zweitligisten Fakel Woronesch, nach einer weiteren kurzen Station bei Dynamo Wologda kam er 1982 zum sowjetischen Hauptstadtclub Dynamo. Borodjuk gewann mit Dynamo 1984 den sowjetischen Pokal, er entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zum Topstürmer der sowjetischen Liga, so dass westeuropäische Vereine auf ihn aufmerksam wurden.

Borodjuk wechselte 1989 zum FC Schalke 04, zunächst in der 2. Liga, wo er in 61 Spielen 29 Tore erzielte. Er war damit der erste russische Spieler, der in die Bundesliga wechselte. Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga absolvierte er dort bis 1994 insgesamt 63 Spiele (12 Tore).

In der Saison 1993/1994 wechselte Borodjuk zum SC Freiburg, für die er 20 Partien als Mittelfeldspieler bestritt. Sein letztes Fußballjahr in Deutschland erlebte er, wiederum als Stürmer, in der Saison 1995/1996 bei Hannover 96, bevor er zurück nach Russland zu Lok Moskau ging. 1997 gewann er dort den russischen Pokal, 1999 spielte er ein Jahr für Torpedo-SIL Moskau, um 2000 seine Karriere bei Krylja Sowetow Samara ausklingen zu lassen.

NationalmannschaftBearbeiten

Für die Sowjetunion nahm er 1990 an der Fußball-Weltmeisterschaft teil (1 Spiel/0 Tore), ebenso für Russland bei der WM '94 (2 Spiele/0 Tore).

Als TrainerBearbeiten

Seit 2001 arbeitete Borodjuk als Trainer in seiner Heimat; zuerst bis 2002 als Assistent bei Krylja Sowetow Samara und danach als Verbandstrainer seiner Heimat. Zuerst war er von 2002 bis 2005 Co-Trainer der russischen Nationalelf, als nach der Nichtqualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 der bisherige Cheftrainer Sjomin entlassen wurde, übernahm er übergangsweise bis zum Beginn des Engagements des designierten Nachfolgers Guus Hiddink das Amt des russischen Nationaltrainers und wurde gleichzeitig regulärer U-21-Coach Russlands. Anfang 2007 wechselte er vom U-21-Posten wieder auf den Co-Trainerposten der A-Auswahl. Ab Januar 2016 trainierte er den FK Qairat Almaty aus Kasachstan, der zu den erfolgreichsten Vereinen der Premjer-Liga zählt. Bereits nach drei Spielen entließ der Verein Borodjuk wieder.

Zur Saison 2020/21 wurde er Trainer des österreichischen Zweitligisten SV Horn.[1] Nach nur einem Monat und drei Spielen als Trainer verließ er Horn im September 2020, um wieder Nationaltrainer zu werden.[2]

WeblinksBearbeiten

Commons: Aleksandr Borodyuk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. +++Breaking News+++ svhorn.at, am 11. August 2020, abgerufen am 11. August 2020
  2. Alexander Borodjuk verlässt den SV Horn! svhorn.at, am 23. September 2020, abgerufen am 23. September 2020