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  • Alentejo
  • Teil des Ribatejo in der NUTS-2-Region Alentejo
  • Teil des Ribatejo in der NUTS-2-Region Zentrum
  • Teil des Ribatejo in der Metropolregion Lissabon
  • Landschaft im Alentejo

    Der Alentejo ([ɐlẽ'tɛʒu], portugiesisch für „jenseits des Tejo“) ist eine ungefähr 31.550 km² große (= ca. 33 % Kontinentalportugals), aber nur dünn besiedelte (= ca. 7,6 %) Region im Süden Portugals. Sie umfasst die Distrikte Portalegre, Évora und Beja, Teile der Distrikte Lisboa (Gemeinde Azambuja) sowie die Südteile der Distrikte Santarém und Setúbal.

    Inhaltsverzeichnis

    GeographieBearbeiten

    LageBearbeiten

    Nachbarregionen sind die Região Centro im Norden, Região de Lisboa im Westen und Algarve im Süden. Im Osten grenzt der Alentejo an Spanien, im Westen liegt der Atlantische Ozean; von dort steigt das Landschaftsprofil in Richtung Osten mehr und mehr an und erreicht in der Serra de São Mamede nahe der Grenze zu Spanien mit 1025 m die größte Höhe.

    BödenBearbeiten

    Der Westen des Alentejo hat sandige Böden sowie etwas häufigere Niederschläge (ca. 700 mm/Jahr) und kann für den Anbau von Getreide und Ölsaaten genutzt werden. Der Osten dagegen hat steinige und felsige Untergründe (Granit und Schiefer); hier dominiert der Weinbau. Im Süden steht die Viehzucht auf dem häufig mit Kork- und Steineichen bewachsenen Gelände eindeutig im Vordergrund.

    FlüsseBearbeiten

    Im Südwesten des Alentejo gibt es außer den beiden Küstenflüssen Río Sado und Río Mira nur wenige Oberflächengewässer. Im Osten begrenzt der Río Guadiana, der im riesigen Alqueva-Stausee gestaut wird, streckenweise das Gebiet. Im Norden und Nordosten des Alentejo sind kleinere Fließgewässer häufiger.

    VerwaltungBearbeiten

     
    Atlantikküste bei Melides
     
    Portalegre
     
    Mértola

    GliederungBearbeiten

    Die Region unterteilt sich in fünf statistische Unterregionen:

    Der Alentejo hat 58 Kreise (concelhos).

    Größte GemeindenBearbeiten

    Gemeinde Einwohner
    (Census 2011)
    Évora 57.073
    Beja 35.730
    Portalegre 24.973
    Elvas 23.087
    Montemor-o-Novo 17.409
    Sines 13.225
    Vendas Novas 11.080
    Grândola 10.660
    Vila Nova de Santo André 10.605
    Ponte de Sor 8.943
    Mértola 2.824

    WirtschaftBearbeiten

    Im Vergleich mit dem BIP pro Kopf der EU ausgedrückt in Kaufkraftparität erreicht die Region einen Index von 70 (EU-28=100) (2015).[1] Damit gehört sie zu den ärmsten Regionen Westeuropas, die Wirtschaftsstruktur ist hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. In den 1950er bis 1980er Jahren wanderten viele junge Männer aus der Region nach Lissabon ab oder gingen als Gastarbeiter ins Ausland (z. B. nach Frankreich, England oder in die Bundesrepublik Deutschland). Das Hauptanbaugebiet von Korkeichen in ganz Portugal befindet sich zum Großteil in der Region Alentejo, des Weiteren auch in der benachbarten Algarve. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts haben die Weine des Alentejo eine internationale Bedeutung erlangt; auch Olivenplantagen spielen eine gewisse Rolle.

    Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 8,4 %.[2]

    GeschichteBearbeiten

    Der Alentejo war schon in der Jungsteinzeit besiedelt; davon zeugen zahlreiche Megalithbauten und Menhire. Auch die Römer ließen sich hier nieder und gründeten Städte, darunter Évora, Elvas, Ammaia und Miróbriga sowie zahlreiche Landgüter (villae rusticae).[3] Im 8. und 9. Jahrhundert kamen die Mauren, von denen jedoch nur wenige Siedlungsspuren blieben; sie wurden im Rahmen der Reconquista im 12. Jahrhundert sukzessive nach Süden abgedrängt und mit der Eroberung Faros (1272) gänzlich aus Portugal vertrieben. Von 1580 bis 1640 war das Königreich Portugal mit dem Königreich Spanien in Personalunion vereinigt. Im 19. und 20. Jahrhundert wanderten viele Bewohner des Alentejo aus oder verdingten sich als Gastarbeiter in anderen Ländern Europas.

    SehenswürdigkeitenBearbeiten

    FilmBearbeiten

    • Montados – Portugals Urwälder. (OT: Natural World: Creatures of the Cork Forest.) Dokumentarfilm, Großbritannien, 2011, 46:30 Min., Regie: Tim Martin, Produktion: BBC Earth, deutsche Erstsendung: 1. Dezember 2011 bei arte, Inhaltsangabe von SRF, online-Videos von BBC.
    • Alentejo, Alentejo, Dokumentarfilm (2014)

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Alentejo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
      Wiktionary: Alentejo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Eurostat. Abgerufen am 22. August 2018.
    2. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.
    3. Römer im Alentejo – Fotos + Infos
    4. Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
    5. Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).