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Albert West (1975)

Albert West, eigentlich Albert Westelaken, (* 2. September 1949 in ’s-Hertogenbosch; † 4. Juni 2015 in Tilburg) war ein niederländischer Popsänger und Musikproduzent.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre war Albert West Sänger der Band The Shuffles. Diese hatte 1969 mit Cha La La, I Need You ihren Durchbruch. Das Lied war ein großer Hit in den Niederlanden und erreichten Platz zwei der Charts. Die deutsche Version des Liedes, Sha La La I Love You, war 1970 der zweite große Hit der Flippers.

Einige weitere Hits wie Bitter Tears, Without You und The Way Music Goes folgten 1970, dann startete West 1972 eine Solokarriere. Auf Anhieb gelang ihm ein großer internationaler Hit mit seiner Version von Ginny Come Lately, im Original von Brian Hyland (1962). In Deutschland erreichte er Platz 13 der Hitparade, in seiner Heimat Platz 4 und in Österreich war das Lied sogar drei Monate auf Platz 1. In Österreich war West dann auch zunächst am erfolgreichsten. Die Nachfolgesingles Tell Laura I Love Her, im Original von Ray Peterson (1960), und Sheila erreichten 1974 ebenfalls die Chartspitze, während in Deutschland das Interesse rapide nachließ. Daran änderten auch Aufnahmen in deutscher Sprache nichts. Danach war er nur noch in den Niederlanden erfolgreich.

Neben weiteren Coveraufnahmen nahm er mit You and Me auch am nationalen Vorentscheid zum Grand Prix d’Eurovision teil, scheiterte aber am späteren Grand-Prix-Sieger Teach-In. Zwischen 1973 und 1977 hatte West zwölf Top-30-Hits in den Nederlandse Top 40. Die Suche nach einem eigenen Stil in den folgenden Jahren, in denen er weiterhin regelmäßig veröffentlichte, wurde allerdings nicht mit höheren Platzierungen belohnt.

Mitte der 1980er Jahre betätigte sich der Niederländer auch erfolgreich als Produzent der „BB Band“. Und schließlich startete er mehrere Projekte mit internationalen Künstlern. Das erste, die Zusammenarbeit mit Albert Hammond, mit dessen größtem Hit Free Electric Band er 1973 noch um die Chartplatzierungen kämpfte, war die erfolgreichste. Die Single Give a Little Love erreichte Platz 6 in den Niederlanden. Geschrieben worden war das Lied von Hammond und Erfolgskomponistin Diane Warren. Das gemeinsame Album Hammond & West kam auf Platz 4 der Albumcharts und war das erfolgreichste in Wests Karriere. Sehr erfolgreich war aber auch das 1988er Album West & Friends, auf dem er mit Interpreten wie Brian Hyland, Helen Shapiro und Tony Christie zusammen sang. Es wurde mit Gold ausgezeichnet.

Mit den 1990er Jahren begann dann Wests Karriere beim Fernsehen. Er moderierte Spielshows und Veranstaltungen und ab 1995 hatte er mit Op Nieuwe Toeren eine Sendung mit niederländischer Musik. 1998 feierte er in einer Fernsehshow sein 35-jähriges Jubiläum als Musiker.

2003 wurde Albert West zum Ridder in de Orde van Oranje-Nassau für sein musikalisches Schaffen wie auch seinen Einsatz für Wohltätigkeitsprojekte und Hilfsorganisationen ernannt.[1]

Nach zwölf Jahren Hitparadenabstinenz hatte er zuletzt 2005 einen Erfolg mit dem Titel Amarillo, einem Remix seiner Aufnahme des Tony-Christie-Hits, der es mit Unterstützung eines Bierwerbespots bis auf Platz 13 der niederländischen Charts brachte.

2012 erlitt Albert West einen Rückenmarksinfarkt, von dem er sich nicht vollständig erholte. 2015 starb er im Alter von 65 Jahren an den Folgen eines Fahrradunfalls.[2]

West war verheiratet und hatte zwei Kinder.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel
Musiklabel
Charts[3] Anmerkungen
Niederlande  NL
1981 A Part of Me
CNR 655.128
37
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1981
Produzent: Martin Duiser
1986 Hammond & West
K-tel 227
4
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1986
mit Albert Hammond
1988 West & Friends
Arcade 3290
5
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1988
Produzent: Piet Souer

Weitere Studioalben

  • 1974: First Album (Embassy 31053)
  • 1975: Portrait (CBS 80616)
  • 1975: Golden Country Hits / Albert West op z’n best (CBS 80979 / 13137)
  • 1976: My Dear Rose (CBS 81120)
  • 1976: Memory of Life (CBS 81256)
  • 1979: Hand in Hand (Philips 6423 132)
  • 1986: Albert West (CNR 658.017)
  • 1991: Endless Summernights (Polydor 511 356)
  • 1995: Alleen voor jou (United Talent 403032)

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel
Musiklabel
Charts[3] Anmerkungen
Niederlande  NL
1989 25 jaar Albert West
Arcade 4040
80
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1989
1993 1968–1993: 25 Years of Hits
RPC Entertainment 9351
52
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1993
Doppelalbum

Weitere Kompilationen

  • 1973: Golden Best of Albert West (CBS 65873)
  • 1974: More Golden Best of Albert West (CBS 80415)
  • 1978: 20 Greatest Hits (CBS 81627)
  • 1988: Greatest Hits (Columbia 462649; VÖ: 29. Mai)
  • 1991: The Very Best Of (Hammond, West & Friends; Diamond 5770)
  • 1994: More Greatest Hits (Columbia 477870; VÖ: 21. Oktober)
  • 1999: 35 jaar artiest 1964–1999 (2 CDs; Arcade 110722)
  • 2003: Songs I Love to Share (Visco 3013)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Niederlande  NL
1973 Ginny Come Lately
Portrait
13
(9 Wo.)
1
(24 Wo.)
4
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1973
Autoren: Gary Gelp, Peter Udell
Original. Brian Hyland; 1962
Tell Laura I Love Her
Portrait
49
(1 Wo.)
1
(16 Wo.)
8
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1973
Autoren: Ben Raleigh, Jeff Barry
Original: Ray Peterson, 1960
Put Your Head on My Shoulder
Portrait
300! 300! 9
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1973
Autor und Original: Paul Anka
1974 Just One of Life’s Little Tragedies
First Album
300! 300! 30
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1974
Autoren: Albert West, J. J. Muso, Job Maarse
Sheila
Golden Best of Albert West
300! 1
(20 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Mai 1974
Autor und Original: Tommy Roe, 1960
It Keeps Right on a Hurtin’
Portrait
300! 300! 30
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1974
Autor: Johnny Tillotson
Original: Boots Randolph, 1960
Simone
Portrait
300! 300! 15
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1974
Autoren / Original: England Dan & John Ford Coley, 1972
1975 You and Me
Portrait
300! 300! 10
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1975
Autoren: Jacques Zwart, Job Maarse
For the Good Times
My Dear Rose
300! 300! 11
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1975
Autor: Kris Kristofferson
Original: Bill Nash, 1968
My Dear Rose
My Dear Rose
300! 300! 16
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1975
Autoren: Albert Hammond, Peter Philbin
1976 I Love You Baby
20 Greatest Hits
300! 300! 15
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1976
Autor und Original: Paul Anka
Memory of Life
Memory of Life
300! 300! 11
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1976
Autor: Hans Vermeulen
1977 Listen
20 Greatest Hits
300! 300! 26
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1976
Autoren: Albert West, J. J. Muso
1980 Girls and Cadillacs
300! 300! 23
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1980
Autoren: Arnie Treffers, Tony Britnell
1981 Don’t Say You Leave This Summer
A Part of Me
300! 300! 26
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1981
Autor: Gregory Elias
1984 Hot Havanna Nights
Albert West
300! 300! 38
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1984
Autor: unbekannt
1985 Munich Night
Albert West
300! 300! 33
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1985
Autor: Chris Andrews
1986 Give a Little Love
Hammond and West
40
(9 Wo.)
300! 6
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1986
mit Albert Hammond und dem
Junior Choir of the British School
Autoren: Diane Warren, Albert Hammond
1993 Mockin’ Bird Hill
1968–1993: 25 Years of Hits
300! 300! 24
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1993
Autor: Vaughn Horton
Original: Beaver Valley Sweethearts & Pinetoppers, 1949
2005 Amarillo (Remix)
300! 300! 13
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 2005
Autoren: Neil Sedaka, Howard Greenfield
Original: Tony Christie, 1971

Weitere Singles

  • 1972: Sunday
  • 1972: Gonna Meet My Girl (Sha-La-La)
  • 1973: Küsse im Mondschein (Ginny Come Lately)
  • 1973: Mit einem Kuss (Sealed with a Kiss)
  • 1974: Malano
  • 1974: Drown Me
  • 1975: Heimweh nach gestern ist Heimweh nach dir …
  • 1977: 9.999.999 Tears
  • 1978: Broken White Line
  • 1979: I Think I’m Gonna Love You Again
  • 1979: Hand in Hand
  • 1979: Wheels Turn Pictures
  • 1980: Together We Rock, Together We’ll Roll
  • 1981: A Voice in the Wilderness
  • 1982: Love Is Sweeter Than Wine
  • 1982: Magical
  • 1982: Danny Boy
  • 1982: You (You Are the Only One)
  • 1983: Treat Me Gently in the Morning
  • 1983: Love Hangs by a Thread
  • 1985: Dance On Little Girl
  • 1986: Tears
  • 1986: Air Disaster (mit Albert Hammond)
  • 1987: We Belong Together (mit Albert Hammond)
  • 1987: Secrets of the Night (mit Albert Hammond)
  • 1988: Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini (mit Brian Hyland)
  • 1988: Is This the Way to Amarillo? (mit Tony Christie)
  • 1989: There May Be (De repente el amor) (mit Niki)
  • 1991: Slow River
  • 1991: Endless Summernight
  • 1992: Dancing in the Moonlight
  • 1992: Cha La La I Need You
  • 1993: Ob La Di, Ob La Da
  • 1995: The Future Starts Today (mit The Dutch Scouts Choir)
  • 1996: In de zon
  • 1996: Ik ga met je mee
  • 1998: Ay no digas
  • 2003: Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini (mit Band Zonder Banaan)
  • 2005: Knock 3 Times

QuellenBearbeiten

  1. Königliches Band für Albert West bei omroepbrabant.nl, abgerufen am 13. Juni 2019.
  2. Sänger Albert West (65) starb an den Folgen eines Fahrradunfalls bei nu.nl/muziek, abgerufen am 13. Juni 2019.
  3. a b c Chartquellen: DE1 DE2 AT NL (Singles) NL (Alben)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Albert West – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien