Albert S. D’Agostino

US-amerikanischer Szenenbildner

Albert S. D’Agostino (* 27. Dezember 1892 in New York City; † 14. März 1970 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Filmarchitekt.

LebenBearbeiten

Albert S. D’Agostino studierte Architektur und Mechanical Design an der Columbia University und am Mechanics Institute in seiner Heimatstadt New York.[1] Ab 1915 war er zunächst als Bühnenbildner beim Theater tätig. Als solcher konnte er sich auch am Broadway behaupten. 1918 stieg er ins Filmgeschäft ein, wo er als assistierender Szenenbildner bei MGM Fuß fassen konnte. Als die Tonfilmära anbrach, war er als Filmarchitekt bei kleinen Produktionsfirmen beschäftigt. Von 1934 bis 1936 arbeitete bei Universal Pictures, wo er häufig für die Filmbauten von Horrorfilmen wie Der Werwolf von London (1935) und Draculas Tochter (1936) zuständig war. 1938 erhielt er schließlich einen Vertrag bei RKO Pictures, wo er in den 1940er Jahren Van Nest Polglase als leitenden Art Director des Studios ablöste und bis 1958 angestellt war. Ähnlich wie Polglase war D’Agostino bekannt dafür, trotz oft knapper Budgets aufwändige Filmbauten zu erschaffen und diese mittels metaphorischer Bildsprache dem psychologischen Zustand der Filmfiguren anzupassen.[2]

Im Laufe seiner Karriere war D’Agostino an mehr als 380 Filmproduktionen beteiligt, arbeitete für namhafte Regisseure wie Orson Welles, Alfred Hitchcock, Jacques Tourneur, Robert Siodmak und Otto Preminger und wurde fünfmal für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild nominiert, unter anderem für Welles’ Film Der Glanz des Hauses Amberson (1942). Er starb 1970 im Alter von 77 Jahren in Los Angeles.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

Albert S. D’Agostino war in seiner Karriere fünfmal für den Oscar in der Kategorie Bestes Szenenbild nominiert:

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael L. Stephens: Art Directors in Cinema. A Worldwide Biographical Dictionary. McFarland, 1998, ISBN 0-7864-0312-8, S. 66.
  2. vgl. Gary Dorst in Cinefantastique, 1971, auf filmreference.com