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Afrikaner Weerstandsbeweging

Rechtsextreme Bewegung in Südafrika
Afrikaner Weerstandsbeweging
Afrikaner Weerstandsbeweging.svg
Partei­vorsitzender Steyn von Rönge
Gründungs­ort Heidelberg, Südafrika
Haupt­sitz Ventersdorp, Südafrika
Zeitung Die sweepslag
Aus­richtung Rechtsextremismus
Farbe(n) Rot, Weiß, Schwarz
Website www.awb.co.za
Demonstration der AWB in Pretoria (1990)

Die Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB; englisch: Afrikaner Resistance Movement; deutsch etwa: „Afrikaaner Widerstandsbewegung“) ist eine rechtsextreme Burenbewegung in Südafrika.

Sie wurde 1973 von Eugène Terre’Blanche gegründet und versuchte mit gewaltsamen Aktionen, das Ende der Apartheid zu verhindern. 1991 beteiligte sich die AWB an der Schlacht von Ventersdorp (Battle of Ventersdorp), in deren Verlauf die Polizei auf weiße Südafrikaner schoss. Hierbei starben drei Mitglieder der AWB.[1] 1993 stürmten AWB-Anhänger das World Trade Center in Kempton Park, wo Verhandlungen über die demokratische Zukunft Südafrikas stattfanden, und verübten mehrere Bombenattentate. 1994 versuchte die Bewegung vergeblich gemeinsam mit dem damaligen Staatschef des Homelands Bophuthatswana, Lucas Mangope, die anstehenden freien Wahlen zu verhindern. Dabei erschossen AWB-Mitglieder in Mmabatho, der Hauptstadt Bophuthatswanas, einige Passanten.

Die Mitgliederzahl der einst über 70.000 Unterstützer zählenden Organisation wurde im Jahr 2003 nur noch auf wenige hundert geschätzt, die jedoch als gewaltbereit galten. Führerkult und das Symbol der Organisation, eine gestalterisch an die Hakenkreuzflagge angelehnte Triskele, erinnern an die deutschen Nationalsozialisten. Terre’Blanche blieb bis zu seiner Ermordung am 3. April 2010 Chef der AWB. Steyn van Ronge trat seine Nachfolge an.

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EinzelnachweiseBearbeiten