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Aerolinee Itavia

Ehemalige italienische Fluggesellschaft
Itavia
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Handley Page Herald der Itavia
IATA-Code: IH
ICAO-Code: IH
Rufzeichen: ITAVIA
Gründung: 1958
Betrieb eingestellt: 1980
Sitz: Rom
Heimatflughafen:

Flughafen Rom-Ciampino

Flottenstärke: 9
Ziele: national und international
Itavia hat den Betrieb 1980 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Aerolinee Itavia war eine italienische Fluggesellschaft mit Sitz in Rom.

Douglas DC-3 I-TAVO der Itavia, 1964

GeschichteBearbeiten

Itavia wurde 1958 in Rom als Società di Navigazione Aerea Itavia gegründet und nahm ein Jahr danach vom Flughafen Rom-Urbe aus den Flugbetrieb auf Inlandsstrecken auf. 1961 stellte man den Flugbetrieb vorübergehend ein, um 1962 unter der Bezeichnung Aerolinee Itavia wieder an den Start zu gehen. 1965 wurde der Betrieb aus finanziellen Gründen abermals für einige Monate ausgesetzt.

Bis 1980 war Itavia vorwiegend auf Inlandsstrecken mit Flugzeugen vom Typ Douglas DC-9 (Serie 10) tätig.

Nach dem ominösen Flugzeugabsturz von Ustica am 27. Juni 1980 stellte die Gesellschaft im Dezember gleichen Jahres den Flugbetrieb ein, im Januar 1981 entzog das italienische Verkehrsministerium auch die entsprechende Lizenz.

Kurz nach dem Absturz von Flug 870 wurde mit Unterstützung der Alitalia die Nachfolgegesellschaft Aermediterranea gegründet. Diese Airline ging 1994 in der Alitalia auf.

FlotteBearbeiten

ZwischenfälleBearbeiten

 
Die 1974 verunglückte Fokker F28-1000 Fellowship I-TIDE der Itavia
 
Die 1980 verunglückte Douglas DC-9-15 I-TIGI der Itavia

Bei Itavia kam es von 1960 bis zum Betriebsende 1980 zu 6 Totalschäden von Flugzeugen. Bei 4 davon kamen 138 Menschen ums Leben.[2]

  • Am 30. März 1963 flog die Douglas DC-3 (Kennzeichen I-TAVI) bei schlechtem Wetter in den Berghang des Monte Vale Rotonote, 85 km südöstlich von Rom. Alle acht Personen an Bord wurden getötet.[4]
  • Am 4. November 1970 verunglückte eine Handley Page Herald (Kennzeichen I-TIVE) bei der Landung auf einem Trainingsflug am Flughafen Rom-Ciampino, als ein Triebwerk ausfiel. Die beiden Piloten, einzige Insassen der Maschine, überlebten den Unfall. Die schwer beschädigte Maschine wurde stillgelegt, zur Ersatzteilgewinnung benutzt und 1974 schließlich verschrottet.[5]
  • Am 1. Januar 1974 geriet die Fokker F28-1000 Fellowship I-TIDE beim Anflug auf den Flughafen Turin zu tief, streifte 3,7 km südlich davon Bäume sowie ein Gebäude und stürzte in Rückenlage ab. Von den 42 Personen an Bord wurden 38 getötet.[6]
  • Am Abend des 27. Juni 1980 stürzte eine Douglas DC-9-15 (I-TIGI) auf dem Itavia-Flug 870 nördlich der italienischen Insel Ustica auf dem Wege von Bologna nach Palermo aus zunächst ungeklärter Ursache ins Tyrrhenische Meer. Alle 81 Personen an Bord kamen ums Leben. Obwohl zahlreiche Hinweise für einen Abschuss der Maschine durch in der Nähe befindliche Kampfflugzeuge sprechen, konnte eine vollständige Aufklärung nie erreicht werden.[8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. jp airline fleets international 1967–1979
  2. Unfallstatistik Itavia, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. August 2018.
  3. Unfallbericht DH.114 Heron I-AOMU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 19. Januar 2016.
  4. Unfallbericht DC-3 I-TAVI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2016.
  5. Unfallbericht HP Herald I-TIVE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2016.
  6. Unfallbericht F28-1000 I-TIDE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2016.
  7. Unfallbericht F28-1000 I-TIDA, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. Februar 2016.
  8. Unfallbericht DC-9-15 I-TIGI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 3. August 2018.