Hauptmenü öffnen
De Havilland D.H.89 Dragon Rapide (HB-APU) des AeCS 1961 auf dem Flughafen Zürich

Der Aero Club der Schweiz (kurz AeCS) ist der Schweizer Dachverband des Flugsports und der Leichtaviatik.

Er repräsentiert die Sparten Motorflug und Segelflug, Modellflug, Ballonfahren, Fallschirmspringen sowie Ultraleichtflugzeuge, Helikopter und Experimentelle Aviatik. Der Aero-Club der Schweiz wurde bereits 1901 gegründet und ist ebenfalls Gründungsmitglied der FAI Féderation Aéronautique Internationale seit 1905. Sein Sitz ist seit 1973 im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, wo der AeCs sich auch in der Halle Luft und Raumfahrt präsentiert und das Patronat der jährlich stattfindenden Air&Space Days übernimmt.

Der Verband verfügt über eine umfassende, digitale Datensammlung aller Ausgaben seines Publikationsorganes Aero-Revue seit der ersten Ausgabe im August 1906 wie auch des Tilgenkamp Kompendiums in 3 Bänden aus dem Eigenverlag 1942.

Vom Bund ist er mit der administrativen Leitung, der Organisation und Werbung für SPHAIR beauftragt.

Der AeCS ist der Dachverband der Allgemeinen Luftfahrt für die Leichtaviatik und den Luftsport. Er zählt rund 24’000 Mitglieder und ist in die acht Fachsparten Motorflug, Segelflug, Ballonfahren, Modellflug, Helikopter, Fallschirmspringen, Microlight und Amateurflugzeugbau und in 36 Regionalverbände gegliedert. Die Leicht- und Sportaviatik ist die eigentliche Wiege der Luftfahrt. Sowohl Militär- als auch Berufspiloten erhalten auf den Kleinflugplätzen ihre fliegerische Grundausbildung auf Leichtflugzeugen. Als Dachverband der Allgemeinen Luftfahrt fördert und unterstützt der AeCS den fliegerischen Nachwuchs auf allen Stufen und den Luftsport. Der AeCS setzt sich auch für günstige Rahmenbedingungen und angemessene Infrastrukturen auf Flugplätzen und im Luftraum ein. Als von der Fédération Aéronautique Internationale FAI, dem Weltluftsportverband bezeichneter, lizenzierter nationaler Sportverband der Aviatik, verfügt der AeCS über die nationale Sporthoheit und das FAI-Sportlizenzwesen.

Der Verband ist als Sportverband Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) und übt die Sporthoheit über sämtliche Luftsportarten in der Schweiz aus. Zudem ist er Mitglied bei Swiss Olympic.

Unfall am JULA 2017Bearbeiten

Am 4. August 2017 ist im Rahmen des vom Aero-Club der Schweiz organisierten Aviatik-Jugendlagers eine in Samedan gestartete Piper PA-28-181 Archer II (Kennzeichen HB-PER) der Motorfluggruppe Oberengadin rund 300 Meter nördlich von Diavolezza abgestürzt. Zwei der drei jugendlichen Passagiere und der Pilot kamen bei dem Unfall ums Leben, eine Passagierin konnte schwer verletzt geborgen werden. Als Unfallursache wurde eine ungeeignete und risikoreiche Flugtaktik festgestellt, wobei das überlassen der Steuerführung an eine des Fliegens unkundige Person direkt zum Unfall beigetragen hat. Der Pilot hatte zwar eine Privatpilotenlizenz (PPL(A)), war jedoch nicht zum Fluglehrer qualifiziert. Indes haben die Organisatoren durch ihr mangelndes Sicherheitsbewusstsein systemisch zum Unfall beigetragen.[1][2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST): Schlussbericht Nr. 2339, abgerufen am 18. Januar 2019
  2. Kantonspolizei GraubündenPontresina: Absturz eines Kleinflugzeuges fordert drei Tote, abgerufen am 4. August 2017