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Adolf I. Georg (Schaumburg-Lippe)

Fürst zu Schaumburg-Lippe
Fürst Adolf I. Georg zu Schaumburg-Lippe
Fürst Adolf I. Georg zu Schaumburg-Lippe

Adolf Georg (* 1. August 1817 in Bückeburg; † 8. Mai 1893 ebenda) war von 1860 bis 1893 Fürst zu Schaumburg-Lippe und Oberhaupt des Hauses Schaumburg-Lippe.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Er war der Sohn von Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1784–1860) und Ida Karoline Luise zu Waldeck-Pyrmont (1796–1869).

WerdegangBearbeiten

Fürst Adolf I. Georg erfuhr sein Schulbildung durch Lehrer des Bückeburger Gymnasiums. Universitätsbesuche in Genf, Leipzig und Bonn sowie eine Grand Tour nach Italien schlossen sich an. 1835 war er Hauptmann im fürstlich-schaumburgischen Kontingent des Bundesheeres, trat jedoch 1842 schließlich in preußische Dienste und wurde als Premierleutnant dem 8. Husaren-Regiment aggregiert. 1842 hat er den Charakter als Rittmeister und 1844 den als Major à la suite erhalten. Er hat 1848 den Oberbefehl über das fürstlich-schaumburgische Kontingent übernommen und nahm 1849 am Feldzug gegen Dänemark teil. Dabei kämpfte er in den Gefechten an den Düppeler Schanzen, bei Kolding, Veile, Sonderburg und der Einschließung von Friderica. 1854 erhielt er den Charakter zum Oberstleutnant, avancierte 1855 zum Oberst und erhielt 1858 den Charakter zum Generalmajor. Mit dem Tod seines Vaters wurde er 1860 regierender Fürst in Schaumburg-Lippe. Seine Beförderung zum Generalleutnant erfolgte 1860, der sich 1866 die Verleihung des Charakters zum General der Kavallerie anschloss. Ebenfalls im Jahr 1866 hat er für die von Österreich beantragte Mobilmachung gegen Preußen gestimmt, sandte sein Kontingent auch befehlsgemäß nach Mainz, trat jedoch 1866 mit seinem Fürstentum dem Norddeutschen Bund bei. 1869 wurde er Chef des Westfälischen Jägerbataillons Nr. 7. Er nahm im großen Hauptquartier und im Stab des VII. Armee-Korps am Deutsch-Französischen Krieg, insbesondere der Einschließung von Metz, der Belagerung von Paris und der Schlacht von Mont Valérien teil. Für letztere hat er 1870 das Eiserne Kreuz II. Klasse erhalten. Er nahm an der Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 teil.[1][2] 1872 wurde er Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler. Er hat 1879 sein Patent zum General der Kavallerie erhalten und beging 1892 sein 50-jähriges Dienstjubiläum in der Preußischen Armee.

FamilieBearbeiten

 
Wappen von Schaumburg-Lippe auf Vereinstaler von 1865 mit Fürst Adolf I. Georg

Im Jahr 1844 heiratete er in Arolsen (Kreis Waldeck) seine Cousine (ersten Grades) Prinzessin Hermine zu Waldeck-Pyrmont (1827–1910), die Tochter von Fürst Georg Heinrich zu Waldeck-Pyrmont und Emma von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor:

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Theodor Toeche-Mittler: Die Kaiserproklamation in Versailles am 18. Januar 1871 mit einem Verzeichniß der Festtheilnehmer, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1896.
  2. Heinrich Schnaebeli: Fotoaufnahmen der Kaiserproklamation in Versailles, Berlin 1871.
Vorgänger Amt Nachfolger
Georg Wilhelm Fürst zu Schaumburg-Lippe
1860–1893
Georg