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Adlitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Marloffstein im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der Ort und das gleichnamige Schloss Adlitz liegen nördlich von Marloffstein am nördlichen Hang des Höhenzuges von Rathsberg nach Marloffstein.

Adlitz
Gemeinde Marloffstein
Koordinaten: 49° 37′ 47″ N, 11° 3′ 49″ O
Höhe: 341 m ü. NHN
Einwohner: 195 (6. Jul. 2016)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91080
Vorwahl: 09131
Adlitz und Schneckenhof von oben
Adlitz und Schneckenhof von oben

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wird ein „Adlotz“ (Siedlung des Adelolt) im Jahre 1348. Ursprünglich wohl Lehen der Reichsministerialen von Gründlach wurde es später (1421[1]) von den Markgrafen Friedrich von Ansbach-Bayreuth belehnt. 1394–1443 war es im Besitz der Familie von Strobel von Atzelsberg[2]. Danach (1440) wurde es an die Familie von Seefrieds verkauft.[1] Im Laufe der Jahrhunderte hieß der Ort einmal Adlatz, dann Mattliz, Marlitz, bis er zu „Adlitz“ wurde.[1]

Schloss AdlitzBearbeiten

 
Schloss Adlitz

Das Schlösschen, ein dreigeschossiger turmähnlicher Quaderbau, war aufgrund seiner exponierten Lage in der Vergangenheit weithin sichtbar. Über der Tür am mit einem Spitzhelm bedeckten achteckigen Treppenturm befindet sich noch heute das Wappen der Familie von Eichler von Auritz.[2]

Zeitlinie der Lehnsnehmer/Schlossbesitzer und bauliche Veränderungen (unvollständig)

  • 1504 erste Erwähnung
1552 im Zweiten Markgrafenkrieg ausgeraubt und gebrandschatzt[2]
  • 1592 an Hans Philipp von Seckendorff übergeben[1]
  • 1607 von der markgräflich fürstlichen Lehenskammer wieder eingezogen[1]
1632 im Dreißigjähriger Krieg (1618–1648) erneut verwüstet
1718 Erneuerung des Gebäudes[3]
  • 1789–1798 Carl Wilhelm Friedrich Freiherr Eichler von Auritz, Oberhofmarschall und Geheimer Rat in Ansbach[2]
1790 Instandsetzung und Umbau des Schlosses, Anbringen des Familienwappens über der Türe am Treppenturm[3]
  • 1799 Allodialisierung (inklusive Rittergut) und seither in bürgerlicher Hand[3]
  • 1814–1870 Erlanger Hofkonditor Johann Franz Wießner[1]
  • 1870 Familie Eger aus Schneckenhof[1]
  • 1934 – ca. 1939 war im Schloss eine Jugendherberge untergebracht[1]
  • 1961 Firma Schultheis[1]
  • 1974 Verkauf durch Hans Regenfuß aus Adlitz an den Erlanger Wolf Eike Gellinek[1]
1976–82 aufwendig Sanierung da akut vom Einsturz bedroht[2]

Das Schloss ist auch heute noch im Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Seine gelegentliche Nutzung für Kulturveranstaltungen musste 2016 aufgrund von Problemen mit dem Brandschutz eingestellt werden.[4]

Historische AnsichtenBearbeiten

SehenswertesBearbeiten

  • Schloss Adlitz
  • Biergarten „Nussbaumkeller“ des Gasthauses „Zur Ludwigshöhe“ mit weiter Aussicht in die Fränkische Schweiz

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i j k Artikel Adlitz feiert jetzt seinen 666 Geburtstag auf nordbayern.de, 25. Juni 2014 [1]
  2. a b c d e f g h Bertold Freiherr von Haller: Artikel über Adlitz im Erlanger Stadtlexikon, [2]
  3. a b c Bach-Damaskinos, Ruth: Schlösser und Burgen in Mittelfranken 2003
  4. Artikel Adlitz: Kunst-Zwangspause auf Dauer? auf Nordbayern.de, 21. Dezember 2016 [3]