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Achim Brauneisen (* 31. März 1958 in Kirchheim/Teck) ist ein deutscher Jurist. Er ist seit August 2013 Generalstaatsanwalt in Stuttgart.

LebenBearbeiten

Brauneisen wuchs in Nürtingen auf und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Von Februar 1987 an arbeitete er zunächst als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart und anschließend als Strafrichter und Zivilrichter beim Amtsgericht Nürtingen sowie beim Landgericht Stuttgart. Ab April 1990 war er als Staatsanwalt in der bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart neu geschaffenen Abteilung für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität tätig, bevor er im April 1993 als Referent an die Fachabteilung für Straf- und Gnadenrecht des Justizministeriums Baden-Württemberg abgeordnet wurde. Von dort wechselte er im Jahr 1997 zur Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart, wo er im November 1997 zum Oberstaatsanwalt ernannt wurde. Im November 1998 folgte ein erneuter Wechsel zum Justizministerium Baden-Württemberg, wo Brauneisen mehr als fünf Jahre lang das Personalreferat für den höheren Justizdienst des Landesteils Württemberg leitete und gleichzeitig die Funktion des stellvertretenden Leiters der Abteilung für Personal, Organisation, Haushalt und EDV innehatte.

Im Mai 2004 wurde er zum Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Tübingen ernannt, bevor er ab Februar 2006 als Ministerialdirigent zum Leiter der Abteilung für Straf- und Gnadenrecht beim Justizministerium Baden-Württemberg berufen wurde. Seit 1. August 2013 ist Brauneisen als Generalstaatsanwalt für die Staatsanwaltschaften im Bezirk des Oberlandesgerichts Stuttgart verantwortlich.

SonstigesBearbeiten

Achim Brauneisen ist Vorsitzender des Verbands Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V. Er ist Mitglied im Vorstand des Projekts Chance e.V., Kuratoriumsmitglied der baden-württembergischen Landesstiftung Opferschutz sowie Mitglied im Beirat der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg. Außerdem gehört er dem Kuratorium des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg an und ist in beratender Funktion ständiger Gast des Strafrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer sowie Ethik-Beisitzer im Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Die elektronische Überwachung des Aufenthaltsortes als neues Instrument der Führungsaufsicht, Strafverteidiger 2011, S. 311–316, Verlag Wolters Kluwer Deutschland GmbH, PDF-Datei
  • Gesetzesvorschlag der Bundesrechtsanwaltskammer zur Verbesserung der Wahrheitsfindung im Strafverfahren durch verstärkten Einsatz von Bild- und Tontechnik, Nack/Park/Brauneisen, Neue Zeitschrift für Strafrechtswissenschaft 2011, S. 310–314, Verlag C.H. Beck München und Frankfurt a. M.
  • Videodokumentation im Strafverfahren – state of the art und Reformüberlegungen in Deutschland, Österreichisches Anwaltsblatt, 2013, S. 209–216, P.b.b., Wien
  • Das deutsche Recht des Sportwettenbetrugs de lege lata und de lege ferenda, Schriften zum Sportrecht, 2013, S. 43–68, Württembergischer Fußballverband, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden
  • Aktuelle Probleme und Reformbedarf bei der Unterbringung nach § 63 StGB, Susanne Müller, NRV-Info 02/2014, PDF-Datei
  • Die Beziehungen zwischen der Staatsanwaltschaft und der Polizei im deutschen Strafprozessrecht in Ceza Muhakemesi Hukukunda Güncel Konular, herausgegeben von Prof. Dr. Nur Centel, Koç University Istanbul, 2015, ISBN 978-605-152-215-9
  • Sammelverfahren gegen "Gefährder"?, Festschrift für Reinhold Schlothauer zum 70. Geburtstag, 2018, S. 17–27, Verlag C.H. Beck München, ISBN 978-3-406-70034-7

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DFB-Bundesgericht, abgerufen am 23. März 2017