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Abwerfen

Betriebsaufgabe einer Bergwerksanlage

Als Abwerfen wird in der Bergbausprache die völlige Betriebsaufgabe eines Schachtes, Stollens oder Grubenbaus bei gleichzeitigem Weiterbestand des übrigen Bergwerks bezeichnet.

Im Ruhrbergbau des 18./19. Jahrhunderts war das „Abwerfen“ gängige Praxis: Viele Bergwerke brachten auf ihre immer länger werdenden Stollen ein sog. Lichtloch nieder, um so die Bewetterung zu verbessern und ggf. um so kürzere Einfahrt- und Transportwege zu haben. Mit der Zeit rückte der Abbau immer weiter fort und nach einer gewissen Zeit wurde ein neuer Schacht niedergebracht. Der alte Schacht wurde nicht mehr benötigt und „abgeworfen“, das heißt meistens mit Versatz wieder zugeschüttet. Paradebeispiel für ein solches Vorgehen ist die Zeche Vereinigte General & Erbstollen.

„Abgeworfene“ Grubenbaue werden in der Regel vom übrigen Bergwerk abgesperrt und in der Bergmannssprache als „Alter Mann“ bezeichnet.

LiteraturBearbeiten