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Marktgemeinde
Abtenau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Abtenau
Abtenau (Österreich)
Abtenau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Hauptort: Abtenau
Fläche: 187,08 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 13° 21′ OKoordinaten: 47° 33′ 51″ N, 13° 20′ 47″ O
Höhe: 714 m ü. A.
Einwohner: 5.909 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 5441
Vorwahl: 06243
Gemeindekennziffer: 5 02 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 1
5441 Abtenau
Website: www.abtenau.at
Politik
Bürgermeister: Johann Schnitzhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2019)
(25 Mitglieder)
18
6
1
18 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Abtenau im Bezirk Hallein
AbtenauAdnetAnnaberg-LungötzBad VigaunGolling an der SalzachHalleinKrisplKuchlOberalmPuch bei HalleinRußbach am Paß GschüttSankt KolomanScheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Abtenau im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das Abtenauer Becken, mit der Einkerbung der Lammer (Blick nach Norden in die Osterhorngruppe)
Das Abtenauer Becken, mit der Einkerbung der Lammer (Blick nach Norden in die Osterhorngruppe)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Abtenau ist eine österreichische Marktgemeinde im Bezirk Hallein (Bundesland Salzburg) mit 5909 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Das Tennengebirge, von Abtenau-Waldhof

Die Gemeinde liegt im Lammertal im Tennengau des Salzburger Landes, etwa 45 km südlich von Salzburg.

Die Gemeinde umfasst das gesamte mittlere Tal der Lammer, von der Engstelle am Wallingwinkl (oberhalb der Lammeröfen), mit dem unteren Aubach als Grenze, bis zur Engstelle am Stümmelleitgraben zwischen dem Schober (1791 m ü. A.) des Tennengebirges und der Zwieselalm des Dachsteinmassivs. Hauptsiedlungsraum ist das Abtenauer Becken, die eigentliche Flur Abtenau liegt am Klausgraben, links südlich der Lammer, auf einer Hochfläche 100 Meter über der Lammer.

Im Norden erstreckt sich das Gemeindegebiet bis an den Hauptkamm der Osterhorngruppe der Salzburger Voralpen respektive Salzkammergut-Berge, vom Gruberhorn (1732 m ü. A.) bis zum Braunedlkogel (1894 m ü. A.), mitsamt einem Teil der Postalmregion. Im Südwesten gehört das ganze nordöstliche Tennengebirge dazu, bis an den Scheiblingkogel (2289 m ü. A.) und Bleikogel (2411 m ü. A.). Im Südosten bildet der Gosaukamm, der Nordwestausläufer des Dachsteinmassivs, die Landesgrenze zu Oberösterreich, Eckpunkt bildet das Törleck (1618 m ü. A.) bei der Gablonzer Hütte. Am Rußbach Richtung Pass Gschütt liegt die Grenze an der Linie WalchenbachKnablbach vor der Rußbacher Talweitung.

GemeindegliederungBearbeiten

 
Zentrum von Abtenau

Die Gemeinde besteht aus den neun Katastralgemeinden Abtenau Dorf, Abtenau Markt, Fischbach, Leitenhaus, Rigaus, Schorn, Seetratten, Seidegg und Unterberg.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 23 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Abtenau (1203)
  • Au (544)
  • Döllerhof (450)
  • Erlfeld (163)
  • Fischbach (419)
  • Gseng (25)
  • Hallseiten (47)
  • Kehlhof (490)
  • Leitenhaus (158)
  • Lindenthal (510)
  • Möselberg (102)
  • Pichl (452)
  • Rigaus (213)
  • Salfelden (76)
  • Schorn (284)
  • Schratten (129)
  • Seetratten (98)
  • Seydegg (25)
  • Stocker (133)
  • Unterberg (45)
  • Wagner (116)
  • Waldhof (173)
  • Wegscheid (54)

Abtenau gehört zum Planungsverband Lammertal.

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Abtenau, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Die Abtenau im 19. Jahrhundert (Julius Rose, 1861)

Die Ortslage ist erstmals 1124 in einer Urkunde des Stifts St. Peter zu Salzburg erwähnt, Appanouwa[2] (zu ‚Aue‘) als Rodung im bis dahin weitgehend unbesiedelten Tal der (schon um 800 so genannten) Lamara. Erzbischof Konrad I. gab sie den Äbten von St. Peter zu Eigen.[2] Schon 1191 ist dann eine Kirche mit Pfarrstelle und vollen Pfarrrechten urkundlich (die heutige Blasiuskirche),[2]

1507 wurde Abtenau durch den Landesherrn Erzbischof Leonhard von Keutschach zum Markt erhoben. 1816 kam der Ort mit Salzburg zu Österreich. Der Bauernbefreiung 1848 folgte die Bildung der Ortsgemeinde im Jahr 1850.

1939 wurden die Ortsteile Wallingwinkl und Weitenau von der Marktgemeinde Abtenau abgetrennt und der Gemeinde Scheffau zugeschlagen.

Eine intensive Entwicklung zu einem zweisaisonalen Urlaubsort setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde zeigt den Pfarrpatron, den Heiligen Blasius und ist wie folgt beschrieben:

Im blauen Felde, auf pflasterartigem Boden stehend, die Gestalt des heiligen Blasius: ein goldnimbierter, mit rotem Pluviale bekleideter Bischof, in der Rechten eine brennende Kerze und in der Linken einen Bischofsstab haltend.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

PolitikBearbeiten

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1929–1935 Thomas Auer (CSP) (1865–1942), Salzburger Landtagsabgeordneter[3]
  • 1949–1978 Heinrich Rettenbacher (ÖVP), Salzburger Landtagsabgeordneter[4]
  • 1978–1994 Lorenz Köppl (ÖVP)[5]
  • 1994–2014 Johann Quehenberger (SPÖ)[6]
  • seit 2014 Johann Schnitzhofer (ÖVP)[7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BildungBearbeiten

  • Volksschule Markt
  • Volksschule Radochsberg
  • Volksschule Voglau
  • Neue Mittelschule Abtenau
  • Polytechnische Schule
  • Sonderpädagogisches Zentrum Abtenau

Sport und FreizeitBearbeiten

  • Skigebiet Abtenauer Bergbahnen am Karkogel, sowie Langlauf, Sommerrodelbahn und Mountain Cart, Paragliding (Gleitschirmfliegen)
  • Ski- und Wandergebiet Postalm
  • Terrassen-Schwimmbad Abtenau
  • Minigolf

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Ehrenbürger der Gemeinde
  • 2015 Johann Quehenberger, Altbürgermeister[9]

LiteraturBearbeiten

  • Hans Gfrerer: Abtenau. Heimatbuch, Verlag Marktgemeinde Abtenau: Band 1 Geschichte der Abtenau und des Lammertales; Band 2 Die Häuser der Gemeinde Abtenau, 1982.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. a b c Pfarrverband Lammertal: Pfarrchronik Abtenau (Memento vom 31. März 2017 im Internet Archive)
  3. Thomas Auer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  4. Heinrich Rettenbacher. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  5. Lorenz Köppl. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  6. Johann Quehenberger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  7. Johann Schnitzhofer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  8. Theater
  9. Quehenberger ist Ehrenbürger meinbezirk.at, 28. April 2015