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Die Abtei vom Heiligen Kreuz in Herstelle, einem Stadtteil von Beverungen im Kreis Höxter, ist eine Benediktinerinnen-Abtei in Ostwestfalen. Sie liegt auf dem Gebiet des Erzbistums Paderborn und gehört zur Beuroner Kongregation.

Abtei Herstelle vom Wesertal gesehen

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Klosterkirche

Die Abtei vom Heiligen Kreuz steht an der Stelle des früheren Pfarrhauses von Herstelle, das der Paderborner Fürstbischof Dietrich Adolf von der Recke nach dem Tod des Pfarrers im Jahr 1657 den Minoriten-Brüdern überließ, die gerade aus Höxter vertrieben worden waren. Diese übernahmen Pfarr- und Schuldienst und bauten in der Folge 1734 auch die noch heute bestehende Klosterkirche.[1] Aus dieser Zeit ist auch noch die aus 185 Stufen bestehende Klostertreppe hinauf zum Burgberg und Kloster erhalten, die für den Schul- und Kirchweg genutzt wurde. Das Minoritenkloster wurde 1824 im Zuge der Säkularisation aufgeben, und verfiel in der Folge zunehmend.

1899 entstand in dem ehemaligen Minoritenkloster der Vorläufer der heutigen Abtei als Subpriorat der Benediktinerinnenabtei von der ewigen Anbetung im luxemburgischen Peppingen. Der Konvent erwarb neben der Klosterkirche und den Wohngebäuden u. a. auch den alten Friedhof von der Gemeinde in Herstelle, der heute in der Klausur des Klosters liegt.[2] Am 21. März 1924 erfolgte durch eine Breve Papst Pius XI. die Erhebung zur Abtei und die Eingliederung in die Beuroner Kongregation.[3]

1935 fand Konrad Adenauer für kurze Zeit Zuflucht in der Abtei, als er vor den Nationalsozialisten fliehen musste.[4]

Christine Brückner lebte zwei Wochen nach den Regeln des Heiligen Benedikt in der Abtei Herstelle.

1962 gründeten die Benediktinerinnen von Herstelle ein Tochterkloster: Kloster Engelthal.

 
Gästehaus St. Scholastika

2004 wurde das Gästehaus St. Scholastika, benannt nach Scholastika von Nursia, der Schwester des Ordensgründers Benedikt von Nursia, eröffnet, außerdem ein neuer Klosterladen. Arbeitsfelder der Schwestern sind die Beherbergung und Begleitung von Gästen entsprechend der benediktinischen Regel sowie verschiedene kunsthandwerkliche Tätigkeiten wie Keramik oder auch Gärtnerei.

2015 besteht der Konvent der Hersteller Benediktinerinnen aus 32 Schwestern.[5]

OberinnenBearbeiten

 
Klostertreppe, am oberen Ende ist die Abtei zu sehen
  • Emmanuel Henry aus Peppingen in Luxemburg, 1899 Superiorin, 1901–1912 Priorin

1912-1919 Anschluss als abhängiges Subpriorat an das Benediktinerinnenkloster Mariahilf in Bonn-Endenich

  • Angela Schmitz aus Endenich, Subpriorin September bis November 1912
  • Anselma Gürtler aus Endenich, Subpriorin 1912–1913
  • Salesia Blanché aus Endenich, Subpriorin 1913–1916
  • Margareta Blanché aus Endenich, Subpriorin 1916–1919
  • Margareta Blanché, Priorin 1919–1923 († 29. Dezember 1923)
  • Theresia Jackisch, Äbtissin 1925–1966 (Priorin seit 1924)
  • Beatrix Kolck, Äbtissin 1966–1994
  • Hagia Witzenrath, Äbtissin 1994–2004
  • Sophia Schwede, Äbtissin seit 2004

WeblinksBearbeiten

  Commons: Abtei Herstelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Programmflyer der Abtei von 2013, abgerufen am 7. Februar 2015
  2. Benedikitinerinnenkloster Herstelle 1899 -1999. Aufbruch und Beständigkeit. 1999.
  3. Darstellung der Geschichte auf der Webseite des Abtei, abgerufen am 30. August 2013
  4. Benedikitinerinnenkloster Herstelle 1899 -1999. Aufbruch und Beständigkeit. 1999, S. 174
  5. abtei-herstelle.de, abgerufen am 14. April 2019

Koordinaten: 51° 38′ 24″ N, 9° 25′ 3″ O