Ablenkwinkel

Begriff aus der klassischen Physik

Der Ablenkwinkel ist ein Begriff aus der klassischen Physik.

Man bezeichnet damit

WechselwirkungBearbeiten

Die Ablenkung ist das Ergebnis einer die Ausbreitung beeinflussenden Wechselwirkung, geschieht also nicht spontan: Nach dem Trägheitsgesetz (die lex prima der drei Bewegungsgesetze von Isaac Newton) verändert ein Massekörper, auf den keine äußere Kraft einwirkt, seinen Bewegungszustand nicht, er ruht also oder bewegt sich geradlinig gleichförmig.

Entsprechend verhält sich auch ein Lichtstrahl nach dem Huygensschen Prinzip: Er breitet sich im Vakuum stets geradlinig aus. Durch Brechung, Beugung, Streuung oder Reflexion kann es jedoch zu Änderungen der Ausbreitungsrichtung des Lichtstrahles kommen.[3] Ähnliches gilt für den Massekörper, nämlich dass er seine Geschwindigkeit in Betrag und/oder Richtung ändert, sobald Kräfte auf ihn einwirken, die sich in ihrer Wirkung (Resultierende) nicht neutralisieren.

Der Winkel zwischen den Ausbreitungsrichtungen (Richtung des Geschwindigkeitsvektors) vor und nach der Wechselwirkung ist der Ablenkwinkel. Zur Charakterisierung von Bildröhren wird jedoch der doppelte maximale Ablenkwinkel als Ablenkwinkel angegeben.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Walter Greiner: Klassische Elektrodynamik (= Theoretische Physik). 7. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-8171-1818-2, S. 422 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Peter Schneider: Einführung in die extragalaktische Astronomie und Kosmologie. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-30589-0, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Ablenkprisma. In: Lexikon der Optik. Spektrum der Wissenschaft Verlag, Heidelberg 1999 (spektrum.de [abgerufen am 19. Januar 2018]).