Abenteuer im Nachtexpreß

Film von Harry Piel (1925)

Abenteuer im Nachtexpreß ist ein deutscher Kriminal- und Abenteuerstummfilm von und mit Harry Piel aus dem Jahre 1925.

Filmdaten
OriginaltitelAbenteuer im Nachtexpreß
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1925
Länge131 Minuten
Stab
RegieHarry Piel
DrehbuchEdmund Heuberger
ProduktionPhoebus-Film (Berlin)
KameraGotthardt Wolf
Georg Muschner
Besetzung

HandlungBearbeiten

Harry Piel hat mit seinem Auto eine Panne. Er besteigt als blinder Passagier den nächsten Zug, einen Nachtexpress. Dort treibt gerade eine Bande ihr Unwesen. Diese hat einen mitreisenden Minenbesitzer ein wichtiges Dokument gestohlen, das Harry ihr wieder abjagt, um es dem Besitzer später, gegen ein beachtliches Sümmchen, wieder zurückzugeben.

Ehe es aber soweit kommt, gerät Harry in die Fänge einer adeligen Lebedame, die einen Racheplan ausführen will. Durch ihre Aktion entsteht rasch der Eindruck, dass Harry ein Dieb sei. Bei einer weiteren jungen Dame kann der Tausendsassa Piel hingegen all seinen herben Charme als männlicher Beschützer ausspielen.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Abenteuer im Nachtexpreß passierte am 18. Dezember 1925 die erste und am 21. Dezember 1925 die zweite Zensurprüfung und wurde daraufhin mit Jugendverbot belegt. Im Rahmen einer Presse-Nachtvorstellung wurde der Streifen am 23. Dezember 1925 im Capitol uraufgeführt. Der Publikumsstart erfolgte am ersten Weihnachtstag im Marmorhaus. Der Film besaß acht Akte und war mit 3284 Metern über zwei Stunden lang. In Österreich kam am 12. Februar 1926 eine mit rund 2750 Metern Laufzeit deutlich gekürzte Fassung in die Kinos.

Die Bauten stammen von Kurt Richter und Fritz Kraencke. Drehbuchautor Edmund Heuberger hatte auch die Aufnahmeleitung. Hauptdarstellerin Dary Holm wurde 1927 Piels Gattin.

KritikBearbeiten

Paimann’s Filmlisten resümierte: „Das Sujet ist wieder echt Harry Piel;: es beginnt äußerst verheißungsvoll, endet mit einer tollen Jagd und gewährt diversen durcheinanderlaufenden Handlungen Raum. Das Ganze ist von seltener Spannung, im nötigen Tempo furioso inszeniert und gut gespielt, mit vielen heiteren Intermezzi. Die Aufmachung ist mit Ausnahme zweier kurzen Szenen sauber, die Photographie in den Nachtaufnahmen auf bemerkenswerter Höhe.“[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Abenteuer im Nachtexpreß in Paimann’s Filmlisten (Memento vom 11. März 2016 im Internet Archive)