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Abdrehen

das Abteilen kleinerer Mengen aus einer Masse und das Formen runder Stücke von Lebensmitteln
Abdrehen von Hackbällchen

Unter Abdrehen versteht man das Abteilen kleinerer Mengen aus einer Masse (Teig, Fleischbrät etc.) und das Formen runder Stücke, wie zum Beispiel Knödel (Kartoffel-, Semmel-, Quarkknödel), Hackfleischklopse (Hackbällchen, Frikadellen, Königsberger Klopse etc.) oder auch Backwaren (Brötchen, Brioche, Krapfen etc.). In einigen Küchenregeln wird empfohlen, das „Abdrehen“ von beispielsweise Knödeln mit nassen Händen durchzuführen, da die Masse dann nicht an den Händen haften bleibt und das Abdrehen somit leichter vonstattengeht.[1]

Wird die Masse (Farce) mit einem speziellen Gerät oder zwischen Teelöffeln zu ovalen Nocken geformt, spricht man von Abstechen.

TöpfereiBearbeiten

In der Herstellung von Töpferwaren auf der Töpferscheibe bezeichnet Abdrehen das Formen der späteren Standfläche der Vasen, Teller usw.[2] Je nach Vorgehensweise wird das Werkstück mit dem Boden nach oben auf die Scheibe gestellt und der Boden abgedreht, d. h. mit einem Abdreheisen oder einer Schablone wird das Standprofil eingearbeitet.[3] Alternativ kann auch ein flacher Boden im feuchten Ton geformt werden und mit einer Schnur von der Scheibe getrennt werden. In diesem Fall gibt es keinen Standwulst, sondern das Gefäß steht auf der vollen Fläche und neigt eher zum Wackeln.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ulla Scholz: Semmelknödel. Ullas Erfolgsrezept. In: WDR 4 Ratgeber. Westdeutscher Rundfunk, 5. Januar 2012, archiviert vom Original am 23. Januar 2012; abgerufen am 28. September 2013.
  2. Töpfern, Anleitungen, Tipps und Techniken; abgerufen am 29. April 2014.
  3. Abdrehen einer Schüssel auf der Töpferscheibe; abgerufen am 29. April 2014.