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Tennis Wembley Championship
ATP World Tour
Austragungsort London
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Erste Austragung 1934
Letzte Austragung 1990
Kategorie World Series
Turnierart Hallenturnier
Spieloberfläche Teppich
Auslosung 32S/16Q/16D
Preisgeld 330.000 US$
Stand: 15. Juli 2012
Die Wembley Arena, die Veranstaltungshalle des Turniers.

Das Hallenturnier von Wembley (offiziell Wembley Championship; auch bekannt unter diversen Sponsornamen, zuletzt Benson & Hedges Championships) ist ein ehemaliges Herrentennisturnier, das von 1934 bis 1990 im Londoner Stadtteil Wembley ausgetragen wurde. Veranstaltet wurde das Turnier in der Wembley Arena, die zwischen 1934 und 1978 Wembley Empire Pool hieß. Jede Austragung wurde auf Indoor-Teppichbelägen gespielt.

GeschichteBearbeiten

Das Turnier war vor 1968 ein Profi-Turnier und unter diesen eines der angesehensten. Gemeinsam mit den French Pro Championships in Paris und den U.S. Pro Tennis Championships in verschiedenen Standorten in den USA war es eines der drei "Profi-Grand-Slam-Turniere", den Professional World Singles Tournaments. Nach 1968 in der Open Era verlor es natürlich diesen Status, aber wurde ab 1970 Teil des Grand Prix Tennis Circuit, dem Vorläufer der ATP World Tour. Innerhalb dieser Tour war es von 1970 bis 1984 Teil der Grand Prix Championship Series, vergleichbar mit der heutigen ATP World Tour Masters 1000-Series. Im Jahr 1990 war das Turnier noch Teil der ATP Tour, bevor das Turnier nach über fünfzig Jahren eingestellt wurde. Die Wembley Championships waren eine sehr angesehene Veranstaltung im Profitennis und können mit Pancho Gonzales, Jack Kramer, Rod Laver, Ken Rosewall, John McEnroe, Björn Borg oder Jimmy Connors echte Legenden des Tennissports in der Siegerliste aufweisen.

Rekordsieger des Turniers sind Ken Rosewall und Rod Laver, die beide das Turnier in den 1960er Jahren sechsmal gewinnen konnten; Rosewall hält mit fünf Titeln den Rekord innerhalb der Profi-Ära. Im Doppelbewerb, der ab 1970 ausgetragen wurde, war John McEnroe am erfolgreichsten. Er gewann mit verschiedenen Partnern insgesamt sechsmal die Doppelkonkurrenz, fünfmal davon mit seinem Standarddoppelpartner Peter Fleming.

SiegerlisteBearbeiten

EinzelBearbeiten

Jahr Sieger Finalgegner Finalergebnis
Profi-Ära
1934 Vereinigte Staaten 48  Ellsworth Vines Deutsches Reich NS  Hans Nüsslein Round Robin
1935 Vereinigte Staaten 48  Ellsworth Vines Vereinigte Staaten 48  Bill Tilden 6:1, 6:3, 5:7, 3:6, 6:3
1936a Vereinigte Staaten 48  Ellsworth Vines Deutsches Reich NS  Hans Nüsslein 6:4, 6:4, 6:2
1937 Deutsches Reich NS  Hans Nüsslein Vereinigte Staaten 48  Bill Tilden 6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 6:2
1938a Deutsches Reich NS  Hans Nüsslein Vereinigte Staaten 48  Bill Tilden 7:5, 3:6, 6:3, 3:6, 6:2
1939 Vereinigte Staaten 48  Don Budge Deutsches Reich NS  Hans Nüsslein Round Robin
1940–48: nicht ausgetragen
1949 Vereinigte Staaten 48  Jack Kramer Vereinigte Staaten 48  Bobby Riggs 2:6, 6:4, 6:3, 6:4
1950 Vereinigte Staaten 48  Pancho Gonzales Vereinigte Staaten 48  Welby Van Horn 6:3, 6:3, 6:2
1951 Vereinigte Staaten 48  Pancho Gonzales Vereinigte Staaten 48  Pancho Segura 6:2, 6:2, 2:6, 6:4
1952 Vereinigte Staaten 48  Pancho Gonzales Vereinigte Staaten 48  Jack Kramer 3:6, 3:6, 6:2, 6:4, 7:5
1953 Australien  Frank Sedgman Vereinigte Staaten 48  Pancho Gonzales 6:1, 6:2, 6:2
1954–55: nicht ausgetragen
1956 Vereinigte Staaten 48  Pancho Gonzales Australien  Frank Sedgman 4:6, 11-9, 11-9, 9:7
1957 Australien  Ken Rosewall Vereinigte Staaten 48  Pancho Segura 1:6, 6:3, 6:4, 3:6, 6:4
1958 Australien  Frank Sedgman Vereinigte Staaten 48  Tony Trabert 6:4, 6:3, 6:4
1959 Australien  Mal Anderson Vereinigte Staaten 48  Pancho Segura 4:6, 6:4, 3:6, 6:3, 8:6
1960 Australien  Ken Rosewall Vereinigte Staaten 48  Pancho Segura 5:7, 8:6, 6:1, 6:3
1961 Australien  Ken Rosewall Australien  Lew Hoad 6:3, 3:6, 6:2, 6:3
1962 Australien  Ken Rosewall Australien  Lew Hoad 6:4, 5:7, 15-13, 7:5
1963 Australien  Ken Rosewall Australien  Lew Hoad 6:4, 6:2, 4:6, 6:3
1964 Australien  Rod Laver Australien  Ken Rosewall 7:5, 4:6, 5:7, 8:6, 8:6
1965 Australien  Rod Laver Spanien 1938  Andrés Gimeno 6:2, 6:3, 6:4
1966 Australien  Rod Laver Australien  Ken Rosewall 6:2, 6:2, 6:3
1967 Australien  Rod Laver Australien  Ken Rosewall 2:6, 6:1, 1:6, 8:6, 6:2
Open Era
1968 Australien  Ken Rosewall Australien  John Newcombe 6:4, 4:6, 7:5, 6:4
1969 Australien  Rod Laver Australien  Tony Roche 6:4, 6:1, 6:3
1970 Australien  Rod Laver Australien  Cliff Richey 6:3, 6:4, 7:5
1971 Rumänien 1965  Ilie Năstase Australien  Rod Laver 3:6, 6:3, 3:6, 6:4, 6:4
1972–75: nicht ausgetragen
1976 Vereinigte Staaten  Jimmy Connors Vereinigte Staaten  Roscoe Tanner 3:6, 7:6, 6:4
1977 Schweden  Björn Borg Vereinigtes Konigreich  John Lloyd 6:4, 6:4, 6:3
1978 Vereinigte Staaten  John McEnroe Vereinigte Staaten  Tim Gullikson 6:7, 6:4, 7:6, 6:2
1979 Vereinigte Staaten  John McEnroe Vereinigte Staaten  Harold Solomon 6:3, 6:4, 7:5
1980 Vereinigte Staaten  John McEnroe Vereinigte Staaten  Gene Mayer 6:4, 6:3, 6:3
1981 Vereinigte Staaten  Jimmy Connors Vereinigte Staaten  John McEnroe 3:6, 2:6, 6:3, 6:4, 6:2
1982 Vereinigte Staaten  John McEnroe Vereinigte Staaten  Brian Gottfried 6:3, 6:2, 6:4
1983 Vereinigte Staaten  John McEnroe Vereinigte Staaten  Jimmy Connors 7:5, 6:1, 6:4
1984 Tschechoslowakei  Ivan Lendl Ecuador  Andrés Gómez 7:6, 6:2, 6:1
1985 Tschechoslowakei  Ivan Lendl Deutschland  Boris Becker 6:7, 6:3, 4:6, 6:4, 6:4
1986 Frankreich  Yannick Noah Schweden  Jonas Svensson 6:2, 6:3, 6:7, 4:6, 7:5
1987 Tschechoslowakei  Ivan Lendl Schweden  Anders Järryd 6:3, 6:2, 7:5
1988 Schweiz  Jakob Hlasek Schweden  Jonas Svensson 6:7, 3:6, 6:4, 6:0, 7:5
1989 Vereinigte Staaten  Michael Chang Frankreich  Guy Forget 6:2, 6:1, 6:1
1990 Schweiz  Jakob Hlasek Vereinigte Staaten  Michael Chang 7:6, 6:3

a Der Status der Wembley Championships von 1936 und 1938 ist unklar. Diese Turniere werden nicht in allen Quellen angegeben, zudem ist auffällig, dass gerade in diesen Jahren die britische Presse nicht über die Turniere berichtete. Es könnte sein, dass es sich einfach nur um zwei Matches zwischen Nüsslein und Vines bzw. Tilden gehandelt hat.

DoppelBearbeiten

Jahr Sieger Finalgegner Finalergebnis
1970 Australien  Ken Rosewall
Vereinigte Staaten  Stan Smith
Rumänien 1965  Ilie Năstase
Rumänien 1965  Ion Țiriac
6:4, 6:3, 6:2
1971–75: nicht ausgetragen
1976 Vereinigte Staaten  Stan Smith
Vereinigte Staaten  Roscoe Tanner
Polen  Wojciech Fibak
Vereinigte Staaten  Brian Gottfried
7:6, 6:3
1977 Vereinigte Staaten  Sandy Mayer
Sudafrika 1961  Frew McMillan
Vereinigte Staaten  Brian Gottfried
Mexiko  Raúl Ramírez
6:3, 7:6
1978: nicht ausgetragen
1979 Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  John McEnroe
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
Vereinigte Staaten  Stan Smith
6:2, 6:3
1980 Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  John McEnroe
Vereinigte Staaten  Bill Scanlon
Vereinigte Staaten  Eliot Teltscher
7:5, 6:3
1981 Vereinigte Staaten  Sherwood Stewart
Vereinigte Staaten  Ferdi Taygan
Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  John McEnroe
7:5, 6:7, 6:4
1982 Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  John McEnroe
Schweiz  Heinz Günthardt
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
7:6, 6:4
1983 Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  John McEnroe
Vereinigte Staaten  Steve Denton
Vereinigte Staaten  Sherwood Stewart
6:3, 6:4
1984 Ecuador  Andrés Gómez
Tschechoslowakei  Ivan Lendl
Tschechoslowakei  Pavel Složil
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
6:2, 6:2
1985 Schweden  Anders Järryd
Frankreich  Guy Forget
Deutschland  Boris Becker
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Slobodan Živojinović
7:5, 4:6, 7:5
1986 Vereinigte Staaten  John McEnroe
Vereinigte Staaten  Peter Fleming
Vereinigte Staaten  Sherwood Stewart
Australien  Kim Warwick
3:6, 7:6, 6:2
1987 Tschechoslowakei  Miloslav Mečíř
Tschechoslowakei  Tomáš Šmíd
Vereinigte Staaten  Ken Flach
Vereinigte Staaten  Robert Seguso
7:5, 6:4
1988 Vereinigte Staaten  Ken Flach
Vereinigte Staaten  Robert Seguso
Vereinigtes Konigreich  Marty Davis
Vereinigte Staaten  Brad Drewett
7:5, 6:2
1989 Schweiz  Jakob Hlasek
Vereinigte Staaten  John McEnroe
Vereinigtes Konigreich  Jeremy Bates
Vereinigte Staaten  Kevin Curren
6:1, 7:6
1990 Vereinigte Staaten  Jim Grabb
Vereinigte Staaten  Patrick McEnroe
Vereinigte Staaten  Rick Leach
Vereinigte Staaten  Jim Pugh
7:6, 4:6, 6:3

WeblinksBearbeiten