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ARD-Popnacht

Zusammenschaltung von einigen ARD-Popwellen zu einem gemeinsamen Nachtprogramm
Programme, bei denen die ARD-Popnacht zu hören ist (2018)

Die ARD-Popnacht ist das dritte Gemeinschafts-Nachtprogramm des ARD-Hörfunks. Sie ist montags bis freitags von 0:05 Uhr bis 5:00 Uhr und am Wochenende sowie an bundesweiten Feiertagen von 0.05 Uhr bis 6:00 Uhr zu hören. Die ARD-Popnacht wird täglich von SWR3 in Baden-Baden produziert und auf acht ARD-Popwellen ausgestrahlt.

Die ARD-Popnacht wird live moderiert. Ihre Musikmischung besteht vornehmlich aus Pop-Hits. Musik und Moderation sind mit dem Tagesprogramm der meisten übernehmenden Sender vergleichbar. Außerdem gibt es halbstündlich Verkehrsinformationen und stündlich Nachrichten. Häufig beinhaltet die Sendung interaktive Elemente wie Gespräche mit im Studio anrufenden Hörern oder Gewinnspiele.

Inhaltsverzeichnis

Moderatoren und SendungsinhalteBearbeiten

Die Popnacht wird von Moderatoren von SWR3, also der ausrichtenden Anstalt SWR, präsentiert. Werktags von montags bis donnerstags wird sie beinahe ohne Ausnahme von Ben Streubel moderiert. Freitags bis sonntags wechseln sich Michael Spleth und Michael Reufsteck ab. In unregelmäßigen Abständen kommen auch andere Moderatoren in der Popnacht ans Mikrofon wie, Anno Wilhelm, Jochen Graf, Marcus Barsch, Sabrina Kemmer und Constantin Zöller.

Moderator Sendezeit Sendungsinhalte
Ben Streubel Montag bis Donnerstag Lenkradklopfer - Der lauteste Hit der Nacht
Michael Reufsteck Freitag bis Sonntag Braunsche Röhre - Das Fernsehquiz im Radio
Michael Spleth Freitag bis Sonntag -
Marcus Barsch Feiertags; Vertretung Was geschah?
Anno Wilhelm Feiertags -
Jochen Graf Vertretung -
Sabrina Kemmer Vertretung -
Constantin Zöller Vertretung -

TechnikBearbeiten

Die ARD-Popnacht wird über den ARD-Stern und das HYBNET vom SWR als gebender Anstalt an die angeschlossenen Programme übertragen. Das so verteilte Signal wird vor dem Soundprocessing von SWR3 abgegriffen. Die Nachrichten in der Popnacht zur vollen Stunde sind seit 2018 genau drei Minuten lang. So können angeschlossene Programme eigene regionale Nachrichten während des Gemeinschaftsprogramms senden. Zunächst nutzen der NDR und der WDR diese Möglichkeit, Bremen Vier übernimmt seit April 2019 die NDR-Hörfunknachrichten, bei den anderen Wellen sind weiter die SWR-Weltnachrichten zu hören. Weiterhin werden nunmehr einige Programmjingles aufgesplittet. Während über die Sender von SWR3 der Name des gebenden Programms vor den Nachrichten und zum Beginn der vollen Stunde in den Jingles genannt wird, ist über die angeschlossenen Wellen das gleiche Element mit der neutralen Kennung "ARD-Popnacht" zu hören.

EntwicklungBearbeiten

AnfangsjahreBearbeiten

Am 23. Dezember 1985 wurde das Programm erstmals unter dem Namen ARD-Nachtrock ausgestrahlt. Die Sendezeit war von 0:05 Uhr bis 2:00 Uhr, am Wochenende bis 4:00 Uhr. Sie wurde in Stundenschritten bis 6:00 Uhr verlängert. In jeder Nacht übernahm ein anderer ARD-Sender die Nachtversorgung für alle angeschlossenen Pop-Wellen des Senderverbunds.

Mit dem 1. Januar 1990 wurde die Sendung in ARD-Popnacht umbenannt und umstrukturiert. Fortan orientierte sich die Musikauswahl an "melodisch betonter Popmusik".[1]

Ausstiege in der Zeit von 1988 bis 2000Bearbeiten

Ab 1988 stiegen einige Programme aus der Übernahme des Gemeinschaftsprogramms aus. Dazu zählten SWF3 (1988), Bayern 3 (1989), NDR 2 (1991), WDR 1 (1995) und Antenne Brandenburg (2000). Die Wellen gestalteten stattdessen ein eigenes Nachtprogramm oder übernahmen andere Sendungen. Weitere Wellen, die die Popnacht übernahmen, wurden eingestellt, so 1997 Radio B Zwei und im darauffolgenden Jahr SDR 3. Der erst 1991 gegründete MDR strahlte die Popnacht nie aus. Die verbliebenen kleinen Anstalten reduzierten aus Kostengründen ihre Beteiligung weitgehend.

Auf dem (verbreitungsmäßigen) Tiefpunkt zwischen 2000 und 2005 war die Popnacht am Donnerstagmorgen nur noch in drei Bundesländern zu hören: Bremen (Bremen Vier), Saarland (SR 1 Europawelle) und Hessen (hr1 und hr3). 2005 gab es mit rbb 88.8 wieder einen Neuzugang; das Programm übernahm zuvor den ARD-Nachtexpress.

Bis Januar 2008 war die Popnacht am Sonntagmorgen sowie vierwöchentlich am Dienstagmorgen auch auf Bayern 3 zu hören, da der Sender bis dahin prinzipiell das Nachtprogramm von SWR3 übernahm, mit Ausnahme des Freitagmorgens und zuletzt auch mit Ausnahme des Samstagmorgens. Am Freitagmorgen produzierte Bayern 3 die ARD-Popnacht selbst. Seit 2008 sendet auch Bayern 3 ein eigenes Nachtprogramm, bis Dezember 2010 gestaltete Bayern 3 die Popnacht am Freitag allerdings weiterhin.

Von Mai 2008 bis August 2010 übernahm das nur im Digitalradio DAB empfangbare NDR 2 Plus die ARD-Popnacht.

Seit Januar 2009 verzichtet WDR 2 auf ein eigenes tägliches Nachtprogramm. Die Welle übernahm zunächst die ARD-Popnacht. Auch die gebende Beteiligung wurde reduziert, produzierte man die Sendung bis 2008 in 2¾ Nächten (montags, mittwochs und an drei von vier Dienstagen), war WDR 2 seit 2009 nur noch zweimal wöchentlich (montags und mittwochs) Geber der Popnacht. Dienstags sendete fortan SWR3.

2010 verzichtete der Hessische Rundfunk auf die Produktion der Popnacht, die zuvor jeden 2. Donnerstag von hr3 gestaltet wurde. Die ARD-Popnacht wurde fortan auch jeden 2. Donnerstag von SWR3 geliefert.

Bayern 3, das bis 2010 am Freitagmorgen die ARD-Popnacht gestaltete, sowie Bremen Vier und SR 1 Europawelle, die jeweils einmal monatlich am Donnerstagmorgen die Popnacht gaben, stiegen Ende 2010 aus. Schließlich beendete noch WDR 2 die Übernahme der Popnacht im Januar 2011.

Zentralisierung 2011Bearbeiten

Zu Beginn der 2010er Jahre wurden die ARD-Nachtprogramme umstrukturiert. Seither wechseln sich die Rundfunkanstalten nicht mehr täglich mit der Produktion einer Sendung ab. Vielmehr ist jeweils nur noch eine Anstalt für die verschiedenen Nachtprogramme verantwortlich. Bei der ARD-Popnacht ist es der Südwestrundfunk. Somit gestaltet SWR3 seit Januar 2011 täglich die ARD-Popnacht.

Situation heuteBearbeiten

Die ARD-Popnacht wird auf SWR3 als Programm namens „Luna“ ausgestrahlt, wobei dieser Name in der Sendung so gut wie nicht mehr erwähnt wird und damit ein Pseudonym bildet, das von folgenden weiteren Sendern übernommen wurde:

Bremen Vier übernahm bis Ende September 2018 alle Sendungen der LateLine und stieg daher erst ab 1 Uhr in die Popnacht ein. Bis Mai 2014 waren es vier Sendungen (von Montag auf Dienstag bis Donnerstag auf Freitag; jeweils von 23 bis 1 Uhr), anschließend wurde die Sendung von Montag auf Dienstag gestrichen. NDR 2 und WDR 2 übernehmen wieder die ARD-Popnacht seit dem 17. Januar 2018, jedoch ohne Übernahme der Nachrichten.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. ABC der ARD: ARD-Popnacht, Abruf: 27. Februar 2018