AL-KO Kober

Deutsche Holding mit Firmen im technischen Bereich
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AL-KO Kober SE

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Rechtsform Societas Europaea
Gründung 1931
Sitz Kötz, Deutschland
Leitung Peter Kaltenstadler (CEO) und Christian Stehle
Mitarbeiterzahl über 2.700
Umsatz über 300 Mio. EUR (2017)
Branche Gardentech, Lufttechnik, Automotive
Website http://www.al-ko.com/de

Die 1931 gegründete AL-KO Kober SE mit Hauptsitz im bayerischen Kötz ist ein international tätiger Technologiekonzern und Anbieter in den Bereichen Gartengeräte, Automotive sowie Lufttechnik. An weltweiten Standorten sind über 1500 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2017 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von über 300 Millionen Euro.[1]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Im Jahr 1931 gründete Alois Kober (1908–1996) das Unternehmen als damals kleine Schmiede in Großkötz. 1952 begann die Entwicklung und Serienfertigung von Handbremshebeln. Im Laufe der nachfolgenden drei Jahre startete die Produktion von Rasenmähern, Achsen und Rahmenfahrgestellen für Wohnwagen. 1958 wurde die erste Tochterfirma gegründet und die Söhne Kurt (1936–2015), Willy und Herbert Kober, die alle bei ihrem Vater in die Lehre gingen, übernahmen Mitverantwortung. 1975 erfolgte der Einstieg in die Lufttechnik. Zum 1. Januar 1987 wurde das Unternehmen in die AL-KO KOBER AG überführt, mit den drei Brüdern als Vorstandsmitgliedern. Von der dritten Generation sind Raymond und Stefan Kober in der Führung des Unternehmen aktiv.[2]

Am 23. Mai 2013 wurde die Aktiengesellschaft nach deutschem Recht in eine Aktiengesellschaft nach europäischem Recht umgewandelt; es entstand die AL-KO KOBER SE.[3] 2014 erfolgte die Übernahme der Motorsägen- und Gartengeräte-Sparte der Solo Kleinmotoren GmbH.[4]

Ende 2015 wurde die Sparte Fahrzeugtechnik mit dem US-amerikanischen Achsenhersteller Dexter Axle aus Elkhart (Indiana) fusioniert. Die AL-KO Fahrzeugtechnik ist seither ein Teil der DexKo Global Inc.[5][6] Vor der Aufteilung hatte der AL-KO Konzern 2013 weltweit 4000 Mitarbeiter und kam auf einen Jahresumsatz von rund 700 Millionen Euro.[5] Die Fahrzeugtechnik-Sparte war die größte der drei Säulen in dem Unternehmen.[2] Mitarbeiter- und Umsatzzahlen der verbliebenen Unternehmensteile waren zusammen niedriger als bei der abgetrennten Fahrzeugtechnik.[7]

Ein neuer Unternehmensbereich Automotive entstand im Jahr 2017 durch die Übernahme der Mehrheitsanteile der Mettec-Holding GmbH[8] und Prinz Kinematics GmbH[9] gegründet.

Im Jahr 2017 gründeten Raymond und Stefan Kober gemeinsam mit Cancom-Gründer Klaus Weinmann die Primepulse SE in München, um ihre unternehmerischen Aktivitäten zu bündeln.[6] Seither ist AL-KO im PrimePulse-Verbund.

Konzerngesellschaften und UnternehmensbereicheBearbeiten

AL-KO Geräte GmbHBearbeiten

Der Bereich Gartentechnik gliedert sich in Rasentechnik & Pflege, Garten- & Heimwerkertechnik, Wasser- & Teichtechnik sowie Wintertechnik. Hier werden motorisierte Gartengeräte, wie beispielsweise Rasenmäher, Rasentraktoren, Rasenmähroboter, Heckenscheren, Kettensägen und Pumpen hergestellt.

AL-KO Therm GmbHBearbeiten

Im Bereich der Luft- und Klimatechnik fertigt AL-KO modular aufgebaute Luft- und Klimageräte für unterschiedliche Einsatzgebiete.[10] Im Bereich der Absaugtechnik werden mobile und stationäre Absauganlagen produziert.[11]

AL-KO AutomotiveBearbeiten

Die Produkte aus dem Bereich Automotive umfassen die Herstellung und Bearbeitung diverser Metalle, Pressteile, Scharniere und Schweißbaugruppen für den Automobilbau.

Standorte in DeutschlandBearbeiten

Das Unternehmen AL-KO Kober SE hat in Deutschland folgende Standorte:

LiteraturBearbeiten

  • AL-KO Kober AG (Hrsg.): AL-KO 1931–2006: Ein Unternehmen schreibt Geschichte. Eigenverlag, Kötz 2006

WeblinksBearbeiten

Commons: AL-KO Kober – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. htm Über AL-KO. Homepage der AL-KO Kober SE, abgerufen am 10. Februar 2016
  2. a b Till Hofmann: Wie die Amerikaner zu Alko kamen. Augsburger Allgemeine, 26. Oktober 2017, abgerufen am 18. März 2020.
  3. Aus AL-KO Kober AG wird AL-KO Kober SE. Presseaussendung der AL-KO Kober SE, Juni 2013, abgerufen am 10. Juli 2013
  4. Alko Geräte GmbH kauft ein. Artikel der Augsburger Allgemeinen, Februar 2014, abgerufen am 24. August 2015
  5. a b Schwäbisches Unternehmen fusioniert mit US-Achsenhersteller. Artikel der Bild-Onlinezeitung, 27. Oktober 2015, abgerufen am 19. April 2018
  6. a b AL-KO KOBER Group, bei "top family business". Hrsg. Matchbird GmbH
  7. North Data: Firmenbekanntmachungen AL-KO Kober SE, Kötz
  8. AL-KO KOBER SE erwirbt wichtige Geschäftsbereiche der Kohl-Gruppe. Artikel b4bSchwaben Online, Oktober 2017, abgerufen am 19. April 2018
  9. Alko übernimmt Scharnierhersteller Artikel Augsburger Allgemeine, Dezember 2017, abgerufen am 19. April 2018
  10. Ein Spezialist für jedes Klima. Augsburger Allgemeine, abgerufen am 30. Juni 2015
  11. AL-KO THERM GmbH: 25 Jahre Absaugtechnik. Nachrichten des b4bschwaben, abgerufen am 30. Juni 2015