7,5-cm-Infanteriegeschütz 37

Feuerwaffe

Das 7,5-cm-Infanteriegeschütz 37 (kurz IG 37), zuvor 7,5-cm-Panzerjägerkanone 37 genannt, war ein deutsches Infanteriegeschütz der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

7,5-cm-Infanteriegeschütz 37


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 7,5-cm-Infanteriegeschütz 37
Produktionszeit: Mai 1944 bis Dezember 1944[1]
Stückzahl: 2.278[1]
Technische Daten
Rohrlänge: 1800 mm[2]
Kaliber:

7,5 cm[2]

Kaliberlänge: L/24
Höhenrichtbereich: −10° bis +40 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: 58°

EntwicklungBearbeiten

Die Entwicklung des 7,5-cm-Infanteriegeschütz 37, begann als 7,5-cm-Panzerjägerkanone 37.

Nach den Verlusten des Kriegsjahres 1942, benötigten die deutschen Kampfverbände dringend leichte Waffen, mit einer höheren Feuerkraft um die mittlerweile mit großer Zahl auftretenden gegnerischen Panzer bekämpfen zu können. Man erinnerte sich an das 7,5-cm-Infanteriegeschütz 42, das von Krupp schon 1940 entwickelt worden war, aber keinen Produktionsauftrag bekam. Mit leichten Änderungen, wie einer neuen Mündungsbremse wurde die Fertigung der Rohre aufgenommen.[1]

Als Lafette verwandte man die der 3,7-cm-PaK 36 oder der sowjetischen Beutegeschütze PaK 184(r) und PaK 158(r).[2] Auch der Schild der 3,7-cm-Pak konnte nach einer Vergrößerung der Öffnung für Rohrwiege und Wafferohr weiter verwendet werden.[1]

Die Munition des 7,5-cm-leichtes Infanteriegeschütz 18 konnte ebenfalls im IG 37 verwendet werden. Bei der Sprenggranate wurde bei einer Mündungsgeschwindigkeit von 280 m/s eine maximale Schussentfernung von 5150 m erreicht. Die zur Panzerabwehr genutzte Hohlladungsgranate enthielt 0,5 kg Sprengstoff. Bei einer Mündungsgeschwindigkeit von 395 m/s durchschlug diese Panzerungen bis zu 85 mm.[2]

GeschichteBearbeiten

Schnell erkannte man, dass die Lösung zwar eine brauchbare Unterstützungswaffe für die Infanterie geschaffen hatte, doch die Bekämpfung von Panzern war mit dieser Waffe zu diesem Zeitpunkt des Krieges nicht mehr zu leisten. Die Mündungsgeschwindigkeit war zu gering, um selbst beim Einsatz von spezieller Munition frontale Durchschläge zu ermöglichen. Im Einsatz gegen gegnerische Infanterie bewährte sich die leichte Waffe und am 15. Juni 1944 wurde deshalb offiziell aus der Panzerjägerkanone 37 das Infanteriegeschütz 37. Man veranlasste sogar den Bau der 2. Ausführung eines 7,5-cm-Infanteriegschütz 42.

Die Produktionszahlen für das Geschütz belaufen sich von Mai 1944 bis Dezember 1944 auf 2.278 Geschütze. Die Produktion wurde eingestellt als für den Umbau keine Lafetten mehr zur Verfügung standen.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen. 1939–1945. Spezialausgabe, 2. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02481-0.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Karl R. Pawlas: Das 7,5 cm Infanteriegeschütz 42. In: Waffen Revue. 1. Auflage. Nr. 39. Journal-Verlag Schwend GmbH, Schwäbisch Hall 1980, S. 6257 ff.
  2. a b c d Fritz Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933–1945. (Band 1: Infanteriewaffen, Pionierwaffen, Artilleriewaffen, Pulver, Spreng- und Kampfstoffe.) Bernard und Graefe, Koblenz 1986, ISBN 3-7637-5831-3, S. 116