7,3-cm-Propagandawerfer 41

Raketenwerfer der deutschen Wehrmacht

Der 7,3-cm-Propagandawerfer 41 war ein Werfer der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Der Raketenwerfer wurde nur in geringen Stückzahlen hergestellt und diente an der Kriegsfront der Verbreitung von Propaganda über dem Gebiet gegnerischer Kampftruppen.

7,3-cm-Propagandawerfer 41


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 7,3-cm-Propagandawerfer 41
Produktionszeit: 1941 bis 1945
Technische Daten
Rohrlänge: 74,9 cm
Kaliber:

7,3 cm

Höhenrichtbereich: 45 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: 20°

GeschichteBearbeiten

 
7,3-cm-Propagandagranate 41

Dieser speziell für die Propagandatruppe der Wehrmacht gebaute Werfer kam ab 1941 nur in geringen Stückzahlen an die Front. Der Sinn dieses Werfers bestand darin, Flugblätter mit Propaganda zum Gegner zu schießen.

AufbauBearbeiten

Der Propagandawerfer bestand aus einer 12,26 kg schweren Stahlkonstruktion, in deren Mitte eine 74,9 cm lange Führungsschiene lag.[1] Der Werfer wurde vor Gebrauch mit Erdspornen im Boden befestigt. Er verschoss die Propagandagranate 41 (auch Flugblattgeschoss genannt[2]), ein Raketengeschoss, das bei einem Gewicht von 3,24 kg ungefähr 227 g Flugblätter mitführen konnte (dies entsprach mehr als 100 Flugblättern[2]).[1] Das Raketengeschoss zerlegte sich nach einer vorgegebenen Zeit in der Luft und die Flugblätter wurden durch eine Feder ausgestoßen, so dass sie über eine größere Fläche niedergingen. Es waren Schussweiten bis 3500 m möglich.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945. Motorbuchverlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02481-6.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Terry Gander, Peter Chamberlain, Seite 331.
  2. a b Herbert A. Friedman: PSYOP Dissemination. 17. Mai 2004, abgerufen am 30. November 2020 (englisch).