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Das 62. National Hockey League All-Star Game fand am 29. Januar 2017 im Staples Center in Los Angeles, Kalifornien statt. Gastgeber waren die Los Angeles Kings, die das All-Star Game somit zum dritten Mal seit 1981 und 2002 austrugen. Die Metropolitan Division gewann das im gleichen Format wie im Vorjahr ausgetragene All-Star Game durch Siege über die Atlantic (10:6) sowie die Pacific Division (4:3) im Finale. Zudem stellte sie in Wayne Simmonds den MVP des All-Star Game.

ModusBearbeiten

Im Vorfeld des NHL All-Star Games wurden vier Mannschaften gebildet, die jeweils nur aus Spielern einer Division bestehen. Dabei wurde jeweils ein Spieler jeder Division mittels einer Fan-Abstimmung ausgewählt, der zugleich als Mannschaftskapitän fungiert. Nach der Kontroverse um John Scott im Vorjahr gab die Liga in diesem Jahr jedoch die Spieler vor, aus denen die Fans wählen konnten. Die weiteren zehn Spieler der elf Mann starken Kader (sechs Stürmer, drei Verteidiger, zwei Torhüter) wurden direkt von der NHL bestimmt, wobei jedes der 30 Franchises mit mindestens einem Akteur vertreten ist. In der Fan-Abstimmung setzten sich Carey Price, Sidney Crosby, P. K. Subban und Connor McDavid durch und führen ihre Mannschaften somit als Spielführer an. Als Teamchefs wurden automatisch die Trainer nominiert, die mit ihren Mannschaften den besten Punkteschnitt in der jeweiligen Division aufweisen (Stichtag 10. Januar 2017). Dies waren Michel Therrien, John Tortorella, Bruce Boudreau und Peter DeBoer, wobei Tortorella wenige Tage vor dem All-Star Game aus familiären Gründen absagte und durch Wayne Gretzky ersetzt wurde. Gretzky war, wie viele andere Persönlichkeiten des Eishockeysports ebenso, bei den All-Star-Feierlichkeiten anwesend, weil die NHL zu ihrem hundertjährigen Bestehen mit den „NHL100“ die 100 besten Spieler der letzten 100 Jahre ehrte.

Wie im Vorjahr wurden zwei Halbfinals ausgetragen, um die Finalteilnehmer zu ermitteln. Jedes der drei Spiele wurde dabei im 3-gegen-3-Modus über jeweils 20 Minuten Spielzeit ausgetragen. Im Falle eines Unentschiedens nach regulärer Spielzeit hätte direkt ein Shootout gefolgt.

Skills CompetitionBearbeiten

Wie bereits in den Austragungen zuvor fand auch in diesem Jahr am Tag vor dem eigentlichen All-Star Game die Honda NHL All-Star Skills Competition statt, bei der die Spieler in einzelnen Wettbewerben gegeneinander antreten.[1] Neu war beim NHL All-Star Game 2017 jedoch, dass sich die Division mit den meisten Punkten in der Skills Competition ihren Gegner im Halbfinale aussuchen durfte.[2] Sieger wurde die Atlantic Division, die als Gegner die Metropolitan Division wählte, sodass der auf die beiden Conferences aufgeteilte Spielplan des letzten Jahres erhalten blieb. Während Shea Weber zum dritten Mal in Folge den härtesten Schuss abgab (ca. 165 km/h), unterbot Connor McDavid als schnellster Läufer eine von Mike Gartner gehaltene Bestzeit aus dem NHL All-Star Game 1996. Den präzisesten Schuss hatte Sidney Crosby.

KaderBearbeiten

Abkürzungen:
Nat. = Nationalität; Pos. = Position mit C = Center, LW = linker Flügel, RW = rechter Flügel, D = Verteidiger, G = Torwart
Legende:
* – Spieler, die nachträglich als Ersatz nominiert wurden
(R) – Rookies

Atlantic DivisionBearbeiten

Cheftrainer: Michel Therrien (Canadiens de Montréal)

# Nat. Spieler Pos. Team
Torhüter
31 Kanada  Carey PriceC G Canadiens de Montréal
40 Finnland  Tuukka Rask G Boston Bruins
Verteidiger
6 Kanada  Shea Weber D Canadiens de Montréal
65 Schweden  Erik Karlsson D Ottawa Senators
77 Schweden  Victor Hedman D Tampa Bay Lightning
Angreifer
21 Vereinigte Staaten  Kyle Okposo RW Buffalo Sabres
21 Vereinigte Staaten  Vincent Trocheck C Florida Panthers
34 Vereinigte Staaten  Mexiko  Auston Matthews (R) C Toronto Maple Leafs
51 Danemark  Frans Nielsen C Detroit Red Wings
63 Kanada  Brad Marchand LW Boston Bruins
86 Russland  Nikita Kutscherow RW Tampa Bay Lightning

Metropolitan DivisionBearbeiten

Cheftrainer: Wayne Gretzky

# Nat. Spieler Pos. Team
Torhüter
70 Kanada  Braden Holtby G Washington Capitals
72 Russland  Sergei Bobrowski G Columbus Blue Jackets
Verteidiger
3 Vereinigte Staaten  Seth Jones D Columbus Blue Jackets
27 Vereinigte Staaten  Justin Faulk D Carolina Hurricanes
27 Vereinigte Staaten  Ryan McDonagh D New York Rangers
Angreifer
8 Russland  Alexander Owetschkin LW Washington Capitals
9 Kanada  Taylor Hall LW New Jersey Devils
13 Vereinigte Staaten  Cam Atkinson* RW Columbus Blue Jackets
17 Kanada  Wayne Simmonds RW Philadelphia Flyers
87 Kanada  Sidney CrosbyC C Pittsburgh Penguins
91 Kanada  John Tavares C New York Islanders

Central DivisionBearbeiten

Cheftrainer: Bruce Boudreau (Minnesota Wild)

# Nat. Spieler Pos. Team
Torhüter
40 Kanada  Devan Dubnyk G Minnesota Wild
50 Kanada  Corey Crawford G Chicago Blackhawks
Verteidiger
2 Kanada  Duncan Keith D Chicago Blackhawks
20 Vereinigte Staaten  Ryan Suter D Minnesota Wild
76 Kanada  P. K. SubbanC D Nashville Predators
Angreifer
19 Kanada  Jonathan Toews C Chicago Blackhawks
29 Finnland  Patrik Laine (R) RW Winnipeg Jets
29 Kanada  Nathan MacKinnon C Colorado Avalanche
88 Vereinigte Staaten  Patrick Kane RW Chicago Blackhawks
91 Kanada  Tyler Seguin C Dallas Stars
91 Russland  Wladimir Tarassenko RW St. Louis Blues

Pacific DivisionBearbeiten

Cheftrainer: Peter DeBoer (San Jose Sharks)

# Nat. Spieler Pos. Team
Torhüter
31 Kanada  Martin Jones G San Jose Sharks
41 Kanada  Mike Smith G Arizona Coyotes
Verteidiger
4 Vereinigte Staaten  Kanada  Cam Fowler D Anaheim Ducks
8 Kanada  Drew Doughty D Los Angeles Kings
88 Kanada  Brent Burns D San Jose Sharks
Angreifer
8 Vereinigte Staaten  Joe Pavelski C San Jose Sharks
13 Vereinigte Staaten  Johnny Gaudreau LW Calgary Flames
17 Vereinigte Staaten  Ryan Kesler C Anaheim Ducks
53 Kanada  Bo Horvat C Vancouver Canucks
77 Kanada  Jeff Carter C Los Angeles Kings
97 Kanada  Connor McDavidC C Edmonton Oilers

Nachnominierte SpielerBearbeiten

Folgende Spieler wurden ursprünglich für das All-Star Game nominiert, nahmen in der Folge jedoch verletzungsbedingt nicht teil:

Nat. Name Team Pos. Ersatz
Russland  Jewgeni Malkin Pittsburgh Penguins C Cam Atkinson[3]

All-Star GameBearbeiten

SpielplanBearbeiten

  Halbfinale Finale
   
 Central Division 3
 Pacific Division 10  
 
 Pacific Division 3
   Metropolitan Division 4
 Atlantic Division 6
 Metropolitan Division 10  

HalbfinaleBearbeiten

29. Jan. 2017
13.00 Uhr
(Ortszeit)
Team Central
Jonathan Toews (7:07)
P. K. Subban (12:14)
Wladimir Tarassenko (14:39)
3:10
(1:5, 2:5)
Spielbericht
Team Pacific
Cam Fowler (2:57)
Jeff Carter (3:39)
Connor McDavid (7:13)
Brent Burns (8:00)
Drew Doughty (9:49)
Johnny Gaudreau (12:33)
Joe Pavelski (14:15)
Ryan Kesler (15:43)
Bo Horvat (16:29)
Johnny Gaudreau (16:42)
Staples Center, Los Angeles, Kalifornien
Zuschauer: 18.242
29. Jan. 2017
14.00 Uhr
Team Atlantic
Nikita Kutscherow (4:06)
Victor Hedman (6:30)
Erik Karlsson (7:13)
Auston Matthews (10:50)
Nikita Kutscherow (13:15)
Vincent Trocheck (18:54)
6:10
(3:3, 3:7)
Spielbericht
Team Metropolitan
Wayne Simmonds (2:12)
Wayne Simmonds (4:49)
John Tavares (8:45)
John Tavares (11:31)
Seth Jones (11:45)
Taylor Hall (11:50)
Sidney Crosby (16:26)
Cam Atkinson (16:35)
Cam Atkinson (17:45)
Alexander Owetschkin (19:59)

FinaleBearbeiten

29. Jan. 2017
15.00 Uhr
Team Pacific
Joe Pavelski (0:22)
Connor McDavid (4:40)
Bo Horvat (7:52)
3:4
(3:2, 0:2)
Spielbericht
Team Metropolitan
Seth Jones (1:25)
Justin Faulk (4:09)
Cam Atkinson (14:57)
Wayne Simmonds (15:02)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 2017 NHL All-Star Fan Vote, 3-on-3 tournament return. nhl.com, 21. November 2016, abgerufen am 10. Januar 2017 (englisch).
  2. NHL All-Star Skills Competition assignments set. nhl.com, 27. Januar 2017, abgerufen am 28. Januar 2017 (englisch).
  3. Pat Iversen: Cam Atkinson to replace Evgeni Malkin on NHL All-Star Game roster. sbnation.com, 26. Januar 2017, abgerufen am 26. Januar 2017 (englisch).