Hauptmenü öffnen

58. Armee (Russland)

Großverband der Russischen Streitkräfte

GeschichteBearbeiten

Zweiter WeltkriegBearbeiten

1. FormationBearbeiten

Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges wurde die Armee am 10. November 1941 im Militärbezirk Sibirien mit direkter Unterstellung der Stawka aufgestellt.

  • Sie umfasste, die 362., 364., 368., 370., 380., 384. Schützen- sowie die 77. Kavalleriedivision.

Auf dem Territorium Militärbezirks Archangelsk verschifft, wurde eine Verteidigungslinie vom Onegasee bis zum Belojesee errichtet. Am 25. Mai 1942 wurde das Oberkommando der 58. Armee für die Bildung der 3. Panzerarmee herangezogen.

2. FormationBearbeiten

Die 2. Formation der 58. Armee wurde am 25. Juni 1942 bei der Kalinin-Front aufgestellt.

  • Sie umfasste die 16. und 27. Garde-, 215., 375. Schützendivision sowie die 35. und 81. Panzerbrigade.

Die Armee befand sich im Bereich von Ostaschkow als Frontreserve, beteiligte sich aber nicht an den Kämpfen. Am 8. August 1942 wurde die zweite Formation der Armee wieder aufgelöst, ihre Truppenteile zur Bildung der 39. Armee verwendet.

3. FormationBearbeiten

Die 3. Formation der 58. Armee wurde während der deutschen Invasion im Kaukasus ab 28. August 1942 aus dem Kommando der 24. Armee im Rahmen der Transkaukasusfront aufgestellt.

  • Die neue 58. Armee umfasste die 317., 328., 337. Schützendivision, die NKWD-Division von Machatschkala sowie die 3. Schützen-Brigade und weitere Einheiten.

Die 58. Armee konzentrierte ihre Truppen in Tschetschenien und Dagestan, wo in Erwartung der deutschen Offensive Stellungen bei Machatschkala und Grosny gebildet wurden. Ende November 1942 wurden die Hauptkräfte am Fluss Terek in der Gegend von Malgobek zusammengezogen. Im Januar 1943 nahm die 58. Armee am Gegenangriff der sowjetischen Truppen im Nordkaukasus teil. Als die Armee am 1. Januar 1943 die Offensive einleitete, überquerten sie den Fluss Terek und befreite am 3. Januar die Städte Mosdok und Malgobek. Im Zuge einer weiteren Offensive erreichten ihre Truppen Anfang Februar 1943 die Küste des Asowschen Meeres und nahm als Teil der Stoßgruppe der Front an der Operation gegen Krasnodar teil und erreichte am Ende der Operationen den Fluss Protoka. In der zweiten Märzhälfte setzten sie ihre Offensive fort und erreichte am 4. April die Stadt Temrjuk. Bis September verteidigt die Armee die Küste des Asowschen Meer von Margartowki bis Achuewa.

Am 10. September 1943 wurde die Armee in das Hauptquartier der Reserve zurückgezogen und am 15. November aufgelöst. Als Teil der Nordkaukasusfront war sie im November 1943 an der Kertsch-Eltigener Operation beteiligt. Danach bildete sie das Hauptquartier des Militärbezirks Wolga.

BefehlshaberBearbeiten

Russische ArmeeBearbeiten

 
Struktur der 58. Armee 2003

Im Rahmen der Umstrukturierung der russischen Armee bildete die 58. Armee ab 1995 das Hauptquartier des Nordkaukasischen Militärbezirks in Wladikawkas.

Die Armee war von 1994 bis 1996 am Ersten Tschetschenienkrieg beteiligt. Während der Operationen in Tschetschenien wurden ihrem Kommandeur, Wladimir Schamanow, mehrfach Menschenrechtsverletzungen, insbesondere wegen schlechter Truppendisziplin, vorgeworfen.

Ab dem 8. August 2008 wurde die 58. Armee in Georgien eingesetzt, wo sie in den Südossetien-Konflikt eingriff. Dort kam es auch zu Gefechten mit georgischen Truppen.[1][2]

Schwere Waffen aus dem Bestand der Armee wurden nach ukrainischen Angaben von separatistischen Kräften im Ukrainekrieg verwendet. So wurde ein Grad-Werfer von ukrainischen Truppen bei Dobropillia im Juni 2014 erbeutet, den die ukrainischen Behörden der 58. Armee zuordneten.[3]

VerweiseBearbeiten

  1. Torrey Clark and Greg Walters, Putin Says 'War Has Started,' Georgia Claims Invasion (Update4), Bloomberg.com, 8. August 2008.
  2. Oleg Shchedrov: Russian troops close to S. Ossetian capital – RIA (englisch) alertnet.org. 8. August 2008. Abgerufen am 27. Juni 2010.
  3. "Statement by the Delegation of Ukraine at the 774-th FSC plenary meeting" OSZE vom 10. Dezember 2014, gesichtet am 2. März 2015.