559. Grenadier-Division

Die 559. Grenadier-Division, später 559. Volksgrenadier-Division, war eine deutsche Großverband der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

DivisionsgeschichteBearbeiten

559. Grenadier-DivisionBearbeiten

Die Division wurde am 11. Juli 1944 auf dem Truppenübungsplatz Baumholder (Wehrkreis XII) als sogenannte „Sperrdivision“ in der 29. Aufstellungswelle für den Wehrkreis IX aufgestellt. Im August 1944 war die Division noch beim Befehlshaber der Ersatztruppen im Wehrkreis XII in der Aufstellung und kam im nächsten Monat nach Nancy zur Heeresgruppe G an die Westfront. Hier wurde sie der 1. Armee unterstellt, welche bis März 1945 so blieb. Am 9. Oktober 1944 wurde die Division in die 559. Volksgrenadier-Division umbenannt.

559. Volksgrenadier-DivisionBearbeiten

Die Umbenennung der 559. Grenadier-Division erfolgte mit dem Befehl die Division auf den Stand einer Division der 32. Aufstellungswelle zu bringen. Von Oktober (anfängliche Unterstellung erfolgte bis Anfang Dezember 1944 unter das XIII. SS-Armeekorps) bis Dezember 1944 war die Division im Raum Lothringen. Hier erfolgte ihr Einsatz beim Unternehmen Nordwind. Im Januar 1945 wurde die Division, welche in diesem Zeitraum durch die Reste der 361. Infanterie-Division aufgefrischt wurde, in der Saarpfalz zur Verfügung gestellt, um dann im Februar um Saarbrücken eingesetzt zu werden. Kurz vor der Operation Undertone wurde die Division abgezogen. Im März kämpfte die Division an der Mosel und am Rhein. Im April 1945 wechselte die Division zur Heeresgruppe West zur 19. Armee in den Raum Odenwald. In diesem Monat war sie während dem Ruhrkessel im Einsatz. Die Division kam im Raum Münsingen in amerikanische Gefangenschaft.

Noch kurz vor Kriegsende, am 17. April 1945, ließ der Divisionskommandeur Generalmajor von Mühlen einen Soldaten seiner Division, Erwin Kreetz, der vom Tode seiner Frau erfahren hatte und sich daraufhin von seiner Einheit entfernt hatte, in einem Steinbruch bei Steinheim an der Murr wegen angeblicher Fahnenflucht standrechtlich erschießen. Nur drei Tage später erhielt von Mühlen die Beförderung zum Generalleutnant.

GliederungBearbeiten

  • Grenadier-Regiment 1125 mit zwei Bataillonen
  • Grenadier-Regiment 1126 mit zwei Bataillonen
  • Grenadier-Regiment 1127 mit zwei Bataillonen
  • Artillerie-Regiment 1559 mit vier Abteilungen
  • Divisions-Einheiten 1559, u. a. Füsilier-Kompanie 559

KommandeurBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Mitcham, Samuel W., Jr. (2007). German Order of Battle. Volume Two: 291st–999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. PA; United States of America: Stackpole Books. ISBN 978-0-8117-3437-0, S. 156+157.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 11. Die Landstreitkräfte 501–630. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975, ISBN 3-7648-1181-1, S. 166.