510
Boethius lehrt seine Studenten, Initiale einer Handschrift des Trosts der Philosophie von 1385
Boethius wird von Theoderich zum Konsul ohne Kollegen ernannt.
510 in anderen Kalendern
Äthiopischer Kalender 502/503
Buddhistische Zeitrechnung 1053/54 (südlicher Buddhismus); 1052/53 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 53. (54.) Zyklus

Jahr des Metall-Tigers 庚寅 (am Beginn des Jahres Erde-Büffel 己丑)

Jüdischer Kalender 4270/71 (19./20. September)
Koptischer Kalender 226/227
Römischer Kalender ab urbe condita MCCLXIII (1263)

Ära Diokletians: 226/227 (Jahreswechsel November)

Seleukidische Ära Babylon: 820/821 (April)

Syrien: 821/822 (Oktober)

Spanische Ära 548
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 566/567 (Jahreswechsel April)

EreignisseBearbeiten

Politik und WeltgeschehenBearbeiten

OstgotenreichBearbeiten

Theoderich der Große, König der Ostgoten, ernennt den Philosophen und Theologen Anicius Manlius Severinus Boethius zum Konsul. Wie schon sein Vater Manlius Boethius vor ihm übt dieser das Amt ohne Kollegen aus.

Reich der LangobardenBearbeiten

 
Langobardisches Siedlungsgebiet an der mittleren Donau

Wacho ermordet der Legende nach seinen Onkel Tato und macht sich selbst zum König der Langobarden. Wenig später schickt er Truppen über die Donau und erobert Pannonien bis zur Drau. Im gleichen Jahr heiratet er Raicunda, die Tochter von Bisinus, dem König der Thüringer, die sich mit ihrer Mutter ins Reich der Langobarden begibt. Die Ehe bleibt jedoch kinderlos.

SkandinavienBearbeiten

Zwischen den Gauten und den Svear im heutigen Schweden kommt es zu einem Krieg.

AsienBearbeiten

Bhanugupta, Herrscher des nord-indischen Gupta-Reiches, verliert eine Schlacht gegen die Alchon unter Toramana und muss nach Bengalen fliehen. Dieser Verlust der wichtigsten Gebiete des Nordens leitet schließlich das Ende des Gupta-Reiches ein: Die Alchon gewinnen Kaschmir und Panjab, das Gupta-Reich beginnt zu zerfallen. Indien wird erneut unter den Lokalfürstentümern aufgeteilt.

Wissenschaft, Kultur und TechnikBearbeiten

 
Codiertabelle von Aryabhata
  • um 510: Der indische Mathematiker und Astronom Aryabhata entwickelt im ersten Kapitel Gitikapada seines Buchs Aryabhatiya ein eigenes Zahlensystem, den so genannten Aryabhata-Code, um seine mathematischen Formeln in Sanskrit-Versen zu schreiben. Zahlen werden darin durch Silben bezeichnet.
  • um 510: Der chinesische Kaiser Liang Wu Di beauftragt seinen Hofgelehrten Zhou Xingsi mit der Abfassung eines Textes aus den tausend Schriftzeichen der Kalligrafie Wang Xizhis, in dem jedes der dort vorkommenden Zeichen genau einmal vorkommt und welcher sich reimt. Zhou Xingsi verfasst daraufhin den Tausend-Zeichen-Klassiker Ci Yunwang Xi zhi Shuqianzi.

GeborenBearbeiten

  • um 510: Deiniol, walisisch-keltischer Adeliger, Bischof und Kirchen-/Klostergründer in Gwynedd, Heiliger der katholischen Kirche († um 584)
  • um 510: Dorotheos von Gaza, christlicher Mönch und Abt, Heiliger der katholischen und orthodoxen Kirche († um 580)

GestorbenBearbeiten

  • Tato, langobardischer Herzog oder König (historisch nicht belegt)
  • um 510: Hāschim ibn ʿAbd Manāf, Clanoberhaupt der Quraisch, Urgroßvater des Propheten Mohammed und Stammvater der Haschimiten
  • 510 oder 517: Eugendus, Abt des Klosters Condat in Frankreich, Heiliger der katholischen Kirche (* um 450)

WeblinksBearbeiten

Commons: 510 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien