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Die 352. Infanterie-Division (352. ID) war ein Großverband der Wehrmacht. Sie kam 1944 in Frankreich zur Abwehr der alliierten Invasion (Operation Neptune) zum Einsatz.

352. Infanterie-Division
352nd Infanterie-Division logo.jpg

Truppenkennzeichen
Aktiv Ende Februar bis Ende Juli 1944
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Typ Infanterie-Division
Schlachten Omaha Beach

GeschichteBearbeiten

Die 352. Infanterie-Division wurde ab Ende Februar 1944 in Le Desert/Frankreich aus überlebendem Personal der an der Ostfront zerschlagenen 321. Infanterie-Division aufgestellt. Sie war eine von acht Infanterie-Divisionen der 21. Aufstellungswelle. Am 1. Juni 1944 umfasste sie 12.734 Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere.

Bei der alliierten Landung am 6. Juni 1944 in der Normandie verteidigte sie den Strand am alliierten Landungsabschnitt Omaha Beach. Der Kommandeur des Artillerie-Regimentes 352 Major Werner Pluskat soll als erster deutscher Offizier überhaupt an diesem Morgen die alliierten Landeschiffe entdeckt haben. Sein Regiment verfeuerte alle verfügbare Munition. Während der Landung von US-Truppen fügte das Grenadier-Regiment 916 der Division den anlandenden US-Truppen schwere Verluste zu. Eine gewisse Bekanntheit erlangte Heinrich Severloh, der als Maschinengewehrschütze im Widerstandsnest 62 eingesetzt war, das über Stunden von den Landungstruppen nicht ausgeschaltet werden konnte.

Während der Kämpfe in Frankreich im Juni und Juli verlor die Division nach Schätzungen des Militärhistorikers Niklas Zetterling rund 9.000 Mann durch Tod, Verwundung und Gefangenschaft. Ende Juli 1944 wurde die Division aufgelöst. Die überlebenden Truppenteile gingen in der 352. Volksgrenadier-Division auf.

Die 352. Volksgrenadier-Division wurde am 21. September 1944 bei Flensburg neuaufgestellt. Im März 1945 wurde die Division abermals zerschlagen, nur einige Reste konnten sich über den Rhein bei Worms nach Darmstadt retten. Hier erging am 14. April 1945 der Befehl zur erneuten Aufstellung der 352. Volksgrenadier-Division aus Resten verschiedener Truppen. Der Aufbau der neuen Division wurde jedoch nicht mehr abgeschlossen.

GliederungBearbeiten

  • Grenadier-Regiment 914
  • Grenadier-Regiment 915
  • Grenadier-Regiment 916
  • Artillerie-Regiment 352
  • Divisions-Füsilier-Bataillon 352
  • Pionier-Bataillon 352
  • Panzer-Jäger-Abteilung 352
  • Feld-Ersatz-Abteilung 352
  • Divisions-Nachrichtenabteilung 352
  • Divisions-Nachschubführer 352

LiteraturBearbeiten

  • Niklas Zetterling (2000) (på eng). Normandy 1944: German military organization, combat power and organizational effectiveness. Winnipeg, Man.: J. J. Fedorowicz. Libris 6788071. ISBN 0-921991-56-8.
  • Burkhart Müller-Hillebrand Das Heer 1933–1945. Entwicklung des organisatorischen Aufbaues. Band 3. Der Zweifrontenkrieg. Das Heer vom Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion bis zum Kriegsende. Mittler, Frankfurt am Main 1969.