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35. Kavallerie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)

Die 35. Kavallerie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee.

GeschichteBearbeiten

Im Zuge der Bildung des XVII. Armee-Korps wurde die Brigade durch Verordnung des Kriegsministeriums vom 1. Februar zum 1. April 1890 errichtet. Das Kommando befand sich in Graudenz. Die Brigade gehörte zur 35. Division und ihr waren zunächst das Kürassier-Regiment „Herzog Friedrich Eugen von Württemberg“ (Westpreußisches) Nr. 5 und das Ulanen-Regiment „von Schmidt“ (1. Pommersches) Nr. 4 unterstellt. Nach Beendigung der Herbstübungen 1901 kam das Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5 hinzu. 1906 veränderte sich das Unterstellungsverhältnis. Das Kürassier-Regiment „Herzog Friedrich Eugen von Württemberg“ (Westpreußisches) Nr. 5 und das Ulanen-Regiment „von Schmidt“ (1. Pommersches) Nr. 4 kamen zur neu errichteten 41. Kavallerie-Brigade und der 35. Kavallerie-Brigade wurde dafür das neu gebildete Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 4 unterstellt.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Brigade aufgelöst.[1] Das Husaren-Regiment „Fürst Blücher von Wahlstatt“ (Pommersches) Nr. 5 trat als Divisionskavallerie zur 36. Infanterie-Division, das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 4 zur 35. Infanterie-Division.

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Datum[2]
Oberst Ludwig von Naso 01. April 1890 bis 17. Januar 1891 (mit der Führung beauftragt)
Oberst/Generalmajor Hermann von Kaisenberg 18. Januar 1891 bis 14. Juli 1893
Oberst Hugo von Sichart 15. Juli 1893 bis 12. Mai 1895
Oberst/Generalmajor Oskar von Rabe 13. Mai 1895 bis 15. Juni 1900
Oberst/Generalmajor Dietrich von Werder 16. Juni 1900 bis 17. Juli 1902
Oberst/Generalmajor Theodor von Wernitz 18. Juli 1902 bis 22. März 1907
Oberst/Generalmajor Friedrich von Hertzberg 23. März 1907 bis 22. September 1911
Oberst/Generalmajor Fritz von Unger 23. September 1911 bis 1. August 1914

LiteraturBearbeiten

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 462.
  • Claus von Bredow: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres. Verlag August Scherl, Berlin 1905, S. 706.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Curt Jany (Hrsg.), Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. Militärverlag Karl Siegismund, Berlin 1937 (Geschichte der Königlich Preußischen Armee und des Deutschen Reichsheeres, Band 5), S. 135.
  2. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 462.