160-Meter-Band

Frequenzband mit 160 m Wellenlänge

Als 160-Meter-Band bezeichnet man den Frequenzbereich von 1,8 MHz bis 2,0 MHz. Er liegt im Mittelwellenspektrum. Der Name leitet sich von der Wellenlänge dieses Frequenzbereiches ab.

AusbreitungsbedingungenBearbeiten

Nach Sonnenuntergang sind Reichweiten von mehreren 1000 km möglich, da die D-Schicht der Ionosphäre vollständig verschwunden ist und nun eine Reflexion im unteren Bereich der F-Schicht stattfindet. Die nahe der Erdoberfläche gelegene D-Schicht dämpft die Raumwellen am Tage, wodurch geringere Reichweiten erzielt werden.

160-Meter-AmateurbandBearbeiten

Das Band wird, obwohl es eigentlich Teil der Mittelwelle ist, im Sprachgebrauch des Amateurfunks verbreitet den Kurzwellenbändern zugeschlagen.

BandplanBearbeiten

Der Amateurfunk-Bandplan sieht wie folgt aus:

Frequenzbereich max. Bandbreite Nutzung
1,810–1,838 MHz 0200 Hz CW, Aktivitätszentrum QRP 1836 kHz
1,838–1,840 MHz 0500 Hz Schmalband
1,840–1,843 MHz 2700 Hz alle Betriebsarten, Digimode
1,843–2,000 MHz 2700 Hz alle Betriebsarten

DeutschlandBearbeiten

Durch die Ende 2017 veröffentlichte Mitteilung Nr. 694/2017 der Bundesnetzagentur war der Contest­berieb in den Bereichen 1,850–1,890 MHz und 1,890–2,000 MHz an Wochenenden geduldet. Diese Regelung galt bis zum 30. Juni 2019.[1] Durch die im August 2019 veröffentlichte Mitteilung Nr. 535/2019 wurde neben dem Contestbetrieb in den vorgenannten Bereichen an Wochenenden zudem eine maximale Sendeleistung in diesen Bereichen für Amateurfunkbetrieb an Wochenenden von 750 W PEP für Inhaber der Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst Klasse A und 100 W PEP für Inhaber der Klasse E gestattet. Dies entspricht den maximal zulässigen Sendeleistungen der jeweiligen Klassen für den Amateurfunkdienst in Deutschland. Die Regelungen gemäß der Mitteilung Nr. 535/2019 sind bis zum 31. Dezember 2020 befristet.[veraltet][2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitteilung Nr. 694/2017 der Bundesnetzagentur. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  2. Mitteilung Nr. 535/2019 der Bundesnetzagentur. Abgerufen am 8. September 2019.