Əbülfəz Elçibəy

aserbaidschanischer Politiker und Kulturwissenschaftler

Əbülfəz Qədirqulu oğlu Elçibəy (alternative aserbaidschanische Schreibweise Äbülfäz Qädirqulu oğlu Elçibäy; eigentlich Əbülfəz Qədirqulu oğlu Əliyev bzw. Äbülfäz Qädirqulu oğlu Äliyev; russ. Абульфаз Эльчибей/Abulfas Eltschibei; * 24. Juni 1938 in Naxçıvan, Aserbaidschanische SSR; † 22. August 2000 in Ankara) war ein aserbaidschaner Politiker und Kulturwissenschaftler.

LebenBearbeiten

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Elçibəy wurde als Əbülfəz Qədirqulu oğlu Əliyev in der ehemaligen Sowjetrepublik Aserbaidschan geboren. Mit dem Beginn seiner antikommunistischen Aktivitäten änderte er seinen Familiennamen in Elçibəy.

Əbülfəz Elçibəy studierte Arabistik und Orientalistik an der Staatlichen Universität in Baku. Ende der 1970er-Jahre wurde er interniert. Grund dafür war seine angeblichen „antisowjetischen“ Propaganda. Tatsächlich führte er russlandkritischen Diskussionen mit seinen Studenten. Elçibəy bezeichnete das Leben der Aserbaidschaner in der Sowjetunion als Okkupation.

Er trug an der geschichtswissenschaftlichen Fakultät über die Erste Republik (1918–1920) vor und erzählte über Məhəmməd Əmin Rəsulzadə, den ersten aserbaidschanischen Staatschef, der sich nach den sowjetischen Eroberung Aserbaidschans im April 1920 ins polnische Exil begab. Elçibəy selbst wurde verhaftet und blieb zwei Jahre lang im Gefängnis. Nach der Freilassung wurde ihm das Lehrrecht entzogen. So arbeitete Elçibəy weiter an der Akademie der Wissenschaften in Baku, im Institut für Alte Schriften.

Elçibəy spezialisierte im Bereich der mittelalterlichen arabischen Geschichte und war einer Vertreter der Ideen über die Solidarität der turksprachigen und finno-ugrischen Völker. Neben seiner Muttersprache aserbaidschanisch, sprach er fließend arabisch, osmanisch und türkisch. Ende der 1980er-Jahre wurde Elçibəy zum Anführer der aserbaidschanischen Befreiungsbewegung, die sich um die Nationalfront Aserbaidschans bzw. Volksfront formierte.

Vom 7. Juni 1992 bis zum 25. Juni 1993 war Elçibəy Staatspräsident Aserbaidschans.[1] Unter seiner Führung schloss Aserbaidschan ein Freundschaftsabkommen mit der Türkei und trat im Oktober 1992 aus der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten) aus. Ebenso setzte er den Abzug der russischen Truppen aus Aserbaidschan durch.

Während seiner Präsidentschaft wurde im Aserbaidschan das kyrillische Alphabet durch das lateinische Alphabet ersetzt.

Aufgrund der Niederlagen im Bergkarabachkonflikt wurde er 1993 während einer Militärrevolte gestürzt und durch den ehemaligen Chef der Aserbaidschanischen Kommunistischen Partei und damaligen Chef der Partei Yeni Azərbaycan, Heydər Əliyev (nicht verwandt), ersetzt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Was ist 7. Juni 1992 geschehen?, siehe wissen.de