Šaca

Stadtteil von Košice
Šaca
Wappen Karte
Wappen von Šaca Šaca in der Slowakei
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Košice II
Region: Košice (Region)
Fläche: 41,214 km²
Einwohner: 6.032 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Höhe: 256 m n.m.
Postleitzahl: 040 15
Telefonvorwahl: 0 55
Geographische Lage: 48° 38′ N, 21° 10′ OKoordinaten: 48° 38′ 2″ N, 21° 10′ 11″ O
Kfz-Kennzeichen: KE
Kód obce: 599841
Struktur
Gemeindeart: Stadtteil
Gliederung Stadtteilgebiet: 2 Katastralgebiete
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Daniel Petrík
Adresse: Miestny úrad Košice-Šaca
Železiarenská 9
04015 Košice
Webpräsenz: www.saca.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Šaca (ungarisch Saca) ist ein Stadtteil von Košice, im Okres Košice II in der Ostslowakei zirka 15 Kilometer südwestlich der Innenstadt.

Der heutige Stadtteil war als eine sozialistische Stadt der Slowakei geplant und bis 1968 eine eigenständige Gemeinde. Ähnlich wie in anderen osteuropäischen Staaten sollte eine Industriestadt aus dem Boden gestampft werden, die in diesem Falle, nach den Plänen der Parteispitze, für die Rüstungsindustrie eine große Rolle spielen würde. Die Pläne wurden jedoch nur zu einem geringen Teil realisiert. Neben Šaca muss als sozialistische Stadt der Tschechoslowakei Nová Ostrava, der heutige Bezirk Poruba der nordostmährischen Stadt Ostrava (deutsch „(Mährisch) Ostrau“) genannt werden.

GeschichteBearbeiten

Der ursprüngliche Ort wurde 1275 zum ersten Mal erwähnt, seit 1427 war der Ort unter der Herrschaft des Geschlechts der Semseys, die im Ort im 15. Jahrhundert auch ein Schloss errichteten. Dieses wurde jedoch während der Herrschaft von Matthias Corvinus geschleift, in der Folgezeit blieb der Ort landwirtschaftlich geprägt und bis in die 1950er Jahre gab es Wassermühlen im Ort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Entwicklung zum Industrieort, im Januar 1960 begannen die Východoslovenské železiarne Košice (VSŽ Košice – „Ostslowakische Stahlwerke in Kaschau“) mit der Errichtung eines Stahlwerkes auf mehr als 800 Hektar Land. Nachdem 1965 der erste Ofen in Betrieb ging, wurde der Ort stark von diesem Industriezweig geprägt und die schon erwähnten Plattenbauten sukzessive errichtet. Nach der Wende musste das Werk sich der neuen Marktlage anpassen und am 24. November 2000 wurde es vom amerikanischen Stahlkonzern United States Steel Corporation gekauft und in U. S. Steel Košice umbenannt. Seit 1968 ist der Ort auch ein Stadtteil Košices.

Eine Auswahl historischer NamenBearbeiten

  • 1275 – lateinisch: Ida
  • 1280 – terra Eghazas Ida
  • 1319 – poss. Saticha
  • 1328 – poss. Zethyce alio nomine Scenthtrinitas
  • 1344 – Setyche
  • 1372 – poss. Setyche
  • 1379 – poss. Sathicha, poss. Satycha
  • 1385 – Sathicha, poss. Sathycha alio nomine Screben
  • 1393 – Sathicha, Sagcza al. Nom. Zenthtrinitas
  • 1395 – poss. Seu villa Senthythe
  • 1409 – poss. Sethithe, poss. Sethyche
  • 1424 – villa Saczcza
  • 1427 – poss. Sechcha, Secha
  • 1428 – poss. Sathcza
  • 1469 – poss. Sacza
  • 1471 – poss. Saccza
  • 1474 – poss. Saczcza
  • 1477 – poss. Saczcza
  • 1514 – Saccza
  • 1553 – Sacha
  • 1773 – ungarisch: Szácza
  • 1786 – Sacza
  • 1808 – slowakisch: Ssáca, ungarisch: Sácza
  • 1863 – Saca
  • 1903 – slowakisch: Šaca, ungarisch: Sacza
  • 1906, 1938 – slowakisch: Šaca, ungarisch: Saca

WeblinksBearbeiten