Österreichischer Verband Filmschnitt

österreichischer Berufsverband für Filmeditoren

Österreichischer Verband Filmschnitt, auch englisch Austrian Editors Association (aea), ist der Name der berufsständischen Interessenvertretung für freischaffende Filmeditoren in Österreich. Der Verband wurde am 25. Juni 1978 gegründet, damals noch unter dem Namen Verband Österreichischer Filmschnittmeister.[2] Er hat seinen Sitz im Filmhaus in Wien.

Österreichischer Verband Filmschnitt
Austrian Editors Association (aea)

Logo Österreichischer Verband Filmschnitt (aea) – Schriftzug 2013.jpg

Zweck: Förderung der berufsständischen Interessen von Filmeditoren und Schnittassistenten in Österreich
Vorsitz: Sonja Lesowksy-List (Obfrau),
Claudia Linzer (Obfrau-Stellvertreterin),
Julia Drack,
Lisa Zoe Geretschläger,
Karin Hammer,
Anna Kirst,
Ulrike Kofler,
Christoph Loidl,
Niki Mossböck,
Sebastian Schreiner,
Joana Scrinzi,
Kirk von Heflin
Gründungsdatum: 1978
Mitgliederzahl: 87 (aktive Mitglieder, Stand Juli 2020)[1]
Sitz: Wien
Website: www.editors.at

Ziele und AktivitätenBearbeiten

SatzungszieleBearbeiten

Zweck des Verbandes ist laut Satzung „die Wahrung, Pflege und Förderung der beruflichen und wirtschaftlichen Interessen“ der österreichischen Filmeditoren und Schnittassistenten. Dies geschieht „gegenüber den Rundfunk- und Fernsehanstalten, der Filmwirtschaft, den Gewerkschaften sowie den Ministerien und gesetzgebenden Körperschaften“, sowie „auf allen Gebieten der Fernseh- und Filmproduktion und der daraus entstehenden Gesetzgebung und Verordnungen.“ Der Verband befasst sich zudem „mit der Herstellung und Pflege einschlägiger internationaler Beziehungen.“[3]

Engagement in Dachverbänden und anderen OrganisationenBearbeiten

Der Verband Filmschnitt war 1987 Gründungsmitglied des Dachverbandes der Österreichischen Filmschaffenden und gründete im selben Jahr auch die Austrian Film Commission mit,[2] die den österreichischen Film im Ausland fördert. 1992 war der Verband Mitgründer der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS), welche die Urheber- und Leistungsschutzrechte von Filmschaffenden in Österreich treuhändig vertritt. Im Vorstand und im Aufsichtsrat des VdFS ist der Verband Filmschnitt mit Sitz und Stimme vertreten.[4] 2019 wurde der Verband Gründungsmitglied des internationalen Dachverbandes für Filmeditoren, TEMPO.[5]

Einsatz für SchnittpreiseBearbeiten

Seit 2005 vergibt der Verband Filmschnitt im Rahmen des Filmfestivals Diagonale in Graz den Diagonale-Preis Schnitt in den Kategorien Spielfilm und Dokumentarfilm.[2] Das Preisgeld dazu wird von der VdFS gestiftet. Seit 2013 ist der Verband außerdem Förderpartner des Kölner Festivals Edimotion (welches bis 2020 Filmplus hieß),[6] wodurch dessen Schnittpreise in den Kategorien Kino-Spielfilm, Kino-Dokumentarfilm und Nachwuchs-Kurzfilm auch österreichischen Editoren offen stehen.[7]

MitgliedschaftBearbeiten

Im Juli 2020 hatte der Verband 87 aktive Mitglieder,[1] sowie neun Ehrenmitglieder.[8] Als „Ordentliches Mitglied“ kann eine Person aufgenommen werden, nachdem sie „nachweislich zwei Jahre hauptberuflich“ als Editor oder Assistent gearbeitet hat.[7]

VorstandBearbeiten

Der Vorstand des Verbandes besteht aus zwölf Personen, die alle zwei Jahre bei einer Generalversammlung gewählt werden.[7] Dem 2020 neu gewähltem Vorstand gehören an: Sonja Lesowksy-List (Obfrau), Claudia Linzer (Obfraustellvertreterin), Julia Drack, Lisa Zoe Geretschläger, Karin Hammer, Anna Kirst, Ulrike Kofler, Christoph Loidl, Niki Mossböck, Sebastian Schreiner, Joana Scrinzi und Kirk von Heflin.[9]

Bis 2020 war Daniela Padalewski-Gerber die Obfrau des Verbandes; sie füllte dieses Amt seit 1990 aus, also dreißig Jahre lang. Weitere Vorgängerinnen waren: Lotte Klimitschek (1978–1979), Juno Sylva Englander (1980–1986), Traude Gruber, (1987–1988), und Ingrid Koller (1989).[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Mitglieder. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  2. a b c d Chronik. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  3. Impressum. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  4. Die VdFS. Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS), abgerufen am 31. Dezember 2019.
  5. Tempo. TEMPO – Federation of Film Editors Associations, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  6. Filmplus wird zu Edimotion. Festival Filmplus/Edimotion, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  7. a b c Über den Verband. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  8. Unsere Ehrenmitglieder. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  9. Der Vorstand. Österreichischer Verband Filmschnitt, abgerufen am 31. Dezember 2019.